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Zeitschrift-Artikel: Die Weisen aus dem Morgenland 1.Teil

Zeitschrift: 36 (zur Zeitschrift)
Titel: Die Weisen aus dem Morgenland 1.Teil
Typ: Artikel
Autor: Hermann Grabe
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 8

Titel

Die Weisen aus dem Morgenland 1.Teil

Vortext

Text


 „ Weisheit erwerben, wieviel besser ist es als feines Gold "
(Sprüche 16,16)

So zogen sie auf den Spuren Abrahams ins
Gelobte Land, bis nach Jerusalem.

Die Weisen aus dem Morgenland
(lies Matth. 2, 1-2)

Vielleicht steht in deiner Bibel: Sterndeuter, morgenländische Priester oder Magier; aber eins ist sicher: sie waren weise. Sie verließen und ver­schenkten ihre zeitlichen Güter, um den großen Schatz der Ewigkeit, den Herrn Jesus anzubeten. Ich wollte, wir wären alle so klug wie diese Männer.
Sie wohnten im Land des Ostens, im Kains­land, da, wo die Gesetzlosigkeit und der Götzen­dienst zu Hause waren (Sach. 5,8-11; Jousa 24,2). Aber ihr Herz suchte etwas Besseres. Nacht für Nacht suchten sie den Himmel ab nach Licht, nach einer Erklärung, warum die Erde ihnen nicht genug sein konnte. Und weil Gott es den Aufrichtigen gelingen läßt, leuchtete Er in ihre Finsternis mit der Erscheinung des Sternes, der ihnen keine intellektuelle Befriedigung gab, auch nicht alle Welträtsel für sie löste, sondern der ihnen offenbarte, daß der verheißene König in diese Welt gekommen war. Gott hatte gehandelt. Jetzt war ihnen klar, daß sie an der Reihe waren, etwas zu tun.

Du weißt auch, daß Gott uns in dem Herrn Jesus besucht hat. Was hat das bei dir in Bewegung gesetzt? Diese Weisen nahmen ihre Schätze, verließen ihre Stellung in der Welt und machten sich auf den Weg, dem König, den Gott auf die Erde gesandt hatte, zu huldigen. Huldigen heißt: sich klein (ganz wörtlich: zum Hund) machen vor dem König.
Du kennst nun schon seit einigen Jahren den Herrn Jesus, besuchst regelmäßig die Versamm­lungen und weißt verhältnismäßig viel über geist­liche Dinge. Stell dir vor, die Weisen kämen zu dir und fragten dich, wie sie den Herrn Jesus besser, näher und genauer kennenlernen, könnten. Sicher wärest du in der Lage, sie aus der Bibel zu beleh­ren, und ihnen manches zu sagen, was sie noch nicht, oder nur ungenau, oder sogar falsch wissen, genau wie die Schriftgelehrten damals. Aber du merkst selbst, so wichtig und so richtig der Hin­weis auf Bethlehem war, gebracht hat er nur den Weisen etwas, weil sie ihm auch folgten.

Ist dir der Gedanke nicht schrecklich, daß Gläubige, die erst kürzlich bekehrt wurden, an dir vorüberziehen, dem Herrn Jesus entgegen, während du jahrein, jahraus in der gleichen Distanz zu dem Herrn bleibst, oder sogar immer weiter abtreibst? Ich sag dir, die Weisen frieren in deiner Gegen­wart, weil ihr Herz brennt und deins lauwarm ist.
Vielleicht zogen sie deshalb auch noch abends aus Jerusalem, weil sie nicht eine Nacht da ver­weilen wollten, wo man von der Herrlichkeit des Herrn wußte und doch keine Konsequenzen daraus zog. Zurück blieben Pharisäer und Dogmatiker, die ihre Lehre für das Eigentliche hielten und dadurch ihre Bestimmung verfehlten.

 

Die Weisen aber zogen, von Gott selbst geleitet weiter, bis sie zu den Füßen des Herrn lagen, da, wo einmal alle, aber auch alle liegen werden, Freiwillige und Gezwungene. Und sie breiteten ihre Schätze aus, nicht irgend ein Souvenir aus Babylon, nicht irgend eine religiöse formale Hal­tung, Ausdrucksweise oder überkommene Form, denn daran liegt dem Herrn nichts, sondern das, was Ihm selbst kostbar war: Gold (im Bild: Gottes Herrlichkeit), Weihrauch (im Bild: das Wohlge­fallen, das Gott an dem Menschen Christus Jesus fand) und bittere Myrrhe (im Bild: die Erinnerung an Sein Leiden und Sterben).
Wäre das doch auch unser Schatz, den wir dem Herrn Jesus auftun könnten! Wie würde Gott geehrt! Wie weise wären wir!

Nachtext

Quellenangaben