Zeitschrift-Artikel: Der HERR – mein Fels, meine Burg, mein Erretter

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Titel: Der HERR – mein Fels, meine Burg, mein Erretter
Typ: Artikel
Autor: Thomas Lange
Autor (Anmerkung):

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Titel

Der HERR – mein Fels, meine Burg, mein Erretter

Vortext

Text

Es war einer der milden Novembertage des Jahres 2015, als uns von einem auf den anderen Moment plötzlich der Atem stockte und wir auf dramatische Weise unsere menschliche Ohnmacht erkannten. Unser achtjähriger Sohn Johannes spielte, wie beinahe jeden Tag, im Freien. Sein Schulkamerad war am Nachmit- tag zu Besuch. Gemeinsam tollten sie auf den angren- zenden Grün ächen und spielten Fangen. Als Johannes in Richtung unseres Wohnhauses rannte, musste er eine Straße überqueren. Ins Spiel versunken lief er einfach dar- auf los, ohne nach rechts oder links zu schauen. Plötzlich stolperte er und el der Länge nach auf der Straße hin. Im selben Moment kam ein Auto. Der Fahrer, ein etwa 80 jähriger Mann, sah unseren Sohn fallen und trat geistesgegenwärtig mit ganzer Kraft auf die Bremse. Das Quietschen der Bremsen hörte man bis in unser Haus hinein. Als das Auto zum Stillstand kam, waren zwischen dem vorderen Autoreifen und dem Kopf des Kindes nur ein paar Zentimeter! Es wäre zur Katastrophe gekommen, hätte der Fahrer auch nur den Bruchteil einer Sekunde später die Bremse betätigt. Mit zitternden Knien schaute der alte Mann nach, ob dem Kind etwas passiert war. „Junge, ist dir klar, dass du eben hättest tot sein können?“, fragte er aufgelöst. Johannes konnte nur schwei- gend nicken, und kam dann zögernd nach Hause. Auf der Straße hinterließ das Auto einen großen nassen Fleck. Wir betrachteten ihn mit aufgewühltem Her- zen, und dankten Gott mit lauter Stimme, das es nicht das Blut unseres geliebten Kindes war. So kam Johannes – durch Gottes gnädige Bewahrung – an diesem Tag heil davon. Bis auf einen erschrockenen Autofahrer, geschockte Eltern und ein verängstigtes Kind blieb kein Schaden zurück. Als der König David siegreich aus all den Kämpfen gegen die feindlich gesinnten umliegenden Nationen hervorging, schrieb er ein Lied, welches er später etwas modi zierte und als uns heute bekannten Psalm 18 verfasste. Die ursprüngliche Fassung lesen wir jedoch schon eher, 2. Samuel 22 berichtet uns davon. Dort betet David: „Der HERR ist mir mein Fels und meine Burg und mein Erretter. Mein Gott ist mein Hort, bei dem ich Zu ucht suche, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste und meine Zuflucht. Mein Retter, vor Gewalt- tat rettest du mich! Gelobt! rufe ich zum HERRN.“ (2Sam 22,2–4) So wie damals bei David ist Gott auch heute noch der Herr über Leben und Tod. Deshalb stimmen wir mit in Davids Lied ein und singen: GELOBT sei der HERR!

Nachtext

Quellenangaben