Zeitschrift-Artikel: J.B. Stoney: "Die Erziehung in der Schule Gottes"

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Titel: J.B. Stoney: "Die Erziehung in der Schule Gottes"
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

J.B. Stoney: "Die Erziehung in der Schule Gottes"

Vortext

Text

Für diese sehr preiswerte Neuauflage kann man nur dankbar sein. Stoney, dessen Schriften übrigens W. Nee nicht unbedeutend geprägt haben, spürt in die­sen Betrachtungen die Erziehungswege Gottes mit seinen Knechten auf. Das Leben von 23 Personen der Bibel (mit Ausnahme des Apostels Paulus alle aus dem AT) wird unter diesem Gesichtspunkt be­trachtet.
Ein oberflächlicher Leser wird mit diesen Ausle­gungen nicht viel anfangen können. Dieses Buch er­fordert ein konzentriertes, besinnliches Lesen, denn Stoney —im Gegensatz zu vielen heutigen Autoren—sagt mit wenigen Sätzen sehr viel aus.
Wer sich die Zeit und Ruhe dafür nimmt, wird reich gesegnet werden und tiefe Eindrücke von der Weis­heit und Gnade Gottes in Seinen Erziehungsmetho­den mit Seinen Kindern bekommen.

 

Einige Zitate möchte ich hier wiedergeben:

(Zu Adam, S.7) „Gott überführt nicht vor­schnell. Er möchte, daß wir durch die Wirkung Seines Wortes auf unser Gewissen uns selbst zuerst überführen. Es hilft wenig, einem eitlen Menschen seine Fehler vorzuhalten; im allge­meinen veranlaßt ihn das nur, sich noch besser zu verbergen oder herabzumildern. Es ist sehr schwierig, jemanden, der krank ist, aber es selbst nicht glaubt, dahin zu bringen, daß er die notwendige Lebensweise befolgt; je mehr Einwendungen man ihm macht, desto eifriger wird er versuchen, zu beweisen, daß man Un­recht hat, und so verschlimmert man die Krank­heit, die man lindern wollte."

 

(Zu Jakob, S.48) ‚Je verständnisvoller der Wil­le des Menschen ist, und je tiefer er von der Ab­sicht Gottes beeindruckt ist, soviel nötiger ist seine Unterwerfung unter Gott, denn sonst wird er versuchen, mit fleischlichen Mitteln zu errei­chen, was der Weisheit Gottes überlassen wer­den sollte; und daraus entsteht Unruhe.

Der solchermaßen tätige Wille benötigt Selbst­gericht; denn sein Fehler ist nicht, daß er den Willen Gottes zurückweist oder mißversteht, sondern daß er ihn mit der eigenen Kraft zu un­terstützen und zu verwirklichen trachtet. Wenn das der Fall ist, läßt der Herr zu, daß Sein Knecht durch traurige Erfahrungen das Ende seiner eigenen Pläne sieht."

Ein sehr wertvolles, tiefschürfendes Buch für den gereiften Bibelleser!

Nachtext

Quellenangaben

Ernst Paulus-Verlag

 

322 S., DM 13.80