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Zeitschrift-Artikel: Ehre wem Ehre gebührt

Zeitschrift: 154 (zur Zeitschrift)
Titel: Ehre wem Ehre gebührt
Typ: Artikel
Autor: Wilhelm Busch
Autor (Anmerkung): (27.3.1897 - 20.6.1966)

online gelesen: 5

Titel

Ehre wem Ehre gebührt

Vortext

“Sie schrien mit lauter Stimme und sprachen: Heil sei dem, der auf dem Thron sitzt, unserem Gott, und dem Lamm!“ Offenbarung 7,10

Text

„Sie schrien!“ Ein wildes, ein tumultartiges Freudengeschrei! Ein Geschrei aus Herzen, die zerspringen wollen vor Freude! Das ist die Gemeinde Jesu Christi am Ziel! Wer diese Bibelstelle liest, den muss es doch einfach zum Gebet treiben: „Herr! Lass mich dabei sein – bei diesen Leuten und ihrem Freudengeschrei! Und hilf mir, dass ich manch einen mitbringe!“ Der griechische Geschichtsschreiber Xenophon, der etwa 400 Jahre vor der Geburt Christi lebte, hat einen großartigen Tatsachenbericht geschrieben über ein Ereignis, das er selbst an entscheidender Stelle miterlebte: Durch Kriegsereignisse waren 10.000 griechische Söldner irgendwo in die Gegend am Euphrat verschlagen worden. Da standen sie nun, umgeben von Feinden, überall bedroht. Und dann schlugen sie sich durch – von der mesopotamischen Ebene durch das wilde Kurdistan und das armenische Gebirge bis hin zum Schwarzen Meer. Hier waren sie gerettet. Xenophon schildert ergreifend, wie sie beim Anblick des Meeres in Jubel ausbrachen: „Das Meer! Das Meer! Gerettet! Gerettet!“ Die Offenbarung des Johannes zeigt uns am Thron Gottes ein gläsernes Meer. Dort werden die Kinder Gottes – die sich hier durch diese Welt durchschlugen, vom Teufel bedroht in ihrem Glauben – auch jubeln: „Das Meer! Das Meer! Gerettet! Gerettet!“ Diese Gemeinde am Ziel rühmt – und das ist wichtig – nicht ihren Glauben, ihre Treue und ihren Mut, sondern „das Lamm“, Jesus, der sie für Gott erkaufte durch sein Sterben am Kreuz, und den starken Gott, dem alle Ehre und Anbetung gebührt.

Nachtext

Quellenangaben

Aus: „Licht und Leben“, August 1966