Zeitschrift-Artikel: Erwin W. Lutzer: Das widerspenstige Ich

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Titel: Erwin W. Lutzer: Das widerspenstige Ich
Typ: Buchbesprechung
Autor: Ulla Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Erwin W. Lutzer: Das widerspenstige Ich

Vortext

Text

„Warum sind Versuchungen so mächtig und so attraktiv?“
„Könnte Gott nicht die Leidenschaften bremsen, um moralische Reinheit zu fördern?“
„Wenn Gott allmächtig ist, warum macht er uns diesen Kampf nicht leichter?“
„Könnte er uns nicht vor Orten der Versuchung bewahren?“
„Warum verbannt er Satan nicht jetzt schon in die Hölle?“
„Wie konnte Gott von seinem Freund Abraham fordern, seinen einzigen geliebten Sohn zu opfern?“
„Kann man Sieg und Befreiung erleben?“


Dieser nicht enden wollende Kampf mit dem widerspenstigen Ich und den hartnäckigen Sünden – jeder kennt ihn! Wir entscheiden uns, schlechte Angewohnheiten ein für alle Mal zu überwinden und sind sogar für eine Zeit erfolgreich. Doch dann kommt der Rückfall – und der deprimierende Kreislauf beginnt von vorn. Schließlich fühlen wir uns so enttäuscht und kraftlos, dass wir aufgeben …
Doch was diese quälenden Fragen deutlich machen, ist eine gravierende Schieflage in unserem Denken: Wir zweifeln an Gottes Güte! „Wir befürchten“, stellt der bekannte Autor Erwin W. Lutzer fest, „dass uns irgendein erstrebenswertes Vergnügen entgeht. Wir stellen infrage, ob Gottes Weg wirklich der Beste für uns ist!“
Doch Lutzer ist überzeugt, dass es möglich ist, diesen suchtähnlichen Kreislauf sündigen Verhaltens zu durchbrechen.
Anhand biblischer Einsichten beleuchtet er die Problematik. Dabei beschäftigt er sich auch mit solch schwierigen Fragen wie:
„Warum gibt es überhaupt Versuchungen“, „Welchen Zweck erfüllen sie in unserem Leben?“, „Und was passiert, wenn wir wieder einen Rückfall erleben?“
Lutzer macht aber auch deutlich, dass die Arbeit am „widerspenstigen Ich“ eine lebenslange Herausforderung bleibt, bei der aber durch Gottes Macht und Hilfe selbst Essen und Trinken, Schlaf und Sexualität nicht mehr Gelegenheiten häufiger Niederlagen bleiben müssen. Er kommt zu den provozierenden, aber heilsamen Erkenntnissen:
„Unsere Reaktion auf Versuchungen ist ein genauer Gradmesser unserer Liebe zu Gott!“ „Nach jeder Versuchung sind wir in einem besseren oder in einem schlechteren Zustand!“  „Versuchungen bringen unsere besten oder unsere schlechtesten Eigenschaften zum Vorschein!“ „Gott möchte, dass wir eine Leidenschaft für Ihn entwickeln, die größer ist als unsere Leidenschaft zur Sünde.“ „Wenn wir zu der Versuchung ‚Nein‘ sagen, sagen wir damit immer auch zu etwas weit Besserem ‚Ja‘!“
Ein Buch, dass jeder Christ mit Gewinn lesen wird, das Mut macht zum Kämpfen – und zum sofortigen Aufstehen nach dem Fallen. Und das motiviert, Gottes Gnade Raum zu geben, damit die Persönlichkeit von Grund auf zu seiner Ehre verändert wird.
Jedes Kapitel schließt mit Ratschlägen und Fragen zur Vertiefung und zum Vergegenwärtigen des biblischen und innerpersönlichen Befundes.

Nachtext

Quellenangaben

CLV, Pb., 192 S., 6,90