Zeitschrift-Artikel: Fragen an den Anfang - Die Logik der Schöpfung (Don Batten/Ken Ham u.a.:)

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Titel: Fragen an den Anfang - Die Logik der Schöpfung (Don Batten/Ken Ham u.a.:)
Typ: Buchbesprechung
Autor: Michael Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Fragen an den Anfang - Die Logik der Schöpfung (Don Batten/Ken Ham u.a.:)

Vortext

Text

Immer wieder wenn man mit Ungläubigen diskutiert und die Glaubwürdigkeit der Bibel anspricht, kommt es fast automatisch zu einer Diskussion über Schöpfung und Evolution und verwandte Themen. Deshalb ist es gut, sich auf diesem Gebiet zumindest ein bisschen auszukennen. Auf sehr viele Fragen gibt es nämlich inzwischen gute Antworten. „Fragen an den Anfang“ ist von vier Wissenschaftlern herausgegeben, die sich mit der wissenschaftlichen Seite der Schöpfungslehre beschäftigen. Sie tragen in 20 Kapiteln zu vielen Themen die typischen Fragen, die biblischen Grundlagen, die wissenschaftlichen Befunde und die momentan gültigen Erklärungsmodelle zusammen. „Waren es wirklich 6 Schöpfungstage?“ „Wo kommen die Millionen Jahre in Datierungen her?“ „Warum können wir in einem jungen Universum Sterne in Millionen von Lichtjahren Entfernung sehen?“ „Woher kamen die Wassermengen bei der Sintflut?“ „Wie konnten seit Noahs Zeit so unterschiedliche Menschenrassen entstehen?“ „Was hat es mit Kontinentaldrift und Eiszeiten auf sich?“ „Was passierte mit den Dinosauriern?“ – und viele weitere Fragen mehr zu Evolution, Schöpfung, Sintflut und Turmbau zu Babel mit ihren verschiedenen Unteraspekten. Das Buch ist eine wertvolle Fundgrube aktueller Ergebnisse der wissenschaftlichen Schöpfungsforschung. Einige Argumente kennt man schon, wenn man sich mit der Thematik beschäftigt hat, andere sind neu, manche ganz neue Modelle sind gerade erst in der Erprobungsphase. Alles wird gut und ansprechend zusammengestellt, mit vielen Fußnoten und vor allem vielen Quellenverweisen. Außerdem wird stark betont, welche Auswirkungen manche Vorstellungen wie z. B. die theistische Evolution auf wesentliche Bibelinhalte und auf das Evangelium selbst haben. (Dieser letzte Aspekt kommt immer wieder in verschiedenen Kapiteln vor. Für den Leser wäre es vermutlich angenehmer, wenn die Thematik nur einmal in einem eigenen Kapitel behandelt worden wäre.) Das Buch ist für Christen, die oft mit kritischen Ungläubigen zu tun haben, sehr zu empfehlen. Auch für Menschen, die der Bibel glauben wollen, aber es nicht mit den herkömmlichen Vorstellungen vereinbaren können, ist es geeignet. Wie gut es zur Weitergabe an bibelkritische Menschen brauchbar ist, muss sich erst noch zeigen; für sie ist evtl. die starke Betonung der Unfehlbarkeit der Bibel und der Bedeutung der Schöpfung für das Evangelium zu massiv.

Nachtext

Quellenangaben

CLV, Pb., 282 S., € 7,50