Zeitschrift-Artikel: SpurgeonsVermächtnis

Zeitschrift: 140 (zur Zeitschrift)
Titel: SpurgeonsVermächtnis
Typ: Artikel
Autor: C.H. Spurgeon
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 79

Titel

SpurgeonsVermächtnis

Vortext

Am 7. Juni 1891 hielt Charles Haddon Spurgeon seine letzte Predigt im Metropolitan Tabernacle in London. Seit dem Umzug seiner Gemeinde in dieses Gemeindehaus im südlichen Teil Londons waren 30 Jahre vergangen. Wenige Monate später starb er am 31.01.1892 im Alter von 58 Jahren. Der Abschnitt aus 1. Samuel 30,21-26 diente Spurgeon als Ausgangstext für seine Predigt, welche er an seine Gemeinde richtete, die ihm ans Herz gewachsen war. Die letzten Worte seiner Predigt lauteten:

Text

Und was ich als Letztes zu sagen habe, ist dies: Wie sehr wünsche ich mir, dass du, der du dem Herrn noch nicht folgst, zu ihm kommen mögest, damit du erkennst, was für ein freundlicher und barmherziger Herr er ist! Junge Männer, wenn ihr euren Führer sehen könntet, ihr würdet eure Knie beugen und ihn bitten, dass er euch erlaubt, sich denen anzuschließen, die ihm nachfolgen. Es ist der Himmel, Jesus zu dienen. Ich bin ein Feldwebel, der Soldaten rekrutiert, und ich würde mich freuen, in dieser Stunde einige Rekruten zu finden. Jeder Mensch muss jemandem dienen, diese Tatsache ist unausweichlich. Alle, die keinen Meister haben, sind Sklaven ihres Ichs. Du kannst dir sicher sein, du wirst entweder Satan oder Christus dienen, entweder deinem Ich oder deinem Erlöser. Die Sünde, das Ich, Satan und die Welt wirst du als harte Meister erfahren; wenn du aber die Uniform Christi trägst, wirst du ihn als den Sanftmütigen und von Herzen Demütigen erfahren, sodass du Ruhe für deine Seele finden wirst. Er ist der ehrbarste von allen Führern. Unter den größten Führern war niemand wie er. Er war stets an dem Ort zu finden, wo die Schlacht am stärksten tobte. Wenn der Wind kalt bläst, stellt er sich immer der unerträglichsten Seite des Berges entgegen. Das schwerste Ende des Kreuzes ruht immer auf seinen Schultern ... Diese vierzig Jahre und mehr habe ich ihm gedient, gepriesen sei sein Name! Und ich empfinde nichts als Liebe für ihn! Ich wäre froh, hier auf Erden weitere vierzig Jahre in diesem gleichen, so lieb gewonnenen Dienst fortzufahren, wenn es ihm gefällt. Ihm zu dienen ist Leben, Friede, Freude. O dass du dies sogleich erleben könntest! Gott möge dir helfen, dass du dich noch heute zur Treue unter dem Banner Jesu verpflichtest! Amen.

Nachtext

Quellenangaben

(Aus: Georg Walter; „Unter dem Banner Christi – Charles Haddon Spurgeon“; CLV; siehe Buchbesprechung auf Seite 21)