Zeitschrift-Artikel: Die explosivsten Quadratmeter dieser Erde - DER KAMPF UM DEN JERUSALEMER TEMPELBERG

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Titel: Die explosivsten Quadratmeter dieser Erde - DER KAMPF UM DEN JERUSALEMER TEMPELBERG
Typ: Artikel
Autor: Gerrit Alberts
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Titel

Die explosivsten Quadratmeter dieser Erde - DER KAMPF UM DEN JERUSALEMER TEMPELBERG

Vortext

Am dritten Freitag im September 2000 predigt Sheikh Mohammed, die höchste Autorität der Schiiten im Libanon, vor rund tausend Männern: „Israel hat Pläne entwickelt zur Zerstörung des Felsendoms und der Al-Aqsa-Moschee. Nach dem Willen der Israelis sollen beide Heiligtümer verschwinden, damit an ihrer Stelle der Tempel der Juden entstehen kann.“1

Text

1. Der Beginn der Al-Aqsa-Intifada Am Vormittag des 28. September 2000 betritt der damalige israelische Oppositionsführer und heutige Ministerpräsident Ariel Scharon, umgeben von mehreren hundert Männern des Sicherheitsdienstes, den Tempelberg. In den Augen der Palästinenser ist er der Anstifter zum Massenmord in den Flüchtlingslagern Sabra und Schatila durch maronitische Milizen am 16.9.1982, bei dem über tausend Palästinenser den Tod fanden.2 Ist dies der Beginn der befürchteten Attacke auf die moslemischen Moscheen? Bald fliegen die ersten Steine, zunächst auf Scharon und seinen Sicherheits-Tross, dann auf die betenden Juden vor der Klagemauer. Die israelische Polizei feuert auf die Steinewerfer. Die ersten Toten und Verwundeten werden abtransportiert. Die fünf Minuten Anwesenheit von Sharon auf dem umkämpften Berg waren der Anlass für die 2. Intifada, die jetzt schon zwei Jahre anhält. Die Schreckensbilanz: Mehr als 70 Selbstmordattentate – viele von den „Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden verübt“ – bei denen über 200 Israelis getötet wurden3. Als in jüngster Zeit in einem Zeitraum von 6 Wochen keine Selbstmordanschläge verübt wurden, gaben die israelischen Sicherheitsbehörden an, sie hätten in dieser Zeit über 190 Anschläge verhindert. Die israelische Armee reagierte mit Angriffen auf Einrichtungen der Palästinenser, Dutzende von Schüsselfiguren der radikalen Palästinenserrganisationen wurden gezielt umgebracht, Autonomiegebiete besetzt und abgeriegelt. Bereits zwei Monate nach Beginn der Intifada beklagt die palästinensische Autonomiebehörde 276 Tote und mehr als 7000 Verwundete auf ihrer Seite. 2. „Die sakralen Komponenten“ als Hindernis für den Frieden Der Besuch des Tempelberges war sicherlich nicht der alleinige Grund für den Ausbruch der Gewalt, aber ein geschickt gewählter Anlass für die Palästinenserführer, um die Massen zu fanatisieren. Im Juli 2000 fand in Camp David ein Nahostgipfel statt, an dem der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde, Yasser Arafat, und der damalige israelische Premierminister Ehud Barak teilnahmen. Gastgeber war der damals amtierende US-Präsident Bill Clinton. Trotz zahlreicher Kompromissvorschläge von israelischer Seite kam keine Vereinbarung zustande. Als großes Hindernis erwies sich der Streit um den künftigen Status von Ost-Jerusalem. Bill Clinton sprach von den „sakralen Komponenten des Konfliktes“, die eine Aussöhnung nach den Regeln der praktischen Diplomatie verhinderten.4 Am 6.12.2000 berichtete die halbamtliche palästinensische Tageszeitung Al-Ayyam Folgendes: „Bei einem Symposium in Gaza bestätigte der palästinensische Kommunikationsminister Imad Al-Falouji, dass die palästinensische Autonomiebehörde mit den Vorbereitungen für den Ausbruch der derzeitigen Intifada in dem Moment begonnen hatte, in dem die Gespräche von Camp David zu Ende gingen, und zwar nach Anweisungen, die vom Vorsitzenden Arafat persönlich erteilt wurden. Herr Falouji fügte hinzu, dass Arafat diese Intifada zur Bekräftigung der unveränderlichen palästinensischen Haltung bei den Verhandlungen initiiert habe und sie nicht bloß als Protest gegen den israelischen Oppositionsführer Ariel Scharon zu verstehen sei.“ Das Scheitern der Camp David-Verhandlung scheint eng mit dem „Jerusalem Covenant“ (Jerusalem-Vertrag) des Höchsten Islamischen Rates in Jerusalem zusammen zu hängen. Mitte Juni des Jahres 2000 veröffentlichte der Rat dieses Dokument, dessen Kernsatz lautet: „Der Islam verbietet, dass auch nur ein Zentimeter des Gebiets von Ostjerusalem an Israel überlassen wird.“ Dieses Verbot hat die Qualität einer „fatwa“, einer absolut gültigen und bindenden Anweisung an die islamischen Gläubigen. Kein Moslem darf es wagen, diese Glaubensvorschrift zu missachten.5 Worin liegt die Brisanz dieses Berges Morija, auf dem der salomonische Tempel, der Tempel nach dem babylonischen Exil und der herodianische Tempel standen? 3. Die Bedeutung des Tempelberges für die Moslems Mit der Eroberung Jerusalems 638 n. Chr. durch die Araber unter Kalif Omar begann die Kontrolle über den Berg durch die Moslems. Von einigen Unterbrechungen abgesehen (durch die Kreuzritter, Tataren und Briten) hält die Verfügungsgewalt durch Moslems bis zum heutigen Tag an. Als die Israelis im 6 Tage-Krieg den Tempelberg eroberten, wehte für kurze Zeit ihre Flagge über dem Felsendom. Doch schon kurz nach dem Krieg befahl der damalige Verteidigungsminister Dajan anlässlich eines Besuches der „heiligen Stätten“ die Einholung der Flagge und übergab die Hoheit über den Bezirk dem Hohen Islamischen Rat von Jerusalem. Das Areal mit dem Felsendom (gebaut 691 n. Chr.) und der Al-Aqsa-Moschee (750 n. Chr.) heißt bei den Muslimen „Das vornehme Heiligtum“ (Haram esh-Sharif) und ist im Islam nach Mekka und Medina der drittheiligste Ort. Jerusalem wird im Koran nicht namentlich erwähnt, obwohl die Anhänger Mohammeds zunächst – in Anlehnung an die jüdische Praxis - in Richtung Jerusalem beteten, bevor dann Mekka seine zentrale Bedeutung im Islam bekam. Folgender Text aus dem Koran, Sure 17, 1 wird von den Moslems mit dem Platz auf dem Berg Morija in Verbindung gebracht: „Preis dem, der seinen Diener des Nachts von der heiligen Moschee zur fernsten Moschee (al-Aqsa) geführt, deren Umgebung wir gesegnet haben, um ihm unsere Zeichen zu zeigen. Siehe, er ist der Hörende, der Schauende.“ Nach der islamischen Erzähltradition soll Mohammed des Nachts von Mekka nach Jerusalem gereist sein. Auf dem Felsen, über dem sich heute der Felsendom wölbt, soll er mit dem Engel Gabriel gebetet und in den Himmel aufgefahren sein, wo Allah ihm die Ordnung lehrte, die er für Menschen und Dinge zwischen Himmel, Erde und Hölle vorgesehen habe. Anschließend sei er auf dem Rücken seines Reittieres Al-Burak, dessen Sprung von Horizont zu Horizont reicht, noch vor Morgengrauen nach Mekka zurückgekehrt. Weit verbreitet ist der Glaube unter den Moslems, die Felsplatte und die Goldkuppel seien der Mittelpunkt der Erde. Am Tag des Jüngsten Gerichts werde der schwarze Stein der Kaaba in Mekka nach Jerusalem gelangen und zusammen mit dem Felsen in der Omar-Moschee den Grundstein für die ewige Ordnung Allahs bilden.7 4. Die Bedeutung des Tempelberges für die Israeliten Der 7. Juni 1967 ist ein wichtiger Einschnitt in der Geschichte des jüdischen Volkes. An diesem Tag eroberte die israelische Armee Ostjerusalem und damit den Tempelberg und die Klagemauer. Der Stadtteil war ‘48 von den Jordaniern völkerrechtswidrig annektiert worden. Den Juden war der Zugang zur Klagemauer seitdem versperrt gewesen. General Mordechai Gur, der Befehlshaber der israelischen Verbände nördlich von Jerusalem, stellte die historische Bedeutung der Militäroperation heraus: „Unsere Soldaten haben den Tempelberg dem jüdischen Volk wiedergegeben! Der Klagemauer gehört der Herzschlag eines jeden Juden. ... Ihr habt der Nation den Mittelpunkt des Glaubens, die Klagemauer, zum Geschenk gemacht. Jerusalem gehört dem jüdischen Volk – für immer!“ 8 Verteidigungsminister Dajan erklärte dort: „Wir sind zu unseren heiligen Stätten zurückgekehrt, um uns nie wieder von ihnen zu trennen.“ 9 Die Klagemauer ist ein Teil der Begrenzungsmauer des herodianischen Tempels. Von dem Tempel selber blieb nach der Zerstörung durch die Römer im Jahre 70 n. Chr. nichts übrig. Die Bedeutung des Berges für die Israeliten geht zurück auf die Anweisungen Gottes im Alten Testament. Die Israeliten sollten ihre Opfergaben nicht an jedem beliebigen Ort darbringen, „sondern ihr sollt die Stätte aufsuchen, die der Herr, euer Gott, aus allen Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dort niederzulegen, dass er dort wohne, und dahin sollst du kommen“ (5Mo 12,5). Dieser Ort war der Berg Morija, wo Salomo später den Tempel baute (2Chr 3,1). Die große Hoffnung vieler Juden ist, dass der Tempel Gottes an seiner alten Stelle wieder erbaut wird. Verschiedene nationalreligiöse Gruppen planen den Wiederaufbau des Gebäudes. 1988 wurde das Tempel-Institut gegründet. Dort bemüht man sich z. B. um den Nachbau der Tempelgeräte. Eine andere Gruppierung sind „die Getreuen des Tempelberges“. Bereits mehrfach versuchten sie einen 4 Tonnen schweren Felsblock als Eckstein des dritten (zukünftigen) Tempels auf dem Tempelplatz zu platzieren.10 Bei einem dieser Versuche, am 8.10.1990, kamen bei den dadurch ausgelösten Unruhen 17 Menschen ums Leben.11 Ultra-orthodoxe Juden betreten den Tempelberg nicht, aus Furcht, ihren Fuß auf den Bereich zu setzen, auf dem das Allerheiligste des Tempels platziert war. Dies wäre in ihren Augen ein großer Frevel. Im Übrigen sind sie der Meinung, dass die Gründung des Staates Israel ein Fehler war. Statt mit den Palästinensern zu streiten, warten sie auf den Messias, der für die Errichtung des Tempels und des israelischen Staates sorgen wird.12 5. Der gordische Knoten Der Tempelberg hat sowohl für den jüdischen als auch für den moslemischen Glauben eine grundlegende Bedeutung. Beide Seiten proklamieren die Unaufgebbarkeit ihrer Ansprüche auf diesen Berg und auf die Altstadt von Jerusalem. Eine menschliche Lösung des Problems scheint kaum denkbar, es sei denn, die Palästinenser würden aufhören, Moslems zu sein oder die Juden würden ihre Verankerung in dem Glauben ihrer Väter aufgeben. 6. Was sagt die Bibel über die Zukunft des Berges? Zahlreiche Prophezeiungen der Heiligen Schrift beziehen sich auf den Tempelberg und auf den Tempel. Manche von ihnen sind bereits mit erstaunlicher Präzision eingetroffen. In Daniel 9, 26 wird für die Zeit nach der „Ausrottung“ des Messias vorausgesagt: „Und das Volk des kommenden Fürsten wird die Stadt (Jerusalem) und das Heiligtum (den Tempel) zerstören.“ Genau dies ist im Jahre 70 gesehen. Der Herr Jesus nennt in seiner sogenannten Endzeitrede Einzelheiten der Zerstörung, zum Beispiel, dass nicht ein Stein des Tempels auf dem anderen bleiben würde (Lk 21, 6). Dies lag überhaupt nicht in der Absicht des römischen Feldherrn. Josephus schreibt: „Titus erklärte jedoch, man solle, selbst wenn die Judäer sich wehren würden, ... unter keinen Umständen ein so herrliches Bauwerk niederbrennen.“ 13 Dennoch gingen die Worte des Herrn Jesus genau in Erfüllung: Von dem eigentlichen Tempel steht nichts mehr, lediglich ein Teil der Begrenzungsmauer ist bis heute erhalten. Offensichtlich besagen die Prophezeiungen der Heiligen Schrift, dass der Tempel wieder erbaut wird: Nach der Zerstörung der Heiligtums (im Jahre 70) wird es nach Dan 9, 27 wieder einen Opferdienst der Schlachtopfer und Speisopfer geben. Wo anders sollte dies stattfinden als im Tempel? Von dem Antichristen, dem Menschen der Sünde sagt Paulus, er werde sich in den Tempel Gottes setzen und sich überheben über alles, was Gott heißt oder ein Gegenstand der Verehrung ist (2Thess 2, 4). Der Herr Jesus spricht von einem Gräuel (ein alttestamentlicher Ausdruck für ein Götzenbild) der Verwüstung, der zu Beginn der großen Drangsal an heiliger Stätte stehen wird (Mt 24, 15). Demnach wird der Berg auch in Zukunft ein heiß umstrittener Ort bleiben, allerdings nicht für immer. Merkwürdiger Weise wird dieser Platz, der jetzt ein Streitobjekt und Hindernis für den Frieden im Nahen Osten ist und die Welt an den Rand eines globalen Konfliktes bringt, in Zukunft das genaue Gegenteil davon sein: „Und es wird geschehen, am Ende der Tage, da wird der Berg des Hauses des Herrn feststehen auf dem Gipfel der Berge und erhaben sein über die Hügel; und alle Nationen werden zu ihm strömen. ... Denn von Zion14 aus wird das Gesetz ausgehen, und das Wort des Herrn von Jerusalem; und er wird richten zwischen den Nationen und Recht sprechen vielen Völkern. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugmessern schmieden, und ihre Speere zu Winzermessern; nicht wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen“ (Jes 2,2-4). Jerusalem wird die Hauptstadt der Welt sein und der Tempel das zentrale Regierungsgebäude Gottes in politischer und religiöser Hinsicht. Manche haben Diagonalen gezogen vom nord-westlichsten Punkt zum südöstlichsten Punkt der bewohnten Erde, sowie vom nordöstlichen zum südwestlichen, wobei im Schnittpunkt der Linien, sozusagen im Mittelpunkt, die Stadt Jerusalem liegt. Man mag dies für willkürlich halten. Fakt ist jedenfalls, dass in der Bibel Jerusalem und speziell der Tempel als zukünftiger geistlicher Mittelpunkt der Erde beschrieben wird. Dieser krasse Wandel vom Zankapfel zur Stadt, in welcher der Friede gegründet wird, hat seine Ursache darin, dass das Zentrum der Heilsgeschichte Gottes – Jesus Christus – dort regieren wird. Jerusalem ist seine Stadt, die „Stadt des großen Königs“ (Mt 5,35). Seine Rechtssprechung wird sich nicht darauf beschränken, dass er das göttliche Völkerrecht mit eiserner Faust durchsetzen wird. Er wird die Gesinnung, die Herzen der Menschen, verändern (Hes 36,26). 7. Und die Palästinenser? Das Wort „Palästinenser“ leitet sich ab von „Philister“. In der Tat geben sich die Palästinenser als die Nachfahren der Philister und Kanaaniter aus, um damit ihre älteren Rechte an dem Land zu begründen.15 Wenn dies wirklich so wäre, ist dies schwer mit ihrem Selbstverständnis in Einklang zu bringen, sie seien Araber. Wie auch immer, auffällig ist, das die letzte Erwähnung der Philister in der Bibel ein friedliches Zusammenleben zwischen ihnen und den Israelis prophezeit: „Ich werde den Hochmut der Philister ausrotten. ... Und der Philister wird übrigbleiben unserem Gott und sein wie ein Stammesverwandter in Juda und Ekron wie ein Jebusiter“ (Sach 9,6). Ekron war eine der Philisterhauptstädte. Die Erwähnung der Jebusiter könnte eine Anspielung auf die Gibeoniter sein, die bei der Landnahme durch Josua zu einer friedlichen Koexistenz mit den Israeliten fanden (Jos 9) oder auch auf den Jebusiter Arauna, von dem David den Tempelplatz kaufte (2Sam 24,18). Jedenfalls scheint diese Prophezeiung anzudeuten, dass es eines Tages unter der Herrschaft des Messias eine friedliche, familiäre Beziehung zwischen diesen verfeindeten Völkern geben wird, einen Zustand, den alle diplomatischen Bemühungen dieser Welt niemals erreichen werden. 8. Was uns die Auseinandersetzung um den Tempelberg lehrt Der Tempel war der geografische Mittelpunkt der Verehrung Gottes im Alten Testament und wird es auch in Zukunft im Tausendjährigen Reich sein. Die zentrale Bestimmung von uns Menschen ist, dass wir, Gott kennend, ihn verherrlichen und ihm Dank darbringen (Röm 1,21). Wahrscheinlich ist diese Bestimmung der am meisten umkämpfte Bereich unseres Lebens. Der Teufel möchte mit allen Mitteln verhindern, dass unser Leben Gott ehrt. Die erbitterten Auseinandersetzungen um den Tempelberg sind dafür eine Veranschaulichung. Indem sich die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit mehr und mehr auf Jerusalem und den Tempelberg richtet, macht Gott uns darauf aufmerksam, wie präzise sich seine Vorhersagen erfüllen und wie zuverlässig sein Wort ist. Friederich der Große soll einen seiner Gäste, der Christ war, gefragt haben: „Können Sie mir einen einzigen unwiderlegbaren Gottesbeweis nennen?“ Die Antwort Jean Baptiste du Boyers war knapp, aber außerordentlich zutreffend: „Jawohl, Majestät, die Juden!“ 16 Die hier beschriebene erfüllte Prophetie um den jüdischen Tempel zeigt die Richtigkeit der Antwort. Der Messias wird die explosivsten Quadratmeter der Welt in einen Ort der Friedensstiftung verwandeln. Das zeigt seine gewaltige verändernde, versöhnende Macht! „Die Erde hat kein Leid, das der Himmel nicht heilen kann“ heißt es in einem alten Kirchenlied. Wenn er mit diesem gigantischen Problem fertig wird, wird er auch uns in unseren „kleinen“ Streitereien versöhnen und uns aus religiöser Verblendung herausführen können, wenn wir uns vor ihm beugen.

Nachtext

Quellenangaben

1 Konzelmann, G.: Dieses Land will ich deinen Kindern geben – Die Wurzeln der Tragödie im Nahen Osten, München 2001, S.386 f. 2 Schreiber, F.: Scholom Israel – Nachrichten aus einem friedelosen Land, München 1998, S. 188 ff. 3 Süddeutsche Zeitung vom 02. 07. 02, S. 8 4 Konzelmann, 2001, S. 392 5 Konzelmann, 2001, S. 376 f 6 Konzelmann, G.: Felsendom und Klagemauer – Arafats Kampf um seinen Staat, München 1998, S. 12 f. 7 Konzelmann, 1998, S. 5 8 Konzelmann, 1998, S. 417 9 Glasneck, Timm: Israel – Die Geschichte des Staates seit seiner Gründung, Bonn, Berlin 1992, S. 149 10 Liebi, R.: Jerusalem – Hindernis für den Weltfrieden? Das Drama des jüdischen Tempels, Berneck 2000, S. 107 ff 11 Konzelmann, 2001, S. 370 f 12 Wolffsohn, M.: Wem gehört das Heilige Land, München 1992, S. 80f 13 Flavius Josephus: Geschichte des Jüdischen Krieges, Dreieich 1977, S. 426 14 Zion ist der Osthügel in Jerusalem mit dem Tempelplatz auf der höchsten Erhebung. In der Bibel wird es auch als Synonym für Jerusalem verwendet. 15 Wolffsohn, M.: Wem gehört das Heilige Land? München 1992, S. 152 ff. 16 Keller, W.: Und wurden zerstreut unter alle Völker – Die nachbiblische Geschichte des jüdischen Volkes, Wuppertal, 1993, S. 15