Regina Bladt: Dann wär' man nicht mehr so einsam
Text
Ich habe dieses Buch mit großer innerer Bewegung ohne Unterbrechung gelesen. Die Verfasserin schildert eine Clique junger Menschen, die im Märkischen Viertel Berlins aufwachsen, Probleme mit Elternhaus, Schule und Kriminalität haben und durch ihren gläubigen Klassenlehrer herausgefordert werden, über ihr eigenes Leben nachzudenken.
Die Situation der kaputten Familien, der kriminellen Szene, die Hoffnungslosigkeit und die gespaltene Gefühlswelt vernachlässigter junger Menschen wird so einfühlsam und wirklichkeitsnah beschrieben, daß ich dieses Buch allen Eltern, Erziehern und auch jungen Menschen, die in ähnlichen Verhältnissen aufwachsen, wärmstens empfehlen kann. Ein Buch, das man auch solchen Menschen in die Hand geben kann, die ein auf den ersten Blick "christliches" Buch nicht lesen würden.
Quellenangaben
Brockhaus, Tabu, 192 S., DM 9.95