Zeitschrift-Artikel: Im "Ursprungsland der Reformation"

Zeitschrift: 157 (zur Zeitschrift)
Titel: Im "Ursprungsland der Reformation"
Typ: Artikel
Autor: Silas, Lucas Wirth, Müller
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 220

Titel

Im "Ursprungsland der Reformation"

Vortext

Text

Gestern sind wir wieder von dem Missions-Einsatz in Magdeburg zurückgekommen. Dem Herrn sei alle Ehre, dass wir sehr viele Menschen am Jahresende 2016 mit dem Evangelium erreichen konnten und während dieser Zeit die Hilfe unseres Herrn erlebt haben.
Auf der Fahrt von Niedersachsen im Übergang zu Sachsen-Anhalt liest man auf den Autobahnschildern der A2 folgenden Slogan: „Ursprungsland der Reformation“. Das Bundesland, in dem Luther die Bibel ins Deutsche übersetzt und mit Hilfe des Buchdrucks den deutschsprachigen Raum erfasst hat und wo seine 95 Thesen veröffentlicht wurden.

 

Leider Stagnation statt Reformation!

Leider ist dort heute wenig bis nichts mehr von einer geistlichen Reformation – wie zur Zeit Luthers – zu sehen. Stagnation statt Reformation beschreibt heute leider sehr prägnant die geistliche Landschaft dieser Gegend. Ein Tatbestand, der uns wieder neu die Dringlichkeit und Notwendigkeit des Evangeliums für diese Gegend aufgezeigt hat. Mit Gottes Versprechen, dass sein Wort nicht leer zurückkehren wird, und dem Bewusstsein, dass sehr viel zu tun ist, sind wir in den Einsatz gestartet.

Wir konnten ca. 12.500 Bücher von „Lebens-Wende“ in den Städten verteilen, ca. 60.000 Gutscheine für den „Leben-ist-mehr Kalender“ (inklusive einem Einsatz am 10. Dezember) und 10.000 Einladungen für zwei evangelistische Vorträge in Briefkästen einwerfen und in der Innenstadt während dieser Zeit einen Büchertisch haben. In Berlin konnten wir 10.000 Flyer anlässlich des Einsatzes weitergeben.

Wie bereits in den letzten beiden Jahren stand uns wieder netterweise das Haus der Familie McKenzie als Basislager zur Verfügung, indem der Großteil der Mitarbeiter (26 Brüder) auch übernachten konnten. An dieser Stelle sei angemerkt, dass das Vertrauen dieser Familie und ihre Großzügigkeit und Gastfreundschaft uns gegenüber für uns alle zum Vorbild gewesen ist.

 

Unterwegs in Magdeburg, Köthen, Halle und Berlin

Neben den Verteildiensten in Magdeburg und vielen umliegenden Dörfern, waren wir dieses Jahr auch wieder in Köthen aktiv (ca. eine Stunde südlich von Magdeburg) und haben Bücher sowie Gutscheine verteilen können.

Anlässlich der Anschläge in Berlin konnten wir dort in der Innenstadt einige Flyer, auch in Briefkästen, verteilen. Leider haben wir gemerkt, wie unbeeindruckt sich die Berliner nach den Anschlägen verhalten haben, indem sie dem Evangelium sehr ablehnend gegenüberstehen. Am 30.12. durften wir mit einigen Christen in Halle das Evangelium an Menschen weitergeben, die Gott noch nicht kennen.

Zu den Vortragsabenden in Magdeburg kamen am ersten Abend zwei Ungläubige und am zweiten Abend vier Fremde (einer von ihnen war vielleicht schon Christ). Dafür sind wir sehr dankbar und beten, dass Gott nachhaltig an ihren Herzen wirkt.

 

Die Saat wird aufgehen!

Vielen Dank all denen, die für uns gebetet haben! Der Herr hat uns auf den Fahrten bewahrt und einen grandiosen Zusammenhalt im Team geschenkt. Vielen Dank für eure Mitarbeit am Evangelium. Lasst uns weiter beten, dass der ausgestreute Same reichlich aufgeht.

 

Am Ende dieser Zeit bleibt bei aller Ablehnung dem Evangelium gegenüber bestehen, dass wir nicht wissen, ob „dieses oder jenes oder ob beides zugleich gut werden wird“ (Pred 11,6b). Aber wir vertrauen darauf, dass nicht nichts aufgehen wird und sich das „Ursprungsland der Reformation“ – wie bereits vor 500 Jahren – zurück zu unserem Gott und seinem Wort wenden wird. 

Nachtext

Quellenangaben