Zeitschrift-Artikel: Jennifer Rees-Larcombe: Im Netz der Spinne

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Titel: Jennifer Rees-Larcombe: Im Netz der Spinne
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang B
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 799

Titel

Jennifer Rees-Larcombe: Im Netz der Spinne

Vortext

Oncken, gb., 288 S., DM 39.80

Text

Die begabte und auch im deutschen Sprachraum nicht unbekannte Autorin hat mit diesem Roman ein Buch geschrieben, daß sich von vielen in den letzten Monaten erschienenen Erzählungen positiv abhebt. Sie beschreibt die Bewolmer einer gewöhnlichen Straße einer normalen englischen Kleinstadt mit ihren Ausgeflippten und Spießbürgern, Gesundheitsfanatikern und Alkoholikern, Esoterikern, Karrieremenschen und Versagern, Scheinheiligen und glaubwürdigen Christen. Es sind mehr oder weniger "normale" Menschen, wie wir sie aus unserer Umgebung kennen, mit ihren Hoffnungen, Sorgen, Plänen und Enttäuschungen und in irgendeiner der Personen erkennt sich der Leser wieder. Ein Jahr lang begleitet der Leser das Leben der Bewohner von "Labernum Terrace" und weiß bereits von Anfang an, daß am Ende dieses einen Jahres ein Inferno über diese Leute hereinbrechen wird. Er wird also angeregt, vor diesem tragischen Hintergrund das Leben der Menschen von "Labernum Terrace" zu beurteilen. Die gekonnt und realistisch geschilderten Personen und ihre Lebensverhältnisse, der sehr spannend dargebotene Stoff, der den Leser zum Nachdenken bringt und den Kern des Evangeliums deutlich macht, ohne die "Kneifzange" zu benutzen, macht das Lesen zu einer Freude. Abgesehen von dem hohen Preis und der kurzen Bemerkung über das Austreiben böser Geister aus den Zimmern des Hauses einer ehemaligen Geistheilerin (S. 280), ein Buch, das man auch Nichtchristen warm empfehlen kann.

Nachtext

Quellenangaben