Zeitschrift-Artikel: Elisabeth Elliot: Wege durch das Leiden - Führung in schweren Zeiten

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Titel: Elisabeth Elliot: Wege durch das Leiden - Führung in schweren Zeiten
Typ: Buchbesprechung
Autor: Ulla Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Elisabeth Elliot: Wege durch das Leiden - Führung in schweren Zeiten

Vortext

Text

<p>&bdquo;Jesus l&auml;sst zu, dass Missionarinnen umgebracht werden. Er l&auml;sst zu, dass Babys ohne ihre Eltern aufwachsen m&uuml;ssen. Und er l&auml;sst zu, dass Kinder ihre besten Freunde verlieren &hellip;&ldquo;<br />Immer wieder stehen wir vor solchen &bdquo;Stra&szlig;ensperren&ldquo; des Leides. Die Frage ist, was fangen wir<br />damit an? Und die Antwort darauf wird unser eigenes Leben pr&auml;gen und Auswirkungen darauf haben, wie wir mit Leidgepr&uuml;ften umgehen. Aber auch Entt&auml;uschungen, Verdruss und &Auml;hnliches &ndash; also selbst Leiden in seiner mildesten Form &ndash; wollen wir nicht hinnehmen und lehnen es ab. Das Tragische ist, dass wir damit ein Grundprinzip Gottes aus unserem Leben verbannen &ndash; und den Segen, der im Loslassen unserer eigenen Vorstellungen und im Annehmen der guten Wege Gottes liegt.<br />Elisabeth Elliot hat viele dieser schweren Lektionen lernen m&uuml;ssen. Sie scheut sich nicht, in diesem Zusammenhang unbequeme Fragen zu stellen und die Schmerzen unter die Lupe zu nehmen, die uns so zu schaffen machen. Im Alter von etwa zw&ouml;lf Jahren bat sie Gott, seinen Willen in ihrem Leben voll zur Geltung zu bringen &ndash; um jeden Preis! R&uuml;ckblickend schreibt sie:<br />&bdquo;Das fundamentale Prinzip aller Existenz auf dieser Erde zeigt, dass der Tod das Tor zum Leben ist [&hellip;] Die Auslieferung des eigenen Willens &ndash; was kann noch sicherer &sbquo;Tod&lsquo; bedeuten? Aber es ist die Voraussetzung, um Gottes Willen, Gottes Leben und Gottes Freude zu empfangen.&ldquo;<br />Sie verschweigt nicht, dass es oftmals ein langer Weg ist, bis wir die Liebe Gottes in unserem eigenen Leid erkennen. Aber sie ermutigt auch zu einem neuen, bedingungslosen Vertrauen auf<br />den Gott, der Leiden zul&auml;sst, gerade weil er uns liebt und dessen<br />letztes Ziel in allem Leid Freude ist: &bdquo;Wenn das Kreuz der Platz ist, an dem das Schlimmste, was &uuml;berhaupt nur passieren konnte, geschehen ist, so ist es doch auch die Stelle, wo das Beste aller Ereignisse stattfand. &Auml;u&szlig;erster Hass und h&ouml;chste Liebe begegnen sich auf diesen Kreuzesbalken. Leiden und Lieben kamen zur Harmonie.&ldquo;<br />Ein herausforderndes, hilfreiches Buch f&uuml;r alle, die selber durch Leiden gehen m&uuml;ssen und auch f&uuml;r solche, die helfen m&ouml;chten, die Lasten ein wenig mit zu tragen.</p>

Nachtext

Quellenangaben

<p>Neuauflage; CLV, Pb., 192 S., &euro;6,90</p>