Zeitschrift-Artikel: Was ist der Wille Gottes?

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Titel: Was ist der Wille Gottes?
Typ: Artikel
Autor: A. /K. Bronsema/ Becker
Autor (Anmerkung):

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Titel

Was ist der Wille Gottes?

Vortext

Text

„Das ihr prüfen möget, was der gute und vollkommene und wohlgefällige Wille Gottes ist.

(Römer 12, 2)

"Seid heilig, denn ich bin heilig." (1. Petr. 1,16) oder "Denn dies ist Gottes Wille: eure Heiligkeit." (1. Thess. 4,3), ist kein souveräner Wille Gottes, ansonsten würden wir gar kein anderes Leben führen können als ein, in jedem Bereich, zu Gott hin abgesondertes.

Es ist auch nicht nur der Herzenswunsch unseres Herrn an einige ganz bestimmte Jünger, sondern ein Gebot des moralischen Willens Gottes an sein gesamtes Volk, an alle Glieder des Leibes!

zum Unterschied des souveränen Willen Gottes, der ganz sicher völlig erfüllt wird, wird das moralische Gesetz vom Menschen im Ungehorsam übertreten, und zeigt nicht nur die Vollkommenheit unseres Herrn Jesus Christus, sondern auch die Notwendigkeit unse­res Teilhabens an seinem wunderbaren Werk unserer Erlösung.

"Der Gott des Friedens aber ... vollende euch in jedem guten Werke, um seinen Willen zu tun… was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesum Christum, welchem die Herrlichkeit sei, in die Zeitalter der Zeitalter." (Hebr. 13,21)

3) der Herzenswille Gottes,

spricht von der Liebe Gottes und den Wünschen
die aus seinem Herzen kommen; wo der Herr uns ganz

fung, und für seine von ihm erschaffenen Geschöpfe (also auch für uns), u. ist zunnächst an die gesamte Menschheit gerichtet.

Wenn Gott sagt: " . der Lohn der Sünde ist der

Tod." (Röm. 6,23), so kann keiner von uns sagen: Ich weigere mich zu sterben! Ob es uns gefällt oder nicht, wir müssen alle sterben, da wir alle Sünder sind (Ps. 51,5 ; Röm 3,10). Keiner von uns kann den sou veränen Willen Gottes ändern oder sich ausschließen; möge er noch so viel beten und fasten.

Dieser absolut souveräne Wille Gottes, ist jedoch, wie schon erwähnt zunächst an die Menschen als Gesamt­heit gerichtet

Sprechen wir vom Willen Gottes, so unterscheiden wir:

1)     den absolut souveränen Willen Gottes

2)     den moralischen Willen Gottes

3)     den Herzenswillen Gottes

1) der souveräne Wille Gottes

spricht vom R a t s c h l u ß Gottes für seine Schöpfung

Deshalb kann der Herr, was sein Volk des Eigentums betrifft (ich meine hier den Leib Christi, bestehend aus allen Erretteten), sowie dem Einzelnen persönlich, obgleich auch sie sterben, dennoch sagen: er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen." (Joh. 5,24) der souveräne Wille Gottes wird ganz sicher völlig er­füllt werden.

Niemand und nichts kann es hindern, daß sein Rat?
schluß zustande kommt, und sein Wille vollführt wird.

"Gedenke des Anfänglichen von der Urzeit her, daß ich Gott bin, und sonst ist keiner, daß ich Gott bin, und gar keiner wie ich; der ich von Anfang an das Ende verkünde, und von alters her, was noch nicht geschehen ist; der ich spreche: Mein Ratschlu ß soll zustande kommen, und all mein Wohlgefallen werde ich tun." (Jes. 46,9-11)

2) der moralische Wille Gottes,

spricht von der H e i I igkeit Gottes, und seinem ihm entsprechendem moralischen Willen, der in Jesus Christus völlig erfüllt wurde. Der Herr wendet sich hier an sein Volk des Eigentums (ich meine hiermit wieder alle Erretteten) persönlich (innig) anspricht

Wenn der Herr, zu einem Aussätzigen (der glaubte, daß er ihn gesund machen könne, — wenn der Herr wolle) sagt: "Ich will! Sei gereinigt!" (Matth. 8,3), so kann die gesamte Menschheit lange darauf warten, daß jetzt alle gesund werden, weil sich doch das Wort des Herrn erfüllen müsse, der doch selbst gesagt hatte: Ich will!

Es wird auf dieser Erde immer wieder Kranke geben, denn dies ist nicht der souveräne Wille Gottes, daß alle Menschen gesund werden! Es ist auch nicht der mora­lische Wille des Herrn, so daß jeder Errettete nun danach trachten müsse gesund zu werden, und irgendwelchen Heilungspredigern, die sich nicht selten als Scharla­tane entlarven, nachläuft! Nein, dies ist der Wunsch des Herrn, der aus seinem Herzen kommt, und von seiner innigsten Liebe spricht, die er offenbart, wem e r möchte.

Der Herzenswille Gottes wird nur soweit erfüllt, soweit er in den souveränen Willen Gottes eingeschlossen ist, oder auch, soweit wir dem Herrn gehorsam sind.

Ein weiteres Beispiel des Herzenswillens oder - wunsches Gottes ist das Wort aus 1. Tim. 2,4:

 

welcher (Gott) will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen."

Nachtext

Quellenangaben