J.E. Lövgren: "Und ihre Lampen verlöschen"
Text
Viele, die diese lange Jahre vergriffene Erzählung kennen, werden sich über die 7. Neuauflage freuen, die im vergangenen Jahr wieder erschienen ist.
Diese Erzählung aus Norwegen behandelt ein aktuelles und brennendes Problem: die Folgen der Verkündigung eines verkürzten, dem religiösen Menschen angepaßten „Evangeliums" in den evangelikalen Kreisen.
Man kann nur wünschen, daß dieses spannende, aufrüttelnde Buch eine weite Verbreitung findet und mithilft, die Augen für die Oberflächlichkeit der bei uns überall anzutreffenden Evangelisations— und Gemeindewachstumspraktiken zu öffnen, die dazu führen, daß das Evangelium wie eine Schleuderware angeboten wird.
Buchauszug:
„Sage mir doch, was an meiner Verkündigung falsch
ist."
…Lyngeids Augen waren hart wie Stahl, aber doch wie Stahl, der im Begriff stand, von der Glut der Liebe heiß zu werden.
„Du betreibst religiöse Fabrikarbeit."
Kraftvoll und unbarmherzig fielen diese Worte, und Lings energisches Gesicht straffte sich.
„Und was fabriziere ich?” fragte er scharf zurück.
„Törichte Jungfrauen!"
Lings Augen schossen Blitze, und seine Stimme zitterte, als er sagte: „Weh mir, wenn das wahr ist!"
„Ja, weh dir, wenn das wahr ist!"
Sie maßen sich mit den Augen, die beiden Streiter…"
(S. 88)
Quellenangaben
Brockhaus Tabu, 157 S., DM 5.95