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Typ: Artikel
Autor: William MacDonald
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Text

Bei fast jedem Menschen gibt es Dinge im Leben, die er sich selbst nie ausgesucht hätte – die er gerne los wäre, die aber nun einmal nicht zu ändern sind. Es kann sich um körperliche Behinderungen oder chronische Krankheiten handeln. Oder aber eine nervliche Störung, eine Gemütskrankheit taucht immer wieder aus unwillkommener Gast auf. So viele Menschen leben ein Leben voll bitterer Niedergeschlagenheit und träumen davon, was wäre wenn! Wenn sie nur hübscher wären ... Wenn sie sich nur vollkommener Gesundheit erfreuen könnten ... Wenn sie nur in eine andere Familie, in eine andere Rasse oder sogar mit einem anderen Geschlecht geboren wären ... Die Lektion, die diese Menschen lernen sollten ist die, dass wahrer Friede darin liegt, anzunehmen, was man nicht ändern kann. Was wir sind, sind wir durch die Gnade Gottes. Er hat unser Leben mit unendlicher Liebe und unendlicher Weisheit geplant. Wenn wir alles so gut beurteilen könnten wie Er, hätten wir die Dinge genau so arrangiert wie Er. Deswegen sollten wir sagen können: „Ja, Vater, denn also war es wohlgefällig vor dir.“ Aber es geht noch einen Schritt weiter. Wir müssen diese Dinge nicht nur einfach in einer Gesinnung sanftmütiger Resignation akzeptieren. Indem wir wissen, dass sie von einem Gott der Liebe zugelassen wurden, können wir sie zu einem Gegenstand der Freude und des Lobpreises werden lassen. Paulus betete dreimal darum, dass sein Dorn im Fleisch entfernt werden möge. Als der Herr ihm genügend Kraft verhieß, um den Dorn ertragen zu können, rief der Apostel aus: „Daher will ich am allerliebsten mich vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus über mir wohne.“ (2. Korinther 12,9) Es ist ein Zeichen geistlicher Reife, wenn wir in den scheinbar widerwärtigen Umständen des Lebens frohlocken und sie in ein Mittel zur Verherrlichung Gottes verwandeln können.

Nachtext

»Ich bin überzeugt, dass die Leiden dieser Zeit nichts bedeuten gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.«
Römer 8,18

Quellenangaben

Aus: Licht für den Weg, Tägliche Andachten, CLV