Zeitschrift-Artikel: Ausflug zur Müllhalde

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Titel: Ausflug zur Müllhalde
Typ: Artikel
Autor: Randy Alcorn
Autor (Anmerkung):

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Titel

Ausflug zur Müllhalde

Vortext

Text

Wie können wir unseren Kindern die Leere des Materialismus auf eine direkte und eindrückliche Art und Weise vermitteln?
Versuchen Sie, sie zu einem Ausflug auf einen Schrottplatz oder eine Müllhalde mitzunehmen. Das kann sogar ein großes Familienereignis werden. (Die Schlangen sind kürzer als in Vergnügungsparks, der Eintritt ist frei und kleine Jungen lieben es!) Zeigen Sie ihnen all die Berge von „Schätzen“, die einmal Weihnachts- und Geburtstagsgeschenke waren. Zeigen Sie auf Dinge, die einst Hunderte von Dollars gekostet haben, über die Kinder sich gestritten haben, die Freundschaften zerstörten, für die Ehrlichkeit geopfert wurde und an denen Ehen zerbrachen.
Zeigen Sie ihnen das Sammelsurium an Armen, Beinen und Resten zerschundener Puppen, verrosteten Robotern und elektronischem Gerät, das nach seiner kurzen Lebensdauer nun nutzlos herumliegt.
Zeigen Sie ihnen, dass das meiste dessen, was Ihre Familie besitzt, eines Tages auf einem solchen Schrottplatz liegen wird. Lesen Sie 2Petrus 3,10-14, wo gesagt wird, dass alles im Feuer verbrennen wird. Stellen Sie dann die eindrucksvolle Frage: „Wenn all das, was wir mal besaßen, hier verlassen, kaputt und nutzlos herumliegt, was werden wir dann getan haben, was uns in der Ewigkeit bleibt?“


„Geben ist seliger als Nehmen!“

Wir sollten eine Generation von „Gebern“ und nicht von „Behaltern“ erziehen. Doch die nächste Generation wächst inmitten riesigen Reichtums auf – und wird diesen auch erben. Sie hat keine Tradition des Gebens, keine Vision dafür, in die Ewigkeit zu investieren, keinen Sinn dafür, dass Gottes Ziel darin, sie materiell gedeihen zu lassen, nicht das ist, dass sie im Luxus leben können, sondern dass sie ihren Gemeinden helfen, die Armen unterstützen und die Verlorenen erreichen können.
Jede Statistik, die ich gesehen habe, deutet darauf hin, dass, je jünger eine Person in Amerika ist (Personen, die alt genug sind, um zumindest einige Mittel zu besitzen), diese umso weniger spendet – nicht in absoluten Zahlen weniger (das ließe sich auf ein geringeres Einkommen zurückführen), sondern weniger in Proportion zu dem, was sie hat.
Welch eine Anklage an uns als Eltern und Gemeinden, die wir darin versagen, unsere Kinder das Geben zu lehren! … Wenn unsere Kinder das Geben nicht von uns lernen, wer wird es sie dann lehren?

Nachtext

Quellenangaben

Randy Alcorn „Geld, Besitz und Ewigkeit“, 3L Verlag, mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Siehe auch Buchbesprechung auf S. 22