Zeitschrift-Artikel: Kompromisslose Führer

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Titel: Kompromisslose Führer
Typ: Artikel
Autor: A.W. Tozer
Autor (Anmerkung):

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Titel

Kompromisslose Führer

Vortext

Text

<p>Einer der einst &uuml;ber Israel ausgesprochenen Wehrufe lautete, seine Prinzen sollten Kinder sein. Gott sagte, er w&uuml;rde aus Jerusalem und Juda den M&auml;chtigen, den Richter, den Propheten, den Weisen und den Alten, den ehrenwerten Mann und den Ratgeber wegnehmen und ihm Kinder als<br />Prinzen geben und kleine Kinder &uuml;ber es herrschen lassen. Wie sehr es auch beklagt werden mag, es ist dennoch nicht einmalig und auch nicht ungew&ouml;hnlich, dass die W&uuml;rdigeren von den weniger W&uuml;rdigen gef&uuml;hrt werden. Denn es ist oft der Fall, dass die auf einem bestimmten Gebiet M&auml;chtigen schweigen, w&auml;hrend die Quasi-Gro&szlig;en laut schreien.<br />Die &Ouml;ffentlichkeit, die ja neutral ist, folgt gew&ouml;hnlich der hartn&auml;ckigsten Stimme. [&hellip;]<br />Wir brauchen heute F&uuml;hrer, die sich so vollst&auml;ndig mit dem Jesus identifizieren, der das Kreuz trug, dass sie getrennt von ihm kein Leben haben, keinen Ehrgeiz, au&szlig;er, ihn in den Augen der Menschen herrlich erscheinen zu lassen. Solche Menschen werden keine Stellung und keinen Ruf anstreben. Christus selbst wird ihre Herrlichkeit und ihr Alles sein.<br />Derjenige ist ein armes und erb&auml;rmliches Beispiel f&uuml;r einen Christen, der einen Sitz bei einem Festmahl einnimmt, bei dem sein Herr nicht willkommen ist; der in dem Sonnenschein einer Freundschaft badet, die sein Herr nicht teilen kann. Der wahre Diener w&uuml;nscht sich nichts mehr, als dort zu sein, wo Jesus ist, mit ihm in der Gunst der Menschen zu bestehen oder zu fallen, jederzeit mit ihm zu leiden oder sich zu freuen.<br />In einer Zeit wie dieser muss sich jeder echte Christ entscheiden, ob er sich mit den religi&ouml;sen Zeiten treiben l&auml;sst und kraftlos dorthin geht, wohin ihn die lauten Werber bringen, oder ob er standhaft bleibt, um den Bewegungen zu widerstehen, die ihn allm&auml;hlich von der vern&uuml;nftigen und zuverl&auml;ssigen Lehre wegbringen.<br />Der Christ, der eine geistliche Sicht und den Mut hat, ihr zu folgen, wird nicht lange z&ouml;gern, welchen Kurs er einschl&auml;gt. Er wird sein Haus in Ordnung bringen und sich bereit machen, zusammen mit seinem Erl&ouml;ser sein Kreuz zu tragen [&hellip;]<br />Ehe wir bei religi&ouml;sen Paraden mitmarschieren, sollten wir besser innehalten und herausfinden, wohin sie f&uuml;hren. Fr&uuml;her oder sp&auml;ter werden wir alle vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, um das Urteil f&uuml;r die Dinge zu empfangen, die wir im Leib getan haben. Jetzt haben wir die Gelegenheit, unsere Marschrichtung festzulegen.<br />Dann wird es zu sp&auml;t sein &hellip;</p>

Nachtext

Quellenangaben

<p>Aus: Lyle W. Dorsett &bdquo;Voller Leidenschaft f&uuml;r Gott &ndash; Das Leben von A.W. Tozer&ldquo;, SCM H&auml;nssler, S. 236 &ndash; 240</p>