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Zeitschrift-Artikel: Transzendenz, Mystik & »The Supernatural«…

Zeitschrift: 42 (zur Zeitschrift)
Titel: Transzendenz, Mystik & »The Supernatural«…
Typ: Artikel
Autor: Martin Heide
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 53

Titel

Transzendenz, Mystik & »The Supernatural«…

Vortext

Text

Diese Begriffe sind heute "in". Noch vor 20 Jahren hätte der Durchschnittsbürger überle­gen lächelnd abgewinkt; man sei doch ver­nünftig und nüchtern und glaube nur an das, was man sehe. Vorstellungen von einer Transzendenz, ob gut oder böse oder neu­tral, ob Gott, Teufel, irgendwelche Geister oder unpersönliche, mystische Kräfte: das alles hielt man für Aberglaube und Ammen­märchen.

»Bewußtseinserweiterung« durch Drogen?

Doch spätestens seit dem die Hippie-Genera­tion in den 60er Jahren ihre Drogenerfah­rungen machte, als man anfing, LSD zu neh­men und "Pot" zu rauchen und so, zumin­dest scheinbar, einen Weg aus der überfüt­terten "Wegwerfgesellschaft" fand (die auf die Frage nach dem "Woher?", "Warum?", "Wohin?" meist die Achseln zuckte und lu­stig weiterkonsumierte), ahnte man etwas von der Realität des Übernatürlichen, glaub­ten Tausende eine Alternative zum Materia­lismus und Institutionalismus einer fragwür­digen Gesellschaft samt ihren religiösen Ein­richtungen gefunden zu haben. Denn die sogenannten "bewußtseinserweiternden" Dro­gen bieten weit mehr als die gesellschaft­lich legitimierten Drogen Alkohol und Niko­tin, nämlich wirkliches Erfahren einer ande­ren Welt!

Die Parole: "Turn on, tune in, drop out!" (Ti­mothy Leary)

Und so läßt man sich "anturnen", erlebt den Rausch, "tune-to in" und macht sich die Ek­stase zur Gewohnheit, "drop-to out" und wird zum "Freak", der genauso in einer Gesell­schaft von gleichgesinnten Ausgeflippten untertaucht, wie ehedem die Spießer, die er ja so sehr verachtet, in ihrer Wohlstandsgesellschaft.

"Die psychedelische Erfahrung ist im Kern eine religiöse", verkündet Peter Stafford in "Acid, Rock und Revolution" - Opium wird demnach zur Religion und Religion bleibt Opium.

Mystische Erfahrungen ohne Drogen

Nicht lange danach zeigten, wohl als erste, die Beatles und der Apostel der Beat-Gene­ration, Allen Ginsberg, daß man auch ohne Drogen mystische Erfahrungen verwirklichen kann: nämlich mittels transzendentaler Me­ditation oder auch Zen-Meditation.

Wiederum griff die Beat-Generation zur Droge, aber diesmal zu einem aus hinduisti­schen Lehren stammenden Rauschgift.

"Gott ist tot", schienen die Theologen vor 20 Jahren entdeckt zu haben, und einige Jahre später wurden an Gottes Stelle hindui­stische Gottheiten "auferweckt". Sie vermit­teln jedenfalls mehr "feeling" als eine ver­krustete Kirche, die äußerliche Frömmig­keitsübungen wie Taufe, Konfirmation und Beerdigung gut zu verkaufen weiß.

George Harrison machte 1971 Schluß mit der abendländischen Gottesvorstellung: in dem Song "My sweet Lord" geht der Back­groundchor langsam von "Hallelujah" in "Ha­re Krishna" über, das "mantra" der Krish­na-Anhänger.

Um bei "TM", im Buddhismus oder im fort­geschrittenen Yoga ein religiöses "High" zu erleben, ist allerdings eine Grundvorausset­zung, seinen eigenen Intellekt zu unter­drücken.

"Frank Zappa & The mothers of Invention" drücken das so aus:

"Was ist der häßlichste Teil deines Körpers?"

Einige meinen, deine Nase,

einige sagen, deine Zehen;

aber ich glaube, es ist dein Verstand…

In Meditationsübungen meditieren Zen-Bud­dhisten z.B. über den Satz:

"Welches Geräusch macht eine Hand, die klatscht?"

Hare-Krishna-Jünger singen wohl einige tau­sendmal die Formel:

"Hare Krishna…Krishna, Krishna…Hare, Hare…Hare Rama…"

TM-Anhänger lernen Meditationsformeln ei­ner geheimnisvollen Sprache, die sie selbst nicht verstehen (Sanskrit). Und das alles in einer Zeit, in der die Technik triumphiert, in der jeder seinen Verstand gebrauchen kann und will, in der man so "aufgeklärt" ist wie noch nie.

Während noch vor einigen Jahren einge­fleischte Rationalisten sagten, wer "Christ" werde, müsse seinen Verstand "an der Garderobe abgeben" und das Christentum und die Naturwissenschaften seien unvereinbar, so sind heute mehr Menschen denn je be­reit, ihren Verstand total abzugeben und zwar an der Garderobe der östlichen Reli­gionen, um ein bißchen religiöses "High" zu erleben.

Man hat eben doch Sehnsucht nach mehr als Wohlstand und Befriedigung; der Mensch ist mehr als eine "Physisch-chemische Maschi­ne", und man ist bereit, für ein wenig "High" viel an Persönlichkeit zu opfern.

Denn wer meditiert, Hare Krishna anruft oder Drogen nimmt, erfährt die Transzen­denz als etwas Unpersönliches, ja sogar "Ent-Persönlichendes", denn Ziel der Medi­tierenden ist gemeinhin das "Nirvana", die Auflösung in Nichts, zu erreichen. Unter Drogenfreaks ist dieses Nirvana auch als "cosmic-conscious-feeling" bekannt: ein Ge­fühl der totalen Auflösung in Nichts, das Einssein mit der Unendlichkeit des Weltalls.

Der einzige Weg zur »anderen Welt«

Gibt es denn etwas, in dem sowohl das ver­nünftig-rationale, wir wollen es das "Hori­zontale" nennen, als auch das Übernatürli­che, Transzendentale, das nicht mit den fünf Sinnen Erfaßbare, das "Vertikale", in Einklang stehen, ohne sich zu widersprechen?

Und noch mehr - gibt es eine Möglichkeit, das "Vertikale" als liebende, denkende Per­sönlichkeit zu erfahren - oder das "Horizon­tale" als Übernatürliches, Göttliches?

Gibt es jemand, der zugleich vernünftig und über-vernünftig, aber nicht unvernünftig ist, der Mensch ist und doch die Sehnsucht des Menschen nach Transzendenz erfüllen kann? Der "Horizontales" und "Vertikales" in sich vereinigt?

Oder, einfacher ausgedrückt, gibt es eine Person mit zugleich göttlichen und menschli­chen Wesenszügen?

Nur eine Person erfüllte jemals diese Eigen­schaften: Jesus Christus!

Jesus Christus ist, obwohl er Gott war, Mensch geworden! Er ist das lebendigma­chende "Wort" (Logos), das uns darüber auf­klärt, wer Gott wirklich ist: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott . . . und das Wort wurde Fleisch (d.h. es wurde Mensch) und

wohnte unter uns… und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater (d.h. eine Herrlichkeit in ihm als Mensch, die nichts anderes zu glauben zuließ, als daß er selbst Gott sei)." (Die Bibel. Im Johannesevange­lium, Kapitel 1).

Aber noch heute wird er von den Menschen als Gott und Mensch verkannt; entweder my­stifiziert man ihn (er sei nur Geist - so vie­le Sekten, oder man "entmystifiziert" ihn (er war nur Mensch - so die moderne Theo­logie).

Er war auf dieser Erde, Er sah die Men­schen in ihrer Unzulänglichkeit, sich bemü­hend, Gott durch religiöse Übungen zu errei­chen. Und Er sah das Leid, das Elend, die Kriege, den Hunger, den Haß, die als Folge der Sünde des Menschen entstanden waren.

Jesus Christus hat vor den Menschen Zeug­nis von Seiner und Seines Vaters Göttlich­keit abgelegt. Aber man wollte Ihn nicht, sondern sowohl die politisch-soziale Welt (die Römer) als auch die religiöse Welt (die Juden) befanden Ihn des Todes für schuldig und kreuzigten Ihn.

Was hatte Er getan?

Er hatte die Menschen aufgefordert, weise zu sein und ihr Leben auf ein festes Funda­ment zu gründen, verständig zu sein und sich dem einen wahren Gott zuzuwenden, sich nicht durch Religionen abzumühen, ei­nen weit entfernten Gott zu erreichen, son­dern Buße (Sinnesumkehr) zu tun und an den "einen Vermittler zwischen Gott und Men­schen, Jesus Christus" (Die Bibel. Im Timo­theus-Brief) zu glauben.

Die Menschen nahmen dieses Angebot nicht an, sie wollten ihr Leben nicht ändern, des­wegen töteten sie den Herrn Jesus Christus.

Gott hat sich damals aber nicht von den Menschen abgewandt, sondern der Tod Sei­nes Sohnes hat nun stellvertretende Gültig­keit für jeden, der sich in Buße und Glauben zu Gott wendet: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben." (Die Bibel. Im Römer-Brief).

Und Jesus Christus ist als wirkliche Person auferstanden. Er hat den Tod nicht als Lohn seiner Sünde (denn Er tat keine Sünde), son­dern an unserer Stelle erduldet.

Und noch mehr Interessantes ist in der Bi­bel nachzulesen…

Überzeuge Dich selbst: lies die Bibel!

 

 

Nachtext

Quellenangaben