Zeitschrift-Artikel: FAHRRADMISSION DURCH DEN PFÄLZERWALD

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Titel: FAHRRADMISSION DURCH DEN PFÄLZERWALD
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FAHRRADMISSION DURCH DEN PFÄLZERWALD

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Wenige von Euch werden die schöne Gegend im Pfälzerwald an der deutsch - französichen Grenze kennen, wo wir dieses Jahr unseren Urlaub ver­brachten. Eine hügelige Landschaft mit saftigen, grünen Wiesen, rauschenden Bächen, ausgedehnten Wäldern, die Dörfer fern von den Hauptverkehrs­straßen - eine fast unberührte Natur, bisher aber auch nahezu unerreicht von dem Evangelium.

Die meisten Bewohner sind katholisch und versuchen mit "guten Werken" vor Gott gerecht

zu werden, was ihnen nicht gelingen kann, denn

"aus Werken" wird kein Mensch vor Ihm gerecht" (Röm. 3,20).

Durch die Worte Jesu: "Gehet hin in alle Welt und verkündigt das Evangelium jeder Krea­tur" erkannten wir, daß es unser Auftrag ist, auch diesen Menschen von der Liebe Gottes zu erzählen, der Seinen Sohn gab, auf daß jeder, der an Ihn glaubt nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe. Die Evangelisation begann dienstags, nachdem wir den Vortag zum gegenseitigen Kennenlernen, zum Stempeln der Traktate, zum Volleyballspie­len und zum Gebet genutzt hatten. Einen Teil der Dörfer fuhren wir mit den Fahrrädern an, hinterließen in jedem Haushalt eine Schrift und führten einige Gespräche. Diese Verteilarbeit soll als Vorbereitung für eine spätere Haus—zu—Haus—Aktion dienen. In Wieslautern, wo unsere Zelte aufgeschlagen waren, gingen wir in jedes Haus und bezeugten, daß Jesus Christus unser Leben verändert hat, daß er für unsere Sünden gestorben ist, und daß er heute noch lebt. Die Freundlichkeit und Offenheit vieler Men­schen bestärkte uns, weiter zu reden, weiter zu verteilen, etliche Stunden am Tage in praller Sonne. Wir erinnerten uns an das Wort Gottes: "Wie lieblich sind die Füße derer, die das Evange­lium des Friedens, die das Evangelium des Guten verkündigen." Während die Burschen so auf "Schusters Rappen" unterwegs waren, sammelten die Schwe­stern auf den Straßen Jungen und Mädchen für die Kinderstunden. Treffpunkte waren in einem Dorfteil "die Treppe vor der Post", im anderen "der Springbrunnen". Von weitem sahen wir, wie unsere Schwestern biblische Geschichten erzählten, wie sie auf der Gitarre vorspielten uns sangen.


Für die Abende hatten wir Jugendliche aus
dem Ort zu unseren Zelten eingeladen. Wird jemand kommen? Wird jemand den Weg zu uns finden? fragten wir uns. Einer nach dem andern kam den Berg herauf — zu Fuß, auf dem Fahr­rad, mit dem Moped. Wie staunten wir, als sich schließlich 20 junge Leute eingefunden hatten. Der Abend begann mit spannenden Volleyball­spielen, währenddessen einige den Spießbraten vorbereiteten. Vor und nach dem Essen sangen wir zusammen Lieder von Jesus. Zwischendurch erzählten verschiedene von uns, wie sie zum Herrn gefunden hatten. Mit denjenigen, die noch dablei­ben konnten und wollten, führten wir noch manch interessante Gespräche.

Für viele Geschwister war diese Evangelisation der erste größere Einsatz. Was uns in dieser Woche erwarten würde, wußte niemand recht, doch zu­rückblickend können wir sagen, daß es für jeden eine segensreiche Zeit gewesen ist. Daß Gott mit uns war, erkannten wir schon am Wetter: seit Wochen regnete es fast ohne Unterbrechung, doch als wir unterwegs waren, schien beinahe ausnahmslos die Sonne. Ganz besonders dankbar sind wir dem Herrn, daß wir in dieser Woche erleben durften, wie wunderbar es ist, "wenn Brüder einträchtig bei­einander wohnen". Diese Gemeinschaft begann schon am Morgen nach der persönlichen Stillen Zeit, mit gemeinsamen Gebet und anschließendem frohen Singen. Aber auch bei den anfallenden Arbeiten und in den Einsätzen, gab der Herr Gnade zum Frieden. Unser Ziel war es, daß in Wieslautern durch diese Tour eine wöchentliche Kinderstunde und auch ein Bibelkreis entstehen würde. Heute noch fahren jede Woche einige Schwestern nach Wieslautern und treffen sich mit Kindern. Zu den Bibelstunden kamen anfangs mehrere Jugendliche, doch nach einigen Wochen 
blieben nur drei übrig, mit denen wir noch in Kontakt stehen: Thomas, Ute und Monika.

Obwohl bisher wenig Frucht zu sehen ist, sind wir doch zuversichtlich, daß das Wort Gottes nicht leer zurückkommt, sondern daß es ausführen wird, wozu es gesandt ist (Jes. 55,11). Der Herr wird das Gedeihen geben zu Seiner Zeit! Von Ihm und durch Ihn und für Ihn sind alle Dinge; Ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! Amen.

Mit lieben Grüßen von Euren Geschwistern Uwe Ekker u. Günther Igel

Nachtext

Quellenangaben