Zeitschrift-Artikel: Wenn der Himmel redet

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Titel: Wenn der Himmel redet
Typ: Artikel
Autor: Monika Mertens
Autor (Anmerkung):

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Titel

Wenn der Himmel redet

Vortext

There is probably (no) God
 
„Es gibt wahrscheinlich (k)einen Gott“

Text

Am 27. August 2008 verlor ich meinen Vater.
Er war in den französischen Alpen mit seinem Segelflugzeug unterwegs, stürzte ab – und war sofort tot. Der Absturz war nicht seine Schuld – in dem Sinne, dass er einen Flugfehler gemacht hätte. Bei späteren Untersuchungen stellte sich heraus, dass er bei einer sehr seltenen, extremen Thermik zur falschen Zeit am falschen Ort war. Durch einen Strömungsabriss kippte das Flugzeug abrupt über die Seite weg und begann zu trudeln. Rein theoretisch fehlten meinem Vater nur 10 Meter und er hätte es über die Baumwipfel geschafft.
Natürlich war der Verlust meines Vaters für mich ein tiefer Schmerz, aber dennoch geschah für mich auch in diesem Unfall Gottes Wille. Denn er bestimmt den Zeitpunkt unseres Todes.
Trotzdem war das darauffolgende Jahr für mich natürlich nicht einfach. Nachdem wir im vergangenen Sommer seine Wohnung aufgelöst hatten, führte Gott mich durch bestimmte Umstände zur Erholung nach Gran Canaria. Dort wollte ich innerlich zur Ruhe kommen und viel
Zeit mit Gott verbringen. Am Freitag, dem 11. September – dem Jahrestag der Beerdigung meines Vaters – durfte ich etwas Wunderschönes mit dem Herrn erleben.
Ich lag auf einem Liegestuhl und las ein Buch. Da hörte ich plötzlich ein Flugzeug. Als ich nach
oben schaute, sah ich ein kleines Motorflugzeug, das über die Ferienanlage hinwegflog. Es zog ein Werbebanner mit einem Schriftzug hinter sich her. Als ich die Inschrift entziffert hatte, traute
ich meinen Augen kaum!
Ich las die Worte: ES GIBT EINEN, DER DICH LIEBT: JESUS CHRISTUS – und das auf Deutsch!
Ich konnte es nicht fassen! Gott schickte mir per Flugzeug eine Botschaft, um mich genau an
diesem Tag zu trösten. Es war unglaublich. Das eine Flugzeug vor einem Jahr brachte Trauer und
Schmerz – und dieses nun brachte mir Trost! Ich war überwältigt!
Dieses kleine Zeichen der Aufmerksamkeit Gottes erfüllte mein Herz mit Freude und tiefer Dankbarkeit.

Mein Wunsch ist, dass dieses Erlebnis Menschen tröstet, die selber gerade Leid durchleben. Meine Erfahrung ist, dass wir Gottes Wege nicht immer verstehen und dass er uns auch nicht vor
Leid verschont. Aber er ist uns immer nah, egal wo wir gerade sind. Selbst Sprachbarrieren sind für ihn kein Hindernis. Auch in der Fremde ist er da, kümmert sich um uns und möchte uns trösten. Er selber trägt uns durch schwere Zeiten hindurch und hilft uns zu überwinden. Gott liebt uns – er ist der eine Vater, der uns nie verlässt, den wir nie verlieren. Ihm kann man wirklich vertrauen.

 

 

 

Nachtext

Entgegen der aktuellen Kampagne der Atheisten
offenbart Gott sich dem Suchenden:
„Er hat sich doch nicht unbezeugt gelassen, indem er Gutes
tat und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gab
und eure Herzen mit Speise und Fröhlichkeit erfüllte.“

Apostelgeschichte 14,18

Quellenangaben