Zeitschrift-Artikel: Elisa – einer von Gottes Segensträgern Teil 10

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Titel: Elisa – einer von Gottes Segensträgern Teil 10
Typ: Artikel
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Elisa – einer von Gottes Segensträgern Teil 10

Vortext

Und das Kind wuchs heran. Und es geschah eines Tages, da ging es hinaus zu seinem Vater, zu den Schnittern. Und es sprach zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Und er sprach zu dem Diener: Trag ihn zu seiner Mutter. Und er nahm ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter; und er saß auf ihren Knien bis zum Mittag, und er starb. Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes und schloss hinter ihm zu und ging hinaus. Und sie rief ihren Mann und sprach: Sende mir doch einen von den Dienern und eine von den Eselinnen, und ich will zu dem Mann Gottes laufen und wiederkommen. Und er sprach: Warum willst du heute zu ihm gehen? Es ist weder Neumond noch Sabbat. Und sie sprach: Es ist gut. Und sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Diener: Treibe immerfort; halte mich nicht auf im Reiten, es sei denn, dass ich es dir sage! So zog sie hin und kam zum Mann Gottes auf den Berg Karmel. Und es geschah, als der Mann Gottes sie von fern sah, da sprach er zu Gehasi, seinem Diener: Sieh dort die Sunamitin! Nun lauf ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir gut? Geht es deinem Mann gut? Geht es dem Kind gut? Und sie sprach: Gut. Und sie kam zum Mann Gottes auf den Berg und umfasste seine Füße. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzustoßen. Aber der Mann Gottes sprach: Lass sie, denn ihre Seele ist betrübt; und der HERR hat es mir verborgen und es mir nicht kundge- tan. Und sie sprach: Habe ich einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe ich nicht gesagt: Täusche mich nicht? Da sprach er zu Gehasi: Gürte deine Lenden, und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin; wenn du jemand triffst, grüße ihn nicht, und wenn jemand dich grüßt, antworte ihm nicht; und lege meinen Stab auf das Gesicht des Knaben. Und die Mutter des Knaben sprach: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich von dir lasse! Da machte er sich auf und ging ihr nach. Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das Gesicht des Knaben gelegt; aber da war keine Stimme und kein Aufmerken. Und er kehrte zurück, ihm entgegen, und berichtete ihm und sprach: Der Knabe ist nicht erwacht. Und als Elisa in das Haus kam, siehe, da war der Knabe tot, hingelegt auf sein Bett. (2Kö 4,17–32) › Glaube auf dem Prüfstand Gott hatte den tiefen Herzenswunsch der Sunamitin erfüllt und seine Verheißung durch Elisa wahr gemacht: „... einen Sohn zu dieser bestimmten Zeit, wie Elisa zu ihr geredet hatte.“ Inzwischen sind einige Jahre vergangen, über welche die Bibel schweigt. Der Junge ist inzwischen älter geworden, zumindest so alt, dass er zu seinem Vater aufs Feld gehen konnte, um ihm in der Erntearbeit etwas zu helfen – oder auch nur, um ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Plötzlich bekommt er heftige Schmerzen, läuft zu sei- nem Vater und schreit: „Mein Kopf, mein Kopf!“ Der vielbeschäftigte Vater weiß keinen anderen Rat, als einen Knecht zu rufen und ihm zu befehlen, das Kind zu seiner Mutter zu tragen. Damit wird ihr Glaube auf eine harte Probe gestellt. Diese ernüchternde Reaktion des Vaters auf das Problem seines Sohnes und der kurze Befehl an seinen Knecht geben Anlass, ein wenig über den Mann der Sunamitin, aber auch über uns und unsere Aufgaben als Ehe- männer und Väter nachzudenken. › „nur Arbeit war sein leben ...?“ Das Wenige, was wir aus dem Bibeltext über diesen Mann erfahren, ist ziemlich erschütternd. Er scheint kein Mann vieler Worte gewesen zu sein. Jedenfalls ist die Kommunikation mit seiner Frau recht dürftig. Auf den Vorschlag seiner Frau, dem Propheten Elisa ein kleines Gastzimmer einzurichten, erkennen wir keine Reaktion von ihm. Und als sein kleiner Sohn schmerzgeplagt um Hilfe schreit, erkennen wir bei dem beschäftigten Vater keine fürsorg- liche Anteilnahme. Er überlässt es einem Knecht, ihn zu seiner Mutter zu tragen. Seine Verantwortung als Vater schiebt er ab und läd sie seiner Frau auf, die sich um das Problem kümmern soll. Hat dieser reiche Mann nur Gewinn-Maximierung im Kopf? Hat der „Betrug des Reichtums“ ihn blind gemacht für den unbezahlbaren Wert einer harmonischen Ehe und einer guten Beziehung zu seinem Sohn? Bleibt sein Herz kalt, wenn der Kopf seines Sohnes glüht? Wir wissen es nicht. Aber wir Väter sollten uns die Frage gefallen lassen, wie wir mit den Fragen und Nöten unserer Söhne und Töchter umgehen, wenn sie um Hilfe schreiend ein offenes Ohr für ihre Herz- und Kopfprobleme erwarten. Hat der Autor von „Das Herz der Väter“ recht, wenn er diagnostiziert: „Es liegt im Herzen der Väter. Es liegt in einer Generation, die versagt hat, die sich selbst gelebt hat und nur zu oft ihre Kinder auf dem Altar ihres Egos und ihrer Selbst- verwirklichung geopfert haben.“1 Einige Beispiele aus eigener Erinnerung: „Papa, heute haben wir in Bio etwas über eine Ursuppe gehört, aus der das Leben entstanden sein soll. Kannst Du mir mal helfen, wie ich da als Christ reagieren soll?“ „Hab ich mich noch nie mit beschäftigt – muss noch Rasen mähen – frag die Mama!“ „Papa, irgendwie stimmt seit Wochen etwas mit meinem Körper nicht. Es ist mir peinlich, aber können wir mal darüber sprechen?“ „Auweia! Hab aber leider im Moment absolut keine Zeit – muss dringend noch ein paar Briefe schreiben. Sieh mal im Gesundheitslexikon nach – oder geh zur Mama!“ Diese Fragen und Antworten kann man fast endlos fortsetzen. Die Gelegenheiten und die Zeiten, die wir als Väter verpassen, um unseren Kindern in bestimmten Lebensabschnitten eine entscheidende Hilfe und ein Beistand zu sein, können wir wahrscheinlich nie wieder gut machen. Was gäbe ich darum, wenn ich meine Versäumnisse von damals nachholen könnte! Byron Forrest Yawn hat in seinem sehr empfehlenswerten Buch „Wann ist ein Mann ein wahrer Mann“ Beobachtungen geäußert, die jeder Vater ernst nehmen sollte: „Es fällt auf, wenn ein Vater sein Kind nur erträgt. Niemand weiß das besser als das Kind. Gleichzeitig bereichert aber nichts mehr das Leben eines Kindes, als ein Vater, der sich kümmert. Wenn ein Vater zuhört, seinen Sohn im Auge behält und für seine Seele sorgt, ist die Welt ein sicherer Ort. Es ist unnatürlich für einen Vater, seinen Sohn zu ignorieren. Es ist grausam. Es ist eine subtile Form des Verlassens. Kinder sind zufrieden mit dem kleinsten Krümel, der zufällig vom Tisch des Vaters fällt. Da die meisten Kinder sehr wenig von ihrem Vater haben, sind sie zufrieden mit allem, was sie bekommen. Väter können die kleinsten Dinge tun und damit bei ihren Kindern unglaubliche Freude erzeugen. Allein schon wenn sie von der Arbeit kommen, ist das ein großes Ereignis. Väter kommen nicht einfach heim. Sie laufen wie ein Schiff in den Hafen ein.“2 › Christsein nur Sonntags? Wenige Stunden später stirbt der erkrankte Junge auf den Knien seiner Mutter. Die Ängste, die Zweifel, der unsägliche Schmerz, den Tod des eigenen Kindes hautnah miterleben zu müssen, nimmt der Vater nicht wahr. Die Mutter weiß sich keine andere Hilfe, als das gestorbene Kind in das Obergemach zu tragen, auf das Bett des Mannes Gottes zu legen und die Tür zu verschließen. Sie wird dabei zu Gott geschrien und ihn an seine Verheißung erinnert haben. Sie vertraut ihren Sohn dem an, der ihr vor Jahren den Sohn angekündigt hat. Dann lässt sie durch einen Knecht ihren Mann vom Feld rufen und bittet ihn, ihr eine Eselin zu satteln und einen Begleiter zu senden, weil sie auf dem schnellsten Weg Elisa erreichen muss. Auf die erstaunte Frage ihres Mannes, warum sie es damit so eilig hat – schließlich sei doch heute kein religiöser Feiertag – kann sie nur ausweichend antworten: „Es ist gut“ (V. 23). Welch eine tragische Szene! Sie kann ihrem Mann ihre Not und ihre Anfechtungen nicht mitteilen. Ganz allein muss sie ihren Schmerz tragen – wahrscheinlich deswegen, weil sie keine Hilfe, keinen Beistand von ihm erwarten kann. Es scheint, als hätte er nie eine Antenne für ihre Glaubenserfahrungen gehabt und so bleibt sie auch jetzt mit ihrem Kummer allein. Kann es sein, dass auch unsere Frauen nach zahllosen Versuchen resignierend aufgegeben haben, unsere Anteilnahme für ihre Wünsche und Sorgen zu gewinnen? Nach dem Motto: „Es hat doch keinen Zweck!“ „Er kann oder will mich doch nicht verstehen!“ „Meine geistlichen Anliegen interessieren ihn nicht!“ „Arbeit und Hobby bedeuten ihm mehr als Ehe und Familie!“ „Das Auto bekommt mehr Aufmerksamkeit als ich.“ Wie viel Enttäuschung und Einsamkeit liegt in diesen drei Worten: „Es ist gut!“ – obwohl gar nichts gut war ... „Neumond und Sabbath“ – darin bestand die traditionelle Frömmigkeit ihres Mannes. Mehr Frömmigkeit schien ihm über üssig. Wir würden heute sagen: Der Gottesdienst am Sonntag und gelegentlich am Morgen ein Blatt aus „Gute Saat“ oder die Bibellese aus den „Losungen“ – das reicht. Tägliche „Stille Zeit“ vor dem Herrn, das Ringen in der Fürbitte um Familie, Freunde, Nachbarn usw. – das ist etwas für Frauen, Rentner oder für „Vollzeitige“. Nur ja nichts übertreiben ... › Gehasi – nur eine „taube nuss“? Eigenartig, aber dennoch leider auch zur Genüge bekannt: Die Männer in dieser Geschichte machen – mit Ausnahme von Elisa – keine gute Figur. Zunächst aber zu der Frau: Es treibt sie in die Gegenwart des Elisa. Der begleitende Knecht bekommt den dringenden Befehl, dem Esel die Sporen zu geben und nur ja nicht Pause zu machen, bis sie den Mann Gottes auf dem Karmel erreicht haben. Interessant, dass diese Frau weiß, wo Elisa sich aufhält. Es scheint so, als wäre der Berg Karmel das für Elisa, was Jahrhunderte später der Ölberg für unseren Herrn Jesus war: Ein Ort der Zurückgezogenheit und Stille vor Gott. Jedenfalls erkennt Elisa die Frau schon von weitem und er schickt ihr Gehasi entgegen, um nach ihrem Wohlergehen und dem ihres Mannes und Sohnes zu fragen. Die Sunamitin reagiert auf die Frage Gehasis ebenfalls mit einer kurzen, ausweichenden Antwort: „Wohl“. Woraus man schließen kann, dass sie zu dem Diener Elisas kein allzu großes Vertrauen hat und in ihm vielleicht ein Hin- dernis sieht, Elisa zu begegnen. Schade, wenn auch wir als kleine Diener unseres großen Herrn suchenden Seelen im Weg stehen oder die Sicht auf ihn versperren! Sobald sie aber endlich Elisa trifft, wirft sie sich ihm zu Füßen, worauf Gehasi die am Boden liegende Frau mit einer Geste der Empörung wegzustoßen versucht. Er tritt äußerlich für Anstand und Würde ein, während sein Herz schon mit ganz anderen Dingen erfüllt ist, wie wir im nächsten Kapitel sehen werden. (Die Analogie zu Judas heuchlerischem, empörten Verhalten Maria gegenüber liegt auf der Hand.) › Wissen und Begabung sind zu wenig ... Bevor wir auf Elisa und das Verhalten der Sunamitin ein- gehen, ein weiterer Blick auf Gehasi: Während die Mutter zunächst die Füße Elisas umfasst, schickt der Prophet seinen Diener mit dem eindeutigen Auftrag los, auf schnellstem Weg das kleine Obergemach in Sunem aufzusuchen und dem toten Jungen den Stab Elisas auf sein Angesicht zu legen. Unter keinen Umständen soll er sich von seinem Auftrag abhalten lassen (V. 19). Als Gehasi sich auf den Weg macht, folgen Elisa und die Sunamitin mit einigem Abstand nach. Ihre Beziehung zu Gott und zu dem Propheten werden in ihrem erstaunlichen Bekenntnis sehr deutlich: „So wahr der Herr lebt und deine Seele lebt, wenn ich von dir lasse!“ Diese Worte erinnern an Jakob, der auch eine schwere, lebensverändernde Nacht hinter sich hatte, als er sich ebenfalls an den Herrn klammerte und ausrief: „Ich lass dich nicht los, du habest mich denn gesegnet.“ (1Mo 32,26) Nach einigen Stunden Fußweg kommt ihnen Gehasi gedemütigt entgegen. Er hat den Befehl Elisas ausgeführt, sich nicht aufhalten zu lassen und den Stab Elisas – das äußere Zeichen der Autorität und Würde des Propheten – auf das Gesicht des verstorbenen Jungen gelegt: Vergeblich! Der Junge war und blieb tot. Wir lernen hier eine ernste Lektion: Man kann jahrelang in der Gemeinschaft eines Mannes Gottes leben, Augenzeuge göttlicher Wunder sein, die „Sprache Kanaans“ beherrschen, die Dogmatik der Bibel im Kopf haben und das Auftreten eines Propheten problemlos imitieren, ohne eine echte Beziehung zu Gott zu haben. Der leider früh verstorbene Evangelist Wolfgang Dyck (1939 – 1970) pfegte zu sagen: „Die Feierlichkeit ist das letzte Kleid Satans.“3 Daran erinnert auch das liturgisch einwandfreie, würdevolle aber auch geist- und kraftlose Auftreten des Gehasi. Treffend schreibt Paul Humburg: „Der Prophetenstab macht es nicht und auch nicht das Gehabe und Betragen wie ein Prophet. Und jungendlicher Eifer tut es auch nicht. Es kommt auf eine lautere, ungeteilte Hingabe an Gott an. Nicht auf die Form, sondern auf die Kraft des Propheten.“4 Schon im nächsten Kapitel werden wir Zeugen davon, wie dieser Mann sein Maske mit frommen Sätzen endgültig fallen lässt. Hans Dannenbaum schreibt dazu: „Liebe Brüder und Schwestern, hütet euch davor, dass ihr nur ja nicht den Propheten Gottes ihre Sprache nachschwatzt, während euer Herz ferne von Gott ist ... Die Sprache Kanaans kann auch ein Papagei lernen!“5 › Ein wohltuender Kontrast Wie wohltuend anders ist das Verhalten Elisas. An seinem Leben lernen wir immer wieder: Geistliche Reife ist immer mit Aufrichtigkeit und einer demütigen Selbsteinschätzung verbunden. Als Gehasi die Sunamitin wegstoßen will, weil sie sich nach seinem Empfinden ziemlich daneben benimmt, während sie die Füße des Propheten umklammert, wehrt ihm Elisa mit den Worten: „Lass sie, denn ihre Seele ist betrübt und der Herr hat es mir verborgen und mir nicht kundgetan.“ Wie selten sind heute Männer und Frauen, die nicht auf alle Fragen und Probleme einen „Deckel auf den Pott“ haben und die ihre Hilfosigkeit, Unwissenheit und Abhängigkeit von Gott bescheiden zugeben können. Elisas Verhalten ist eine schöne Illustration zu dem, was Paulus den Korinthern schreibt, die offensichtlich etwas zum Personenkult neigten: „Was aber hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?“ (1Kor 4,7) Aber auch die demütige, von jeder Bitterkeit freie Sunamitin zeigt eine vorbildliche Herzenshaltung in dieser schweren Glaubensprüfung. Sie schreibt dem Propheten nicht vor, was er zu tun hat oder was sie von ihm erwartet, sondern erinnert ihn nur an seine Verheißung, die er ihr zum Zeitpunkt ihrer Kinderlosigkeit gegeben hatte. Nicht sie hatte um einen Sohn gebeten, sondern Elisa hatte ihn verheißen. Damals hatte sie auf die unerwartete und überwälti- gende Verheißung mit dem inhaltsschweren Satz geantwortet: „Nicht doch, mein Herr, du Mann Gottes, belüge deine Magd nicht!“ (V. 16) Genau so dürfen auch wir in Situationen großer Anfechtung und Zweifel „unser Herz vor Gott ausschütten“ (Ps 62,9) und alle unsere Sorge auf Ihn werfen; denn er ist besorgt für uns. (1Petr 5,7)

Text

Nachtext

Quellenangaben

Quellenangaben 1 Klaus Güntzschel, „Das Herz der Väter“, Bielefeld, CLV 2016, S. 13 2 Byron Forrest Yawn, „Wann ist ein Mann ein wahrer Mann?“, Waldems, 3L 2015, S. 35 3 Wolfgang Dyck, „Einfälle, Ausfälle und sonstige Fälle“, Wetzlar, HSW 1969, S. 18 4 PaulHumburg,„AllerleiReichtum“,Barmen,Aussaat1929,S.205 5 Hans Dannenbaum, „Alte Brunnen“, Gladbeck, Schriftenmissions- Verlag 1959, S. 86