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Zeitschrift-Artikel: "Der Islam in jedes Haus

Zeitschrift: 125 (zur Zeitschrift)
Titel: "Der Islam in jedes Haus
Typ: Artikel
Autor: Alexander Strunk
Autor (Anmerkung):

online gelesen: -120440

Titel

"Der Islam in jedes Haus

Vortext

Text

Das ist das Ziel vieler Muslime, die in Deutschland leben. Während Kirche und Staat von Toleranz reden und friedlich weiterschlafen, verbreitet sich der Islam explosionsartig in Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Die Anzahl von Menschen, die zum Islam konvertieren, steigt sehr stark an, so müssen Glaubensbekenntnisse mittlerweile sogar übers Telefon ausgesprochen werden, da der Andrang zu groß ist. Meinungen über die genaue Anzahl an Konvertiten gehen auseinander. Zahlen der vergangenen Jahre von etwa 4.000 Konvertiten pro Jahr in Deutschland dürften mittlerweile als überholt gelten.

„Dschihad“ und „Dawa - Projekte“
Wenn der Dschihad (Heiliger Krieg) für einige Muslime ein gewaltsames Vorgehen beschreibt, verbinden die meisten in Deutschland lebenden Muslime damit die Aufgabe, Menschen zum Islam zu bringen. Gerüstet mit jeder Menge Spendengelder und von teuflischer Motivation getrieben, verbreiten sie flächendeckend den Islam: über Internet, über den Postweg und durch gut besuchte Großveranstaltungen. Einer der bekanntesten Köpfe hinter diesem Treiben ist Pierre Vogel. Der ehemalige Profiboxer, der vor etwa sieben Jahren zum Islam konvertiert ist, kann durch seine rhetorische Begabung in verschiedenen Sprachen und mit einem großen Wissen über Bibel, Koran und andere Religionen viele Menschen zum Islam führen. Großveranstaltungen („Dawa - Projekte“) werden mehrmals im Monat vor großem Publikum in ganz Deutschland durchgeführt, mit der Kamera aufgenommen und im Internet ausgestrahlt. Allein bei einer Videoplattform im Internet findet die Suchmaschine 10.000 Beiträge zum Thema „Pierre Vogel“, wobei er nur ein kleiner Name in der internationalen Islambewegung ist.

Fast wie eine Evangelisation …
Die Vorgehensweise bei diesen Veranstaltungen gleicht einem Evangelisationsabend in unseren Gemeinden: Ein sympathischer Redner hält eine lockere Rede zu einem Thema, die mit einem Aufruf zum Glaubensbekenntnis endet. Eingeladene Freunde, Arbeitskollegen und Nachbarn setzen sich dann erstmals mit dem Islam auseinander. Eine solche „Dawa“ fand am 19. Dezember 2008 auch in Köln-Pesch statt. Nach Rücksprache mit dem Islamwissenschaftler Carsten Polanz („Murat findet Jesus“) und einer intensiven Vorbereitung, ließen wir – acht junge Christen – Flyer drucken, die wir im Eingangsbereich dieser Veranstaltung verteilen wollten und welche einen Gutschein für das Buch „Ich weiß, warum ich glaube“ von Paul E. Little beinhalteten. Die Hälfte von uns besuchte zuvor den Vortrag, um die Argumente des Abends zu hören und um die Vorgehensweise der Muslime besser kennen zu lernen. Nach dem sehr verspäteten Anfang folgte der Hauptvortrag von Pierre Vogel zum Thema „Ist Jesus Christus Gott?“ Dass der Islam die Gottheit Jesu leugnet ist nichts Neues, dass dazu aber die Bibel zitiert und gesagt wird, dass Jesus nie behauptet hätte Gott zu sein, ist schon neu. Pierre Vogel ging auf die Stellen ein, die von Christen als Belege für die Gottheit Jesu benutzt werden. Wie wir es schon aus dem Internet gewohnt waren, wurde die Bibel vollkommen falsch ausgelegt und selbst eindeutigste Aussagen wurden aus dem Zusammenhang gerissen. So wurde zum Beispiel das ehrfürchtige Bekenntnis des Thomas „Mein Herr und mein Gott“ (Joh 20,28), schnell zur mal dahergesagten „oh mein Gott“ – Floskel umgedeutet. Sehr auffällig bei den Veranstaltungen ist es, dass sehr wenig aus dem Koran gelehrt und gelesen, sondern immer nur die Bibel und ihre Aussagen angegriffen werden, indem angebliche Widersprüche bestätigen sollen, dass in der Bibel verfälschte Worte Gottes enthalten sind.

Man kann mit ihnen reden!
Als der Abend schon weit fortgeschritten war, wurde plötzlich auf eine einstündige Pause hingewiesen, wodurch unsere gesamte Planung durcheinander geriet und wir die Veranstaltung in der Pause verließen, um die Buch-Gutscheine an diejenigen zu verteilen, welche die Veranstaltung schon verlassen wollten. Während wir das taten, kamen viele Muslime heran und fragten neugierig, wer wir sind und was wir tun würden. So konnten wir den ganzen Abend lang Gespräche mit sehr vielen Muslimen über den Glauben führen. Obwohl wir uns im Vorneherein nicht auf Wortdebatten einlassen wollten, konnten wir der einen oder anderen hitzigen Diskussion nicht aus dem Wege gehen. Um jeden von uns bildete sich schnell eine Menschentraube, deren größtes Verständnisproblem es war, dass nur die Bibel das unverfälschte Wort Gottes ist. Die Offenheit für das Evangelium war an diesem Abend nur unter wenigen Muslimen zu erkennen, welche sich aber in der großen Menge stark religiöser Muslime auch zurückhielten. In einigen privaten Gesprächen hörten wir ihre Unzufriedenheit und Zweifel heraus, wobei es doch sehr schwer war, diese Gespräche aufrecht zu erhalten, da man ständig von vielen anderen wortgewandten Muslimen unterbrochen wurde. Größtenteils entgegnete man uns aber freundlich und respektvoll. Auch ein gutes Gespräch mit Pierre Vogel wurde von Gott ermöglicht, indem einige von uns vor einer großen Menge von Zuschauern seine Aussagen anzweifeln konnten und die wahre Bedeutung der Bibelstellen auslegen durften. Die Einseitigkeit des Abendvortrags wurde dadurch für kurze Zeit aufgehoben. Insgesamt war es eine von Gott sehr gesegnete Aktion, die er gebrauchte, um mindestens hundert Muslimen das Evangelium verständlich zu machen. Viele Muslime waren erstaunt über „die ganz andere Art“ von Christen, die nicht mit den Klischees über die Kirche und Europa übereinstimmten. Der Moslem sieht in jedem Europäer einen Christen und wird von dem unmoralischen Lebenswandel in seiner Meinung über Christen bestärkt. Immer wieder wurde versucht, anhand von unmoralischen und unbiblischen Praktiken und Auffassungen von Vertretern der offiziellen Kirchen das Christentum zu hinterfragen, sodass wir ihnen immer wieder verständlich machen mussten, dass wir uns von jeder religiösen Institution distanzieren. Mittlerweile wurden von uns drei Bücher verschickt, obwohl wir insgesamt nur wenige Gutscheine verteilen konnten.

Missionsfeld Deutschland
An diesem Abend wurde wiederum deutlich, dass Christen nicht unbedingt ins Ausland reisen müssen, um Muslimen das Evangelium zu erklären. Der Islam ist eine so weit fortgeschrittene Religion, die in unserer direkten Nachbarschaft praktiziert und verbreitet wird. In Deutschland leben etwa 3,5 Millionen Muslime! Muslime sind keine hoffnungslosen Fälle, sie müssen nur das Evangelium hören und vorgelebt bekommen, damit sie endlich erkennen können, dass der große Gott wirklich als Mensch auf diese Erde kam um für unsere Sünden zu sterben. Diese Tatsache, die leider von immer mehr „Christen“ geleugnet wird und sogar viele bekennende Christen mittlerweile kalt lässt, ist für Muslime unvorstellbar. „So etwas würde Gott niemals tun!“ Wir dürfen wissen, dass Gott in Christus Mensch wurde und so unsere Errettung vollbrachte. Das ist das Evangelium - die Frohe Botschaft für alle Menschen - auch für alle hier bei uns lebenden muslimischen Mitbürger!

Nachtext

Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verloren
gehen, Torheit – uns aber, die wir gerettet werden, ist es Gottes Kraft.

1. Kor. 1,18

Quellenangaben