Zeitschrift-Artikel: D.R. McConnell: Ein anderes Evangelium

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Titel: D.R. McConnell: Ein anderes Evangelium
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
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Titel

D.R. McConnell: Ein anderes Evangelium

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Text

In diesem äußerst aktuellen und mutigen Buch unternimmt der Autor - selbst Charismatiker und Mitarbeiter von "Jugend mit einer Mission - eine historische und biblische Analyse der "Wort-des-Glaubens" - Bewegung, bzw. der sog. "Glaubensbewegung", die in den USA einen Großteil der Charismatischen Bewegung ausmacht und vor allem durch Kenneth Hagin, Kenneth Copeland, John Osteen, Charles Capps, Hobart Freeman usw. vertreten wird bzw. wurde. In Deutschland hat diese Bewegung ein Zentrum in Feldkirchen unter der Leitung von John Angelina.

Ein weiterer bekannter Prediger der "Wort-des-Glaubens" - Theologie ist der Berliner Wolfhard Margies, ebenso wie Terry Janes (Köln) und die in den letzten Jahren in Verbindung mit ihm entstandenen sogenannten "Christlichen Gemeinden".

McConnell weist eindeutig nach, daß der "Vater" der "Glaubensbewegung", Kenneth Hagin, fast alle Sondererkenntnisse von Kenyon übernommen und fast wörtlich unter seinem eigenen Namen veröffentlicht hat, obwohl Hagin nach wie vor behauptet, diese Erkenntnisse durch göttliche Offenbarungen und Jesuserscheinungen bekommen zu haben.

Der Autor beweist weiter, daß alle charakteristischen "Glaubenslehren" über Gesundheit, Wohlstand usw. aus dem linitarismus", dem "Neuen Denken" und der "Christlichen Wissenschaft" kommen. Die Führer dieser Bewegung werden als Irrlehrer entlarvt, aber leider genießen sie bis heute teilweise ein hohes Ansehen in der Pfingst- und Charismatischen Bewegung.

Das betrifft vor allem die abscheuliche, gotteslästerliche Lehre über die Versöhnung, die Jesus angeblich nicht am Kreuz, sondern in der Hölle (I) vollbracht haben soll, als er nach seinem leiblichen Tod die "Natur Satans' (1) angenommen, in der Hölle gequält und Satan als Lösegeld (I) geopfert worden sei.

Man kann nur hoffen, daß die Charismatiker, welche die Bücher von Dave Hunt ("Verführung der Christenheit" und "Rückkehr zum biblischen Christentum") ignoriert haben, sich nun von einem Charismatiker warnen lassen. Auch wenn der Autor als Charismatiker einige Lehren vertritt, die ich nicht teilen kann, so sollte man dieses Buch dennoch weit unter den Charismatikern verbreiten, weil es die meisten Modelehren dieser Bewegung überzeugend widerlegt. 

Nachtext

Quellenangaben

Fliß, Pb., 238 S., DM 19.80