Zeitschrift-Artikel: Jean Dye Johnson: Er säte fünf Körner

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Titel: Jean Dye Johnson: Er säte fünf Körner
Typ: Buchbesprechung
Autor: Daniel Zach
Autor (Anmerkung):

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Titel

Jean Dye Johnson: Er säte fünf Körner

Vortext

Text

Ein rätselhaftes Verschwinden, ein gedämpfter Schrei in der Nacht, ein Vordringen der Zivilisation in den tiefsten Urwald und eine Geschichte von fünf Märtyrern, die unter die Haut geht ...
“Er säte fünf Körner“ ist ein biographischer Bericht von Jean Dye Johnson. Die Autorin ging selbst mit ihrem Ehemann und einem Team von Missionaren in den Urwald von Bolivien, um den gefährlichen Stamm der „Ayoré“ mit dem Evangelium zu erreichen.
Die Situation dieses Stammes war mit der der „Aucas“ in Equador vergleichbar, welche durch die Biographie von Jim Elliot bekannt wurde. Zehn Jahre früher und etwa 2.500 km entfernt von der Stelle, wo Jim Elliot und seine Freunde den Märtyrertod erlitten, ereilte die fünf Missionare (Dave Bacon, Robert Dye, Cecil Dye, Geroge Hosbach, Eldon Hunter) der Märtyrertod.
Dabei hatten die fünf den Kontakt zu den Ayorés gut vorbereitet. Einer von ihnen schrieb kurz vor ihrem rätselhaften Verschwinden:
„Natürlich ist es mit Gefahren verbunden, zu ihnen zu gehen; aber hat Gott nicht die Mäuler der Löwen von seinen Engeln verschließen lassen und die Gewalt des Feuers durch seine Gegenwart gelöscht? Und ist er nicht derselbe, gestern und heute und in Ewigkeit? Immer, wenn wir die Kosten überschlagen, wird unser Entschluss fester, für den Herrn vorzudringen und nicht  urückzugehen.“
Doch eines Tages, während sie im Dschungel den Kontakt vorbereiteten, kam kein Lebenszeichen von ihnen zurück. Eine lange Suche nach den vermissten Missionaren begann. Jahrelang war das Schicksal der fünf Männer nicht bekannt. Trotz dieser dramatischen Situation gaben die Witwen und die übrigen des Missionsteams nicht auf und versuchten weiter, den Stamm der Ayorés zu erreichen. Durch einige wunderbare Führungen gelang es der Autorin und ihren Mitstreitern, das Vertrauen dieses Stammes zu gewinnen. Beeindruckend ist auch der Einblick, den die Autorin in die ganz alltäglichen Dinge im Leben eines Missionars gibt, die mit denselben Problemen zu kämpfen haben wie wir.
Diese Biographie ist ein ergreifender Bericht darüber, wie „fünf Körner“ gesät wurden, um einen ganzen Stamm mit dem Evangelium zu erreichen. Dave Bacon, einer der Märtyrer, schrieb: „Ich will nur, dass mein Leben für den Herrn zählt – komme, was wolle. Wenn der Herr dadurch verherrlicht wird, dass er mein Leben nimmt, so stehe ich zu seiner Verfügung. Wenn es Ihn ehrt, dass ich hier bleibe, um den ‚barbaros‘ Zeugnis zu geben, so möge sein Wille geschehen!“ Diese Worte klingen in einer Zeit, wo die Christenheit in sich selbst verliebt ist, sehr befremdend. Dabei sollte diese Einstellung bei all denen gefunden werden, für welche der HERR Jesus sein Leben gab. Hier werden uns Menschen vorgestellt, die der Verherrlichung Gottes die oberste Priorität einräumten.

Nachtext

Quellenangaben

CLV, Pb., 256 S., € 6,90