Zeitschrift-Artikel: Leon Jaworski: "Im Namen des Rechts" Entscheidungsstunden eines Staatsanwalts

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Titel: Leon Jaworski: "Im Namen des Rechts" Entscheidungsstunden eines Staatsanwalts
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Leon Jaworski: "Im Namen des Rechts" Entscheidungsstunden eines Staatsanwalts

Vortext

Text

Eine erschütternde, zum Nachdenken und zur Selbstprü­fung herausfordernde Autobiographie!

Jaworski, der Sonderstaatsanwalt in den Watergate-Un­tersuchungen, schildert sein Leben als Sohn eines tief­gläubigen Pfarrers, als Student der Rechtswissen­schaften, als junger Verteidiger, der durch sein uner­schrockenes Eintreten für Recht und Gerechtigkeit schnell bekannt und nach dem zweiten Weltkrieg mit den Voruntersuchungen der Kriegsverbrecherprozesse be­traut wird.

Vor dem Leser des Buches wird ein Stück jüngere Zeit­geschichte aufgerollt, ein Zeitabschnitt voll Gewalt, Grausamkeit, Egoismus, Heuchelei und Gottlosigkeit. Im­mer wieder wird die Frage reflektiert: "Wie konnte es dahin kommen?". "Wäre das heute auch noch möglich?".

Eingewoben in diese weltbewegenden Ereignisse sind die persönlichen Erfahrungen und Anfechtungen des Autors, dessen Christsein nicht nur im Beruf, sondern auch als Familienvater schweren Prüfungen unterworfen ist.

Auch wenn man hier und da einige Gedanken von der Bi­bel her hinterfragen möchte und es an manchen Stellen ein wenig nach "moralischer Aufrüstung" riecht, so wird man doch bewegt und dankbar dieses Buch aus der Hand legen.

 

Sehr gut geeignet auch zum Weitergeben an solche, die dem Evangelium skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen.

Nachtext

Quellenangaben

Brockhaus Paperb., 200 S., DM 24.80