Zeitschrift-Artikel: "Wir sind noch nicht zu Hause

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Titel: "Wir sind noch nicht zu Hause
Typ: Artikel
Autor: Joseph M. Stowell
Autor (Anmerkung):

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Titel

"Wir sind noch nicht zu Hause

Vortext

Text

<p>Wir sollten festhalten, dass Christus den Himmel nicht als einen Ort beschrieb, an dem es exotische Landschaften gibt, Filme, Whirlpools oder Mehrfachgaragen. Er sprach vom Himmel als dem Ort, an dem er lebt und wo wir uns einmal &uuml;ber seine Gegenwart freuen werden [&hellip;].<br />Unser himmlisches Zuhause wird etwas Besonderes sein, weil Christus und unser himmlischer Vater dort sein werden.<br />Tatsache ist: Je vertrauter unser Umgang und unsere Erfahrungen mit Christus hier auf der Erde sind, desto mehr sehnen wir uns nach dem Himmel. Kann es sein, dass der Himmel uns so unwirklich erscheint, weil unsere Beziehung zu Christus so allt&auml;glich geworden ist? Erscheint er uns unwirklich, weil wir uns nicht l&auml;nger sehnen, nach Hause zu kommen und bei ihm zu sein, was weit besser w&auml;re &ndash; wie Paulus sagte?<br />M&ouml;chten Sie sich nach dem Himmel sehnen? Dann pflegen Sie eine immer tiefer werdende Beziehung zu Christus. Wenn sich unsere Herzen zu Christus neigen, der im Himmel ist, werden unsere Gedanken und Gef&uuml;hle dort hingezogen. Wenn unsere Herzen aber mit der Erde verbunden sind, wird der Himmel f&uuml;r uns unwirklich, entfernt und tr&uuml;be sein. [&hellip;].<br />Ich erinnere mich an ein &auml;lteres Missionars-Ehepaar, das nach jahrelangem, treuem Dienst in seinem Heimathafen ankam. Am Kai wurden ein Botschafter und seine Frau, die ebenfalls mit dem Schiff nach Hause kamen, von einer Menschenmenge umringt. W&auml;hrend Fotografen ihre Aufnahmen machten, wurden der Frau des Botschafters Rosen &uuml;berreicht, und eine aufmerksame, bewundernde Presse und &Ouml;ffentlichkeit notierte jedes Wort, als er von der Freude sprach, seiner Regierung gedient zu haben und jetzt wieder zu Hause zu sein. Als das Missionars-Ehepaar unbemerkt durch die Menge ging, fragte die Frau, der Tr&auml;nen &uuml;ber die Wangen<br />liefen, ihren Mann: &bdquo;Wie kann es sein, dass wir unser ganzes Leben Christus gegeben haben und trotzdem ist niemand hier, um uns zu ehren und uns zu Hause willkommen zu hei&szlig;en?&ldquo; Ihr verst&auml;ndnisvoller Ehemann sah &uuml;ber diesen einsamen Augenblick hinaus und sagte zu ihr: &bdquo;Schatz, wir sind noch nicht zu Hause!&ldquo;<br />Wenn wir unseren Verstand und unser Herz neu ausrichten, begreifen wir Paulus&rsquo; Aussage in Philipper 1,21: &raquo;Denn das Leben ist f&uuml;r mich Christus und das Sterben Gewinn&laquo;. Ohne den Himmel als einzig realen und vern&uuml;nftigen Bezugspunkt w&uuml;rden wir, wie die Welt, davon ausgehen, dass das Leben f&uuml;r uns Gewinn und das Sterben Verlust ist.</p>

Nachtext

Quellenangaben

<p>Aus: J.M. Stowell &bdquo;Leben im Bewusstsein der Ewigkeit&ldquo;, CV Dillenburg, S. 89-91, mit freundlicher Erlaubnis des Verlages</p>