Zeitschrift-Artikel: Kommt der Dritte Weltkrieg?

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Titel: Kommt der Dritte Weltkrieg?
Typ: Artikel
Autor: Gerrit Alberts
Autor (Anmerkung):

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Titel

Kommt der Dritte Weltkrieg?

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Am Morgen des 6. August 1945 explodierte in Hiroshima die erste Atombombe, die für Kriegszwecke eingesetzt wurde. Innerhalb weniger Sekunden waren 80.000 Bewohner tot und weitere 100.000 bis 180.000 verletzt.

Mit diesem Ereignis hat die Geschichte der Menschheit ein neues Stadium erreicht: Die Menschen verfügen über eine Zerstörungskraft, die in der Lage ist, die Weltbevölkerung in­nerhalb kürzester Zeit vollständig zu vernich­ten. Die Waffenbestände sind nach dem zwei­ten Weltkrieg lawinenartig angestiegen. In je­der Minute werden weltweit 2 Millionen DM für die Rüstung ausgegeben. Für jeden Welt­bürger liegt ein Zerstörungspotential bereit, das 4 t konventionellen Sprengstoffs (TNT) entspricht. (Allein 10 kg davon würden genü­gen, ein Haus in die Luft zu sprengen.) Legt man jedoch die Verhältnisse in den NATO-und den Warschauer-Pakt-Staaten zugrunde, liegt sogar für jeden Bürger ein militärisches Vernichtungsmaterial abfeuerbereit, das 40 t herkömmlichen Sprengstoffs entspricht. Der Vergleich mit dem "Sitzen auf einem Pul­verfaß" wirkt lächerlich harmlos.

Im vor-atomaren Zeitalter kamen alle Waf­fentechnologien, die sich als geeignet erwie­sen, auch zur Anwendung. Wird das jetzt an­gehäufte Waffenarsenal die große geschichtli­che Ausnahme bilden?

Über die Zukunft der Menschen gibt es die unterschiedlichsten Spekulationen: Optimisten zählen darauf, daß menschliche Vernunft, So­lidarität der Völker und gegenseitige Annähe­rung eine geschichtliche Wende herbeiführen. Andere sehen den furchtbarsten Krieg und das Ende der Menschheit unabwendbar auf uns zukommen. Gibt es eine zuverlässige Informa­tionsquelle über die Zukunft dieses Planeten und seiner Bewohner? Die Bibel, Gottes Wort, erhebt den Anspruch, vertrauenswürdige Aussagen über zukünftige Ereignisse zu geben.

Wußten Sie schon, daß etwa ein Drittel der biblischen Bücher fast ausschließlich propheti­schen Inhalts ist in dem Sinne, daß Gott durch die Schreiber dieser Bücher zukünftige Ge­schehnisse vorhersagen läßt? Die erstaunliche Präzision dieser Vorhersagen läßt sich durch Ereignisse dokumentieren, die inzwischen haargenau so eingetroffen sind, wie sie in der Bibel beschrieben wurden. Die Beispiele dafür sind zahlreich. Eines davon soll hier kurz dargestellt werden.

Es hat Bibelleser aller Jahrhunderte in Staunen versetzt, wie eine Episode aus dem 18. Jahrhundert zeigt: König Friedrich II. von Preußen zweifelte an der Zuverlässigkeit der Bibel. Er hatte einen General namens von Zieten, der ein gläubiger Christ war. Diesen forderte er auf, ihm einen Beweis dafür zu nennen, daß die Bibel Gottes Wort ist. Die Antwort von Zietens soll sehr kurz ausgefallen sein: "Die Juden, Majestät." Und in der Tat, die Vor­hersage der Geschichte des Volkes Israel ist ein starkes Argument für den göttlichen Ur­sprung der Bibel. Bereits in den ersten Bü­chern der Heiligen Schrift, in den Mose-Bü­chern, sagt Gott den Israeliten voraus, was geschehen wird, wenn sie Ihm untreu werden: "Ich werde euch unter die Nationen zer­streuen, und ich werde das Schwert ziehen hinter euch her; und euer Land wird eine Wüste sein und eure Städte eine Öde" (3. Mo. 26,33).
Nachdem die Juden ihren von Gott gesandten König, Jesus Christus, nicht anerkannten und verstießen, erfüllte sich diese Vorhersage. In 5. Mose 28 werden zahlreiche Details über den Leidensweg dieses Volkes mitgeteilt, die sich zum Teil bereits erfüllt haben. Einige Einzel­heiten daraus sind hier exemplarisch aufge­führt:

"Der Herr wird von ferne vom Ende der Erde her, eine Nation gegen euch herbei­führen, die wie der Adler fliegt" (V. 49). Damit sind zunächst die Römer gemeint. Darüberhinaus ist es interessant, daß die drei Völker, die die Israeliten am meisten verfolgten, die Babylonier, die Römer und die Deutschen, den Adler als Wappentier hatten.
"Und der Herr wird dich auf Schiffen nach Ägypten zurückführen . und ihr werdet daselbst euren Feinden zu Mägden und Knechten verkauft werden, aber niemand wird kaufen" (V. 28). Auch das ging in Erfüllung, nämlich im römisch-jüdischen Krieg (70/71 n. Chr.), als viele gefangene Israeliten nach Alexandria in Ägypten auf den Sklavenmarkt gebracht wurden.
"Und in der Belagerung und in der Be­drängnis, womit dein Feind dich bedrängen wird, wirst du essen die Frucht deines Leibes, das Fleisch deiner Söhne und Töchter . . ."(V. 53). Der Geschichts­schreiber Josephus berichtet, daß sich diese furchtbare Tat während der Belagerung Jerusalems durch die Römer (70 n. Chr.) zugetragen hat.
Doch ließ Gott in Seinem Wort nicht nur die Vertreibung der Israeliten und ihre Zerstreu­ung unter alle Völker vorhersagen. Vor mehr als 3500 Jahren sprach Er durch Mose bereits von Ereignissen, von deren Beginn wir jetzt Zeugen sind: "Er wird dich wiederum sammeln aus all den Völkern, wohin der Herr, dein Gott, dich zerstreut hat und dich in das Land bringen, welches deine Väter besessen haben" (5. Mo. 30,3 u. 5; siehe auch Jer. 30,3, Hes. 36,24 u. Sach. 8,7). Die Rückkehr vieler Juden in "das Land ihrer Vä­ter" seit dem 2. Weltkrieg ist eine Teil-Er­füllung dieser Prophezeiung.

Aber nicht nur über die Entwicklung des Volkes Israel, sondern auch über die Zukunft der ganzen Welt hat Gott in Seinem Wort genaue Angaben machen lassen. Der große Plan Gottes mit dieser Schöpfung ist, "alles unter ein Haupt zusammenzubringen in dem Christus" (Eph. 1,10): Unter der Regierung des Herrn Jesus wird auf dieser Erde Friede und Gerechtigkeit eingeführt werden. Dann wird die Zeit sein, in der die Menschen "ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden und ihre Speere zu Winzermessern; nicht wird Nation wider Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen" (Jes. 2,4 u. Micha 4,3). Aber bevor Gott dem Herrn Jesus die Herrschaft über das Universum übergibt, wird etwas anderes geschehen: Gott wird bewirken, daß alle Menschen, die in gottloser Weise einen Herrschaftsanspruch über diese Schöpfung geltend machen, ihre totale Verdorbenheit und Unfähigkeit bewei­sen. Was der von Gott abgefallene Mensch, und das sind wir zunächst alle, in Wahrheit ist, wird in Röm. 3,10-18 beschrieben: "Da ist kein Gerechter, auch nicht einer, Ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen; Verwüstung und Elend ist auf ihren Wegen, und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt. Es ist keine Furcht Gottes in ihren Augen." Diese Aussagen könnte man als Kurzfassung der bisherigen Menschheitsgeschichte interpretie­ren. Aber damit nicht genug: Wenn die Ver­gangenheit schon eine Kette von Beweisen für die Sündhaftigkeit des Menschen ist, so wird nach den Angaben der Bibel die Zukunft noch deutlicher machen, daß Menschen ohne Gott genau diese Grausamkeit und Kriegslust zei­gen. Besonders massiv werden diese Eigen­schaften bei zwei Menschen zutage treten. Sie werden in der letzten Zeit, bevor der Herr Jesus als Richter und Herrscher auf diese Erde zurückkommt, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich ziehen. In Offb. 13 werden sie mit Tieren verglichen, weil sie sich in grausamer Weise wie wilde Tiere verhalten werden, ohne Moral, ohne Verantwortungsge­fühl, ohne Bewußtsein, daß Gott über ihnen steht.

Der erste wird ein politischer Führer sein. Er wird in der Bibel besonders mit der Stadt Rom in Verbindung gebracht und wird einen Staatenbund anführen. Seine Zahl ist 666 (Offb. 13,18). Despoten wie Hitler und Stalin waren nur schwache Vorläufer von ihm.

Der zweite, ein mehr religiöser Führer, wird in der Bibel "der falsche Prophet" (Offb.16,13) und "der Antichrist" (1. Joh. 2,22) genannt. Die selbsternannten Propheten, Mes­siasse und Gurus unserer Tage deuten etwas von seiner Wirkungsweise und seinem Auftre­ten an.

Beide Personen werden unter einem ganz di­rekten Einfluß des Teufels stehen und alle Menschen verführen, die Jesus Christus nicht als ihren Herrn und Retter angenommen ha­ben. Unter anderem werden sie einen gewal­tigen Krieg auslösen: "Und ich sah aus dem Munde des Drachen (des Teufels) und aus dem Munde des Tieres (des politischen Füh­rers) und aus dem Munde des falschen Pro­pheten drei unreine Geister kommen, wie Frösche; denn es sind Geister von Dämonen, die Zeichen tun, welche zu den Königen der ganzen bewohnten Erde ausgehen, sie zu sammeln zu dem Kriege jenes großen Tages Gottes, des Allmächtigen" (Offb. 16, 13-14). Diese Auseinandersetzung kann man, wenn nicht vorher schon andere multinationale Mi­litärkonflikte diesen Namen verdienen, als den 3. Weltkrieg bezeichnen.

Diese gewaltige, bislang in diesem Ausmaß nie dagewesene, satanische Verführung wird ein Gericht Gottes sein. Alle Menschen, die "die Liebe zur Wahrheit nicht annehmen" und "der Wahrheit nicht geglaubt haben", werden ihr zum Opfer fallen (2. Thess. 2,10 u_ 12). "Die Wahrheit", damit ist in Gottes Wort der Herr Jesus Christus gemeint. Er ist der "König der Könige und der Herr der Herren" (Offb. 19,16). Anders als die vom Teufel inspirierten Herrscher zwingt Er niemand dazu, Ihm anzu­gehören und zu folgen. Menschen, die Ihm dienen, folgen Ihm aus einer tiefen Achtung und Liebe heraus. Führer der Vergangenheit und Zukunft, die sich ihre Herrschaft in Auflehnung gegen Gott anmaßen, schicken Tausende von Menschen für ihre egoistischen Interessen in den Tod. Nicht so Er; Er ist für die, die Ihm gehören, in den Tod gegangen: Am Kreuz auf Golgatha trug Er die Strafe Gottes über ihre Schuld. Die eigenmächtigen Herrscher der Zukunft werden viel von Frie­den reden, aber "ihre Füße sind schnell, Blut zu vergießen _ . und den Weg des Friedens haben sie nicht erkannt" (Röm. 3,15). Im Gegensatz dazu macht der Herr Jesus Christus Seine Worte wahr: "Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch" (Joh. 14,27). Schon jetzt gibt Er jedem, der Ihn annimmt, Frieden mit Gott, den tiefen Frieden der Seele, der die grundlegenden Bedürfnisse un­seres Menschseins stillt. In Zukunft, wenn Er die offenbare Herrschaft über die Schöpfung antritt, "wird nicht mehr Nation gegen Na­tion das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen" (Jes. 2,4).

Auch Ihre Zukunft wird entscheidend davon abhängen, wie Sie sich diesem "Friedefürsten" gegenüber verhalten. Erkennen Sie Ihn als Ih­ren Herrn und Retter an. Leben Sie für Ihn. Er ist der einzige Herr, Der unsere ganze Hingabe verdient.

Nachtext

Quellenangaben