Zeitschrift-Artikel: Wir wählten die Wahrheit

Zeitschrift: 33 (zur Zeitschrift)
Titel: Wir wählten die Wahrheit
Typ: Artikel
Autor: Reinhold & Heidi Unger
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 439

Titel

Wir wählten die Wahrheit

Vortext

Text

Etwa sechs Jahre liegen zurück, als meine Frau und ich Selbsterlösung durch wissenschaftliche Techniken, Yoga, Meditation und Agnihotra für möglich hielten.
Agnihotra ist der erste Schritt eines fünffältigen Pfades aus den Veden. Nach dieser östlichen Erlösungsphilosophie führt Agnihotra zur Reini­gung der Atmosphäre und somit des Gemüts. Bei diesem Vorgang, das als Morgen- und Abend­opfer dargebracht wird, soll ein Zustand erreicht werden, welcher in der Bibel als „Erneuerung

des Geistes" erwähnt sein soll.

(Die Veden sind das älteste Weisheitsgebäude das der Mensch kennt, und sollten nicht mit einem sektiererischen Begriff wie Hindu, Christen, Moslems, Buddhisten usw. in Verbindung ge­bracht werden. Zitat aus Satsang Nr. 15)

Wir glaubten ernsthaft, daß dies Wege seien, um die Gunst Gottes zu erlangen.

Weil wir die einzige Gerechtigkeit, die vor Gott gilt - Jesus Christus - nicht erkannten, versuch­ten wir mit einer Gruppe von „Gleichgesinnten" eine von Blindenleitern vorgelebte Selbsterlösung (Befreiung) anzunehmen.

Wir glichen den Vielen auf dem breiten Wege,
als ob man am Nordpol den Südpol finden könnte.

Als wir zur damaligen Zeit in unserem Hause einen Feuertempel planten, und Agnihotra schon praktizierten, wollten meine Frau und ich einen gläubigen Christen von der Richtigkeit unserer Praktiken überzeugen.

Es kam aber alles ganz anders. Dafür sei dem Alleinigen Gott in alle Ewigkeit gedankt. ER, welcher „vielfältig und auf mancherlei Weise ehe­mals zu den Vätern geredet in den Propheten, hat am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohne" (Hebr. 1,1). Die Langmut und Güte Gottes brachte uns zur Erkenntnis der Wahrheit. Jesus spricht: „Ich bin nicht gekommen, um (Selbst-) Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur Buße" (Luk. 5.32).

Wir durften nun beide, zeitlich jedoch verschieden, anhand des Wortes Gottes erkennen, daß jede Form von Selbsterlösung - dazu gehört auch die religiöse Selbstgerechtigkeit - Selbstbetrug ist. Alles, was sich an Aussage der Menschen nicht mit dem Worte Gottes deckt, ist für unser Heil vollkommen wertlos, es führt zu irrigen Auffassungen und bringt ins Verderben.

Durch die Gnade Gottes wurde uns klar bewußt, daß Jesus Christus der Sohn des lebendigen Gottes ist. „Wer an den Sohn glaubt (sich unterwirft und gehorcht) hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm" (Joh. 3.36).

Im Licht der Heiligen Schrift erkannten wir un­seren Irrweg und auch unseren Zustand. So kamen wir nun als mühselige und von Schuld beladene Sünder in aufrichtiger Buße zu unserem Herrn Jesus. Als wir IHM unsere Sünden und Übertre­tungen bekannten, wurden wir uns der völligen Vergebung durch SEINEN freiwilligen Opfertod am Kreuz von Golgatha völlig gewiß.

Dort hat ER für alle, die an IHN glauben, ewiges Heil erworben. Reingewaschen im Blut des Lammes begannen wir nun als neugeborene Kinder den Fußstapfen unseres treuen Heilandes zu folgen.

Wie die ersten Gläubigen seit der Ausgießung des Heiligen Geistes, welche SEIN WORT auf­nahmen und sich taufen ließen, taten auch wir und wünschten ebenso zu „verharren in der Lehre

der Apostel, in der Gemeinschaft (mit allen Er­lösten), im Brechen des Brotes und in den Gebe­ten" (Apg. 2.42).

Wie alle SEINE Jünger haben auch wir den Wunsch, in aller Abhängigkeit vom HERRN seinen Mis­sionsauftrag auszuführen.

So gab uns der HERR erstmals am 4. Juli 1977 eine geöffnete Tür, um eine größere Gruppe von Geschwistern und interessierter Zuhörer zu einem Dia-Vortrag über den missionarischen Dienst auf den Philippinen einzuladen.

Diesen großen Auftrag für jedes Gotteskind, von Gott gewollt zur Rettung von Menschen, durften wir mit großem Dank miterleben. Dabei wußten wir, daß ER nicht in erster Linie unsere Aktivitäten, sondern unser ungeteiltes Herz wünscht. In unserem Herzen entbrannte der Wunsch, noch viele solcher Zusammenkünfte zu haben.

Dies führte auch dazu, daß wir einen bisher unbenutzten Raum in unserem Haus ausbauten, wofür unser treuer HERR in wunderbarer Weise die Mittel zur Verfügung stellte.

So erfolgten in unserem kleinen Heimatdorf Liggeringen auf dem Bodanrück zwei Evangeli­sationen mit den Evangelisten Wilhelm Pahls und Hans Winterhoff.

Auch freut uns sehr, daß unser HERR seit dieser Zeit eine von IHM geschenkte Bibelklasse dazu benutzt, SEIN Werk weiterzuführen. Jeden Monat darf hier durch unseren lieben Bruder Paul Kiene das Evangelium der Gnade verkün­digt werden, welches Sinnesänderung bewirkt, Glauben an den Herrn Jesus weckt, und in den ganzen Ratschluß Gottes einführt.

JESUS spricht: „Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger ; und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen" (Joh. 8.31.32). Dieses „Erkennen der Wahrheit" führte uns aus der Knechtschaft der Sünde hin zur Freiheit der Kinder Gottes und zum gesegneten Glaubens­gehorsam.

 

Wer wie der verlorene Sohn aus Lukas 15, 11 -32, rechtzeitig aus dem Todesschlaf erwacht, und zum einzigen Arzt und Retter der Seele eilt, erlangt durch diese gottgewollte Umkehr Befreiung, ewige Freude und ewiges Leben.

Nachtext

Quellenangaben