Zeitschrift-Artikel: John F. Walvoord/Roy F. Zuck: Das Alte Testament erklärt und ausgelegt (Band 1)

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Titel: John F. Walvoord/Roy F. Zuck: Das Alte Testament erklärt und ausgelegt (Band 1)
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

John F. Walvoord/Roy F. Zuck: Das Alte Testament erklärt und ausgelegt (Band 1)

Vortext

Text

1. Mose - 2. Samuel

Dieser Band ist der erste der insgesamt fünfbändigen Auslegungs­reihe zum AT und NT, die im englischen Sprachraum als "The Bible Knowlegde Commentary" weit verbreitet und bekannt ist. Alle Mitarbeiter dieses Werkes sind Theologen vorn "Dallas Theological Seminary", dem bekannten fundamentalistischen und dispensationalistischen Seminar in USA. Das bedeutet, daß wir hier eine Auslegungsreihe vor uns haben, die bibeltreu ist, die Bibel heilsgeschichtlich ("dispensationalistisch") und auch das AT im Lieht des NT und auf Christus hinweisend auslegt. Neben "Ungers Handbuch zur Bibel" (Kurzkommentar), der z.Zt. teilweise ver­griffenen "Synopsis" von J.N. Darby und der begonnenen Ausle­gungsreihe zum NT "Was die Bibel lehrt", ist dieses Werk zur Zeit das einzige in deutscher Sprache, welches die Bibel von I. Mosc bis Offenbarung nach den oben genannten Prinzipien auslegt. Die Autoren setzen sieh aber auch mit kritischen Fragen auseinander und geben hilfreiche Informationen, was Textforschung und den historischen und kulturellen Hintergrund des Textes betrifft. Jeder einzelne Vers wird ausgelegt, wobei Weitschweifigkeit ver­mieden wird. Viele Parallelstellenangeben und Textverweise hel­fen mit, die Bibel im Zusammenhang zu lesen und zu verstehen. Bedauerlich ist nur, daß das Geleitwort des ansonsten geschätzten Kurt Hennig zu einigen Mißverständnissen führt. So ist das "Dallas Theological Seminary" keine "darbystische Ausbildungsstätte", wohl aber ein Seminar, welches von dem Schriftverständnis und der Auslegungsmethode Darbys und der "Brüder" geprägt ist. Zum anderen ist es völlig falsch, wenn Hennig schreibt, daß die "Darbysten" sich als "eigentliche und wahre Gemeinde" sehen. Wahr ist, daß die Christen, die zu den sog. "Brüdern" gezählt werden, nur die "eine, heilige, christliche Kirche, die Gemein­schaft der Heiligen" anerkennen, die aus allen Gliedern des Leibes Christi besteht, ungeachtet der Zugehörigkeit zu den verschiedenen Volks- und Freikirchen oder sonstigen Gemeinschaften. Aber bis auf diesen verzeihlichen Schönheitsfehler haben wir hier ein Werk vor uns, daß hoffentlich in alle christlichen Kreise dringt und hilft, Gottes Wort zu lieben, zu verstehen, auszulegen und auszuleben.

Nachtext

Quellenangaben

Hänssier, gb., 608 S., DM 78.-