Zeitschrift-Artikel: Wirf dein Brot hin ...

Zeitschrift: 149 (zur Zeitschrift)
Titel: Wirf dein Brot hin ...
Typ: Artikel
Autor: Marc Friedrich
Autor (Anmerkung):

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Titel

Wirf dein Brot hin ...

Vortext

Wirf dein Brot hin auf die Wasserfläche, denn du wirst es nach vielen Tagen wiederfinden! Gib Anteil sieben anderen, ja, sogar acht, denn du weißt nicht, was für Unglück sich auf der Erde ereignen wird! Wenn die Wolken voll werden, gießen sie Regen aus auf die Erde. Und wenn ein Baum nach Süden oder nach Norden fällt: an der Stelle, wo der Baum fällt, da muss er liegen bleiben. Wer auf den Wind achtet, wird nie säen, und wer auf die Wolken sieht, wird nie ernten. Wie du den Weg des Windes nicht kennst und nicht die Gebeine im Leib der Schwangeren, so kennst du das Werk Gottes nicht, der alles wirkt. Am Morgen säe deinen Samen und am Abend lass deine Hand nicht ruhen! Denn du weißt nicht, was gedeihen wird: ob dieses oder jenes oder ob beides zugleich gut werden wird.“ Prediger 11,1-6

Text

Es ist ein ganz normaler Morgen: Nach geistlichem und leiblichem Frühstück geht es los zur Arbeit ... Halt! Natürlich nicht, ohne ausgerüstet zu sein. Schnell greife ich ein paar Bücher, DVD’s, CD’s oder was ich sonst gerade Evangelistisches auf Lager habe. Erst jetzt kann es wirklich losgehen. Auf dem Weg zur Arbeit bieten sich viele Möglichkeiten, ohne großartig Zeit zu verlieren Traktate, Bücher o.ä. auszulegen. Z.B. in Telefonzellen, Bus und Bahn und Haltestellen oder bei guten Wetterbedingungen auf Bänken, Mauern, an Ampeln geklemmt oder in die Türgriffe der Autos gesteckt. Man kann auch direkt verschenken – zum Beispiel der Bäckerin eins geben: Ich lauschte einem ziemlich deprimierenden Gespräch der Verkäuferin in einem Backshop mit einem Kunden. Dann war ich mit Zahlen an der Reihe und ging. Als ich den Shop verließ dachte ich: „Nein!“ und lief dann schnell zum Auto, um mit zwei Büchern zurückzukehren. Beide lächelten etwas perplex und nahmen die Bücher an. Ich kam pünktlich zur Arbeit und hatte die schönste Arbeit schon getan ... › Der Segen guter Gewohnheiten ... Der Herr hat es mir zur Gewohnheit gemacht, überall wo es möglich ist evangelistische Literatur zu verbreiten. Zwischenzeitlich war ich dann leider ungehorsam und er musste mich mit dem Sendschreiben an Ephesus aus meinem „Dornröschenschlaf“ wecken: „Tu die ersten Werke“! Ja, das kam selbst bei mir an, dem Heiligem Geist sei Dank! An einem sonnigen Tag saß ich während der Mittagspause auf einer Parkbank, in meiner Nähe gab es noch zwei freie Bänke. Sie wurden sozusagen „bestückt, geladen und entsichert“. Ich las in meiner Bibel und betete für die Bücher auf den Bänken. Kurze Zeit später kamen nacheinander zwei Flaschensammler – und beide Bücher waren weg ... Am selben Abend musste ich nach der Arbeit ein Buch im christlichen Buchladen abholen. Dort angekommen fand ich eine ziemlich verängstigte Mitarbeiterin vor. Sie war allein und zwei nach Alkohol riechende Männer waren im Obergeschoss. Ich ging hoch und welch ein „Zufall“: einer der beiden Flaschensammler stand vor einem Regal. Nach einigem Hin und Her standen wir zusammen unten an der Kasse und ich fragte die beiden, wie sie zu Jesus Christus stehen. Schließlich antwortete der eine, dass das eine sehr interessante Frage sei. Also nahm ich sie mit raus zu meinem Auto um Zeugnis zu geben. Als ich ihnen einige Bücher zur Auswahl zeigte sagte der Flaschensammler: „Hey, das Buch hab ich!“ Und ich dachte nur: Ich weiß ... Gepriesen sei unser Herr, der jeden unserer Schritte lenkt und einen Plan mit uns hat! › Hindernisse Leider stehen wir uns viel zu oft selbst im Weg! Mir geht es zumindest so! Zum Beispiel hatten wir einen Tür zu Tür Einsatz mit einigen Brüdern geplant. An dem Tag waren Tausend Gründe in meinen Gedanken, nicht dabei zu sein. Da war nur ein Problem: Ich war der Initiator der Aktion, also musste ich hin ... Wir gingen in zwei Teams los und ich sagte: „Bruder, wir müssen beten! Alles in mir will nicht!“ Und so sagten wir es dem Herrn und standen kurze Zeit später vor der ersten Tür. Normalerweise fange ich immer unten an, aber mein Finger ging unschlüssig hoch und runter. Von mir selbst überrascht klingelte ich ganz oben. 10 Sekunden, 20 Sekunden, die Tür summte und wir waren auf dem Weg nach oben. Dort fanden wir eine alte Dame vor, die uns erstaunt anschaute: „Was wollen Sie?“ „Wir haben Sorge, dass Sie jemanden vergessen haben?“ „Wen denn?“ „Er ist sehr bekannt, aber nicht sehr beliebt.“ „Ich weiß nicht, wen Sie meinen.“ „Gott!“ „Au ja, das kann sein! Leider habe ich keine Zeit.“ Nach dieser Aussage wollten wir uns schon der nächsten Tür zuwenden, aber stattdessen hörten wir: „Kommen Sie doch rein!“ In den folgenden mehr als zwei Stunden erfuhren wir, dass die Dame sonst niemanden rein lässt, der das Klingelzeichen nicht kennt (anstatt einmal, direkt zweimal klingeln) und sie generell niemandem ihre Woh- nung zeigt. Wir wiesen Sie darauf hin, dass Sie genau das soeben getan hatte. Sie sagte, wir hätten zweimal geklingelt, was nicht so war, und dann hätte sie auf einmal ein unerklärliches Vertrauen zu uns gehabt und uns reingebeten ... Wir besuchen diese Frau jetzt schon fast ein Jahr regelmäßig und bringen ihr das Evangelium unseres wunderbaren Herrn. ER hat uns die Tür geöffnet und ER hat uns in die Wohnung gebracht ... Wir beten, dass ER in das Herz dieser Frau einzieht! Ich verstehe, dass nicht jeder von Tür zu Tür gehen oder Gespräche führen kann oder möchte. Mach einfach das was du kannst! Ein Traktat in den Briefkasten ist nicht schwer und du kannst es sogar Nachts machen, wenn dich niemand sieht. Viele Traktate gibt es sogar kostenlos (z.B. bei der Verbreitung der Heiligen Schrift; dem Missionswerk Werner Heukelbach; der Bruderhand; nightlight usw.). Du kannst einfach welche bestellen oder vielleicht sogar selber machen und loslegen. › Einfach Bücher verschenken ...? Noch kurz ein paar Worte zum Sinn und Unsinn, Geld in Bücher zu investieren und sie einfach irgendwo liegen zu lassen. Wie schon oben gesagt, hat der Herr mir unter anderem genau das auf das Herz gelegt. Ich darf meine Region und jeden Ort den ich besuche, mit guter evangelistischer Literatur beglücken ... In meiner Heimatstadt ereignete sich vor einigen Monaten folgende Begebenheit: Ein Brief musste verschickt werden. Am Briefkasten lernte ich einen offensichtlich angetrunkenen jungen Mann und seinen Freund kennen. Sie fragten, was ich noch vor hätte und in dem Moment wusste ich, was ich noch vor hatte: Ich begann ihnen Zeugnis über das Wunder Gottes in meinem Leben zu geben. Leider verflog die Zeit und ich musste unser Treffen zum Ende bringen. Der junge Mann wollte meine Telefonnummer und mir kam die Idee, ihm ein Buch zu geben (in den Büchern ist ein Kontaktstempel mit Telefonnummer und Mailadresse). Was dann passierte, hat mich voll überrascht. Mit großen Augen sah er mich an und sagte: „Du bist der Typ mit den Büchern!“ Er hatte schon einige gelesen. Zum Zeitpunkt wo ich dies schreibe, liest dieser junge Mann regelmäßig die Bibel, wir sind ständig im Kontakt und er besucht gerne Veranstaltungen unserer Gemeinde. Unser Gebet ist ein totaler Durchbruch zum Herrn. Wie groß ist unser Gott, der alle diese Dinge führt! Mir macht es Mut, den Herrn auf jede mir mögliche Art und Weise zu bezeugen. ER weiß ohnehin, dass ich ein schwacher Sünder bin und trotzdem hat er mich zu einem Königskind gemacht: Das muss ich weitersagen!

Nachtext

Quellenangaben