Zeitschrift-Artikel: "Warum machen Sie das?" Mit "JESUS RETTET" durch Hannovers City

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Titel: "Warum machen Sie das?" Mit "JESUS RETTET" durch Hannovers City
Typ: Artikel
Autor: Klaus Pehlke
Autor (Anmerkung):

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Titel

"Warum machen Sie das?" Mit "JESUS RETTET" durch Hannovers City

Vortext

Text

Warum machen Sie das? Schon seit Wochen wird mir jeden Samstag in Hannovers City, „Am Kröpcke“, immer wieder diese Frage gestellt. Ich bin 68 Jahre alt – und diese Frage ist mir bis dahin noch nie gestellt worden. Auch an meinem Bücherstand nicht, der nun im dritten Jahr an einer anderen, sehr belebten Stelle steht – und immer für ein Jahr im Voraus reserviert ist. Erlebnisse und Begegnungen motivieren mich, fortan auch „Am Kröpcke“ zu sein – und zwar lediglich mit dem Schild „JESUS RETTET“ und einem offenen Rucksack mit dem Buch „Jesus unser Schicksal“ von Pastor Wilhelm Busch. Die Maße des Schildes: Breite: 1,25m; Höhe 50cm; Schriftgröße: 32cm. Der Stab ist 2,20m hoch, so dass das Schild in einer Höhe von etwa 3,80m aus weiter Ferne gelesen werden kann. Damit bleibe ich auch an Ampel-Übergängen stehen und manchmal hupen vorbeifahrende Autos. Manche Insassen zeigen erfreut mit dem Finger nach oben, andere an die Stirn. Und „Alter geh nach Hause“ höre ich nicht nur einmal. Wenn ich dann mit Humor antworte: „So alt bin ich noch nicht, aber nach Hause gehe ich, in den Himmel!“, dann schmunzeln auch andere Passanten. › „Wir treffen uns am Kröpcke ...!“ Für Einheimische und Gäste ist das längst ein feststehender Begriff. Es ist der zentrale Platz und Treffpunkt im Zentrum Hannovers. Man verabredet sich an der Kröpcke-Uhr oder im anliegenden Café Kröpcke – seit 1869. Seit Wochen gehe ich mit meinem „JESUS RETTET“- Schild zu diesem Treffpunkt, stelle mich auf die Mitte des Platzes, gehe durch die lange Straße bis zum Hauptbahn- hof und bin viele Stunden „unterm Volk“. Hoch über den Köpfen der Menschen ist auch aus großer Entfernung „JESUS RETTET“ zu lesen. Nie habe ich dabei von mir aus Leute angeprochen, im Gegenteil – ich werde angesprochen und immer wieder die Frage, fast jeden Samstag: „Warum machen Sie das?“ Wer mir diese Frage ernsthaft stellt, der bekommt dann von mir das Buch „Jesus unser Schicksal“ in die Hand gedrückt. Klar, ich werde auch beleidigt und verächtliche Blicke treffen mich. Aber viel mehr bekomme ich Ermunterungen von Menschen, die sich als Christen bekennen und auch von solchen, die es einfach „gut“ und „mutig“ finden, dass ich mit dem Schild hier stehe – warum auch immer. Bei einer Begegnung in der City sagte mir ein Mann „Ich habe Sie schon öfters gesehen und ich finde es gut was Sie machen ...“ Es war der Oberbürgermeister der Stadt Hannover – der nicht mich, sondern „JESUS RETTET“ gesehen hatte. Von der letzten 1. Mai-Veranstaltung mit etwa 10.000 Besuchern gibt es ein Online-Foto: der Herr Oberbürger- meister spricht – und direkt neben seinem Gesicht ist zu sehen: „JESUS RETTET“. Alle anderen Transparente sind nicht zu lesen! Der Fotograf muss wohl eindeutig den Fokus so eingestellt haben. War es der gleiche Fotograf, der dafür sorgte, dass auf dem Bericht in der Online- Tageszeitung der HAZ über die Salafisten-Veranstaltung in Hannover das Schild „JESUS RETTET“ als erstes ins Auge fällt? „JESUS RETTET“ war (und bleibt) in Online- Zeitungen von Hannover zu lesen und war selbst in Fernseh-Einblendungen zu erkennen (NDR, ZDF) – war das nur „Zufall“? › „Agressionskiller“ Ich könnte nun von vielen „Begegnungen“ berichten und auch von solchen, die mit Humor gewürzt sind und die dann manchmal als „Agressionskiller“ wirken: „Kann Jesus auch Wasser zu Wein machen?“ brüllte ein Fußball-Fan. „Bei dir müsste er besser Wein zu Wasser machen!“ brüllte mein Humor zurück. Und dann passiert, was nicht selten vorkommt: Gruppen und Einzelne wollen sich mit mir und dem Schild fotografieren lassen. Warum? Ich weiß es selber nicht genau. Aber auf die Frage, warum ich „das mache“, antworte ich gerne und versuche zu erklären, warum ER das macht, warum „JESUS RETTET!“ „Du hast wohl eine Wette verloren!“ brüllt einer. Ich brülle zurück: „Nee, eine gewonnen!“ „Heil Satan!“, habe ich auch schon gehört – „Jesus ist Sieger!“ darf ich dann zurückrufen und hinzufügen: „Du bist auf der Verliererseite!“ Naja, sprachlos wurde ich auch schon: „Darf ich Sie mal was fragen?“ – „Ja bitte!“ – „Haben Sie eine Psychose?“ Da fällt mir im Moment nichts ein, „Kampf-Rhetorik“ vermeide ich lieber ... › Worum es geht ... Und, liebe Freunde und Leser: „JESUS RETTET“ muss im Fokus unserer evangelistischen Aktionen stehen und nicht „Jesus gibt dem Leben einen Sinn“! Das bemerkte schon Pastor Wilhelm Busch: „Einen Sinn kann ich auch im Ziegen-Zuchtverein finden!“ Die Frage „Warum machen Sie das“ erinnert mich stets an die Bibelstelle in 1Petr 3,15: „Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.“ „JESUS RETTET“ war erstmalig zu sehen, als Pierre Vogel am 29.3.2014 mit seiner Salafisten-Kundgebung in Hannover war. Gott gab mir Mut, mich direkt vor seine Bühne zu stellen und mitten unter 200 Sala sten „JESUS RETTET“ zu bezeugen. Eine Zeitung in Hannover berichtete, das drei Christen unter den 200 Salaisten waren, „unter Lebensgefahr!“ Beides ist total übertrieben. Es war nur einer da, der „JESUS RETTET“ bezeugen durfte und lebensgefährlich wurde es auch nicht. So Gott will werde ich – solange die Kraft reicht – weiterhin unter vielen hundert Menschen „Am Kröpcke“ sein. Ich freue mich schon auf den Weihnachtsmarkt. Dann wird man lesen und hören können, dass der Weihnachtsmann tot ist und der Herr Jesus lebt und rettet. Ich habe nämlich auch ein Megaphon. Als die 1. Mai-Parade unausweichlich nur ca. 3m an „JESUS RETTET“ vorbei marschierte, war laut zu hören: „Ohne Regen, ohne Gott, geht die ganze Welt bankrott.“ Ich nutzte Pausen zwischen Musikdarbietungen aus – und das wurde mir nicht verboten. Selbst von der Rathaus-Treppe konnte das Megaphon eingesetzt werden (aber bitte nicht unbedingt nachmachen). › Warum ich das mache? Ich habe dem Herrn Jesus – auch als Christ! – in der Vergangenheit viel Schande bereitet und hatte Grund zur Annahme, dass er mich dahingegeben hat zu tun, was nichts taugt. Ich habe die Angst erlebt, für ewig verloren zu gehen. Leute, ich habe oft geweint, geheult – und erlebt: „JESUS RETTET“ – auch Christen, die einen tiefen Fall erlebt haben. Nun aber singe ich oft aus dem Lied „Nur ein Blick des guten Hirten“ jenen Vers mit tiefem Dank: „Mußt du einen Fall beweinen, weine, doch verzweifle nie,komm zum Herrn, Er kennt die Seinen und erbarmt sich über sie.“ Warum ich das mache, dass weiß der HERR Jesus und auch die Menschen, die mich ansprechen, werden es hören. Und wer dann mit dem Buch „Jesus unser Schicksal“ weitergeht und es liest, wird vielleicht bald zu denen gehören, die selbst bezeugen können: „Jesus rettet!“

Nachtext

Quellenangaben