Zeitschrift-Artikel: Ehre, wem Ehre geb

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Titel: Ehre, wem Ehre geb
Typ: Artikel
Autor: Wilhelm Busch
Autor (Anmerkung): (1897 - 1966)

online gelesen: 763

Titel

Ehre, wem Ehre geb

Vortext

"Und sie schreien mit lauter Stimme und sagen: Das Heil unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!" Offbg. 7,10

Text

"Sie schreien"!
Ein wildes, ein tumultartiges Freudengeschrei!
Ein Geschrei aus Herzen, die zerspringen wollen vor Freude!
Das ist die Gemeinde Jesu Christi am Ziel!

Wer diese Bibelstelle liest, den muß es doch einfach zum Gebet treiben: "Herr! Laß mich dabei sein - bei diesen Leuten und ihrem Freudengeschrei! Und hilf mir, daß ich manch einen mitbringe!"

Der griechische Geschichtsschreiber Xenophon, der etwa 400 Jahre vor der Geburt Christi lebte, hat einen großartigen Tatsachenbericht geschrieben über ein Ereignis, das er selbst an entscheidender Stelle miterlebte: Durch Kriegsereignisse waren 10.000 griechische Söldner irgendwo in die Gegend am Euphrat verschlagen worden. Da standen sie nun, umgeben von Feinden, überall bedroht. Und dann schlugen sie sich durch - von der mesopotamischen Ebene durch das wilde Kurdistan und das armenische Gebirge bis hin zum Schwarzen Meer. Hier waren sie gerettet. Xenophon schildert ergreifend, wie sie beim Anblick des Meeres in Jubel ausbrachen: "Das Meer! Das Meer! Gerettet! Gerettet!"

Die Offenbarung des Johannes zeigt uns am Thron Gottes ein "gläsernes Meer". Dort werden die Kinder Gottes, die sich hier durch diese Welt durchschlugen - vom Teufel bedroht in ihrem Glauben - auch jubeln: "Das Meer! Das Meer! Gerettet! Gerettet!"

Diese Gemeinde am Ziel rühmt - und das ist wichtig - nicht ihren Glauben und ihren Mut, sondern "das Lamm", Jesus, der sie für Gott erkaufte durch Sein Sterben am Kreuz, und den starken Gott, dem alle Ehre und Anbetung gebührt.

Nachtext

Quellenangaben