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Zeitschrift-Artikel: Zu Heft 38 - "Willst Du gesund werden?"

Zeitschrift: 40 (zur Zeitschrift)
Titel: Zu Heft 38 - "Willst Du gesund werden?"
Typ: Artikel
Autor: Daniel Bien
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 210

Titel

Zu Heft 38 - "Willst Du gesund werden?"

Vortext

Text

Als ich "FuT" auf meinem Schreibtisch liegen sah, begab ich mich sofort daran, wie gewöhnlich, von vorne an zu lesen. So kam es auch, daß ich sehr bald auf den Satz stieß, der mich anregte, in die­sem Leserbrief einige Gedanken zu äußern.

Hermann Grabe schreibt hier, daß wir uns als Christen nicht verleiten lassen sollten, für El Salvador zu demonstrieren, während wir zu Hause unsere Pflichten vernachlässigen. Ich muß in die­sem Zusammenhang das Gesagte unterstreichen.

Mit dieser Aussage begibt sich H. Grabe in ein Grenzgebiet, denn hier stellt sich sicherlich nicht nur mir die Frage, ob demonstrieren oder auf sozialer Basis arbeiten immer ein Verleiten des Teufels, also Sünde ist.

Zusammengefaßt also:

In welchem Bereich liegen die Aktivitäten eines Christen?

Ich will versuchen, hier eine klare Grenze zu ziehen. Ein Christ hat zwei Hauptaufgaben:

1.   Das Gebet (Anbetung, Dank, Fürbitte)

2.   Aktives Handeln für unseren Herrn, wobei das Gebet uns die Kraft und die Motivation zu den Aktivitäten gibt.

Ich möchte zwei gegensätzliche Beispiele nennen:

1.    Die EFD (Evangelische Frauenarbeit in Deutsch­land), Hauptakteur in der Aktion "Kauft keine Früchte der Apartheit" (Früchte aus Südafrika) setzte sich bei ihrer Gründung folgenden Grund­satz: "Das missionarische Zeugnis und das Enga­gement für die Entwicklung, die Verkündigung des Heils im gekreuzigten Christus und ein ver­antwortungsvolles Mitwirken im gesellschaftli­chen Leben gehören zusammen." (Politik im Ein­kaufskorb, S. 14, von Edda Stelk) Heute arbei­tet sie nur auf sozialer Basis mit 3. WELT­LÄDEN u.a. zusammen.

2.    Die Studenten-/Schülermission in Deutschland (SMD) hatte sich ebenso zum Ziel gesetzt, be­sonders Schüler und Studenten zu evangelisie­ren. Mittlerweile hat sie sich, zumindest an unserer Schule, zu einem mehr oder weniger er­baulichen Christentreff entwickelt. Schade!

Anhand dieser Beispiele kann man die Grenzen-fest­legen.

Grenze 1:

Unsere (sozialen) Aktivitäten dürfen nur so weit gehen, daß unser christliches Zeugnis im Vorder­grund steht.

Grenze 2:

Eine Gruppe kann nur lebendig sein, wenn sie ge­schlossen oder die einzelnen Mitglieder (regelmä­ßig) für ihren Herrn Zeugnis ablegen, wobei sie Grenze 1 nicht überschreiten dürfen.

Das heißt:

Auch eine Demonstration, ich meine hier Demonstra­tion (lat.: demonstrare; genau: zeigen, nachwei­sen) im ursprünglichen Sinne, ohne Assoziationen zu Gummiknüppeln, Tränengas und Schlägereien ha­ben zu müssen, kann Gott gefällig sein, wenn sie nach außen demonstriert, daß wir Christen uns den, um bei dem Beispiel zu bleiben, El Salvado­rianern solidarisch zeigen, indem wir ihnen mit dem Evangelium, aber auch, und das ist die direk­te Folge der neutestamentlichen Nächstenliebe, auf sozialer Basis helfen.

 

Daniel Bien

Nachtext

Quellenangaben