Zeitschrift-Artikel: Ralph Shallis: Lebendige Zellen

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Titel: Ralph Shallis: Lebendige Zellen
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Ralph Shallis: Lebendige Zellen

Vortext

Das Modell Gottes für die Gemeinde

Text


Der bekannte Autor hat viele Jahre im Segen als Mis­sionar in Algerien und später in Frankreich gearbeitet. Er durfte erleben, wie in der islamischen Umgebung durch seinen Dienst Menschen zum Glauben kamen und Ge­meinden entstanden.
Aus seiner reichen Erfahrung heraus hat Ralph Shallis dieses Buch geschrieben, daß sich von anderen Büchern zum Thema >Gemeinde< dadurch unterscheidet, daß es weniger die Stellung, die Aufgaben und die Ordnung der Gemeinde behandelt, sondern vor allem die Gegenwart des Herrn und Seine alleinige Autorität als alles entschei­dende Kennzeichen einer biblischen, lebendigen Ge­meinde betont.
»Die persönliche Gegenwart des Herrn Jesus inmitten der Seinen ist das Merkmal der wahren Gemeinde. Gleichwie die Schekina, die Herrlichkeit des Herrn, Israel von allen Völkern der Antike unterschied, so bringt die Parousie Jesu der Gemeinde vor den Augen der Welt den Beweis für die Echtheit unseres Glaubens. Fehlt hingegen seine Gegenwart, was unterscheidet uns dann noch von irgendeiner Religion?« (S. 71).
Im zweiten Teil des Buches zeigt Shallis, wie die An­wendung der Lehren des Herrn durch die Apostel damals dazu führte, daß die Gemeinden sich in kurzer Zeit ver­mehrt haben. Er macht deutlich, daß Gottes >Methode< für Gemeindewachstum keine Technik, kein Programm ist, sondern aus einzelnen Personen besteht, die Christus hingegeben leben.
»Mit zwei Männern, die von seinem Wort und von sei­nem Geist erfüllt und die jeden Augenblick von der Ge­genwart Christi durchdrungen sind, hat Gott das Werk­zeug in der Hand, um das Unmögliche zu wirken.« (S. 150)
In Kapitel 3 wird allerdings deutlich, daß Ralph Shallis kein konsequenter Dispensationalist ist, weil er viele Pro­phezeiungen des Herrn über Israel (Mt 24) auf die Ge­meinde bezieht und damit m.E. die Schrift nicht ganz kor­rekt auslegt.
Aber abgesehen von dieser Schwäche versucht der Autor vor allem mit viel Liebe das Herz des Lesers für das Anliegen Gottes zu gewinnen. Daher ist dieses Buch auch solchen Christen besonders zu empfehlen, die sich mit dem Thema >Gemeinde< bisher wenig befasst haben.

Nachtext

Quellenangaben

CLV, Pb., 160 S., DM 14,80