Zeitschrift-Artikel: Die Christen im Spiegel ihrer Kritiker

Zeitschrift: 53 (zur Zeitschrift)
Titel: Die Christen im Spiegel ihrer Kritiker
Typ: Artikel
Autor:
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 1346

Titel

Die Christen im Spiegel ihrer Kritiker

Vortext

Text

Friedrich Nietzsche:
"Eure Gesichter sind immer eurem Glauben schädlicher gewesen als unsere Gründe! Wenn jene frohe Botschaft eurer Bibel euch ins Gesicht geschrieben wäre, ihr brauchtet den Glauben an die Autorität dieses Buches nicht so halsstarrig zu fordern: Eure Werke, eure Handlungen sollten die Bibel fort-während überflüssig machen, eine neue Bibel sollte durch euch fortwährend entsteh en! So aber hat alle eure Apologie des Christentums ihre Wurzel in eurem Unchristentum; mit eu rer Verteidigung schreibt ihr eure eigne Anklageschrift."
(Ges. Werke, Bd.1, S. 775)

Henry Miller:
"Es war Nietzsche, wie Sie wissen, der sagte: "Es gab nur einen Christen, und der starb am Kreuz." Dies ist, mein ganzes Leben lang, auch meine Meinung gewesen, bestätigt durch persönliche Erfah­rung. Die wenigen, die ich kannte, die beinah die Bezeichnung Christen verdienten, gehörten überhaupt keiner Kirche an, Und ich glaube, existierte ein Christ, könnte er unmöglich Mitglied einer Kirche sein. Alles, wofür die Kirche eintritt, scheint mir Hohn und Spott auf das, was Jesus predigte. Ich bin sicher, käme Jesus heute, würde er von der Kirche nicht erkannt, sondern wahrscheinlich verfolgt und wieder zu Tode gemartert werden."
(Zitiert in K. Deschner: Das Christentum im Urteil seiner Gegner, 5. 527)

Nachtext

Quellenangaben