Zeitschrift-Artikel: Musikinstrumente in der Bibel und ihre geistliche Bedeutung 2. Teil

Zeitschrift: 37 (zur Zeitschrift)
Titel: Musikinstrumente in der Bibel und ihre geistliche Bedeutung 2. Teil
Typ: Artikel
Autor: Roger Liebi
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 269

Titel

Musikinstrumente in der Bibel und ihre geistliche Bedeutung 2. Teil

Vortext

Text

„Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist; (denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!") auf daß der Segen Abrahams zu den Nationen käme, auf daß wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glau­ben."

Das Wort „Tseltselim" (Plural von Tseltsal) bezeichnet gemäß seiner Wortwurzel „tsalal" (klingeln, rasseln, schwirren) Rasselinstrumente. Es handelt sich hierbei um Instrumente aus Metall­stäben, an denen freibewegliche Blechstücke an­gebracht sind. Durch Schütteln derselben ergibt sich ihr Rasselklang. Die Tseltselim kommen im AT nur in 2. Sam. 6,5 und Ps. 150,5 vor.

In 5. Mose 28, wo Gott dem Volke Israel den Segen und den Fluch vorstellt, den Segen bei Ge­horsam, den Fluch bei Ungehorsam seinem Wort gegenüber, findet sich die Einzahlform „Tseltsal", als Bezeichnung für ein schwirrendes Tierchen, das sich an der Ausführung des Gerichtes Gottes beteiligen sollte (5. Mose 28,42).
Dieses abfreßfreudige Tierchen spricht von dem Fluche des Gesetzes.
So reden die Tseltselim in bildlicher Sprache von der erschütternden Wahrheit aus Gal. 3,13+14:

Das Wort Metsaltajim bezeichnet nach seiner Wortwurzel „tsalal" ebenfalls ein Rasselinstrument, allerdings eines, das aus zwei Teilen besteht,

(„ajim" bezeichnet im Hebräischen den Dual) nämlich das Becken.

Die Metsaltajim kommen u. a. vor in 1. Chron. 13,8; 15,16; 19,28; 25,1; 2. Chron. 5,12; Esra 3,10; Neh. 12,27 usw.
In 1. Chron. 15,19 wird von ehernen Cym­beln, d.h. Cymbeln von Kupfererz oder Bronze 80% Kupfer) gesprochen. Auch die erhöhte Schlange in der Wüste (Joh. 3,1416; 4. Mose 21) und der Brandopferaltar in der Stiftshütte (2.Mose 27) waren ehern! Kupfer spricht in der Bibel, wegen seiner besonderen Feuerfestigkeit (sein Schmelzpunkt liegt mit 1085 Grad C höher als der des Goldes), von dem, der das Feuer des Zornes Gottes, das uns hätte erreichen sollen, stellver­tretend am Kreuz völlig erduldet hat.

In Psalm 88,16 hören wir prophetisch seine Stimme: „Deine Zorngluten sind über mich hinge­gangen, deine Schrecknisse haben mich vernich­tet."

Wecken solche Tatsachen in uns nicht eine vertiefte Liebe zu dem, der uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat (Eph. 5,2 u. 25; Gal. 2,20) ?
In 1. Chron. 15,16 stehen die Metsaltajim in Verbindung mit Freude: Er litt solches, damit wir uns in ihm in Gemeinschaft mit dem Vater freuen könnten (vgl. 1. Joh. 1,3+4)!

IX. Der Pagamon — „Schelle", „Glocke"
Siebenmal spricht der Heilige Geist von diesem Instrument, das in größerer Anzahl an der Klei- dung des Hohenpriesters angebracht werden sollte (2. Mose 28,31-35). Diese Schellen sollten von reinem Gold sein (2. Mose 39,5). Wenn der Hohe­priester seinen Dienst tat im Heiligtum, sollte ein vielsagendes Klingeln dieser Pagamonim ge­hört werden (2. Mose 28,35).

Der Herr Jesus ist unser großer Hoherpriester (Hebr. 4,14), der jetzt im Heiligtum für uns betet, um uns aus allen Versuchungen und Nöten zu retten (Hebr. 7,25). Von diesem Dienst gibt er uns ein Zeugnis in seinem Wort durch den Heiligen Geist.

 

Schlußbemerkungen

Es gibt noch mehr Instrumente in der Bibel (z. B. Sach. 14,20; Ps. 150,4 usw.). Vielleicht haben die vorausgegangenen Ausführungen gewisse Anregungen gegeben, um dieses Thema im per­sönlichen Studium noch weiter zu erarbeiten.

Nachtext

Quellenangaben