Zeitschrift-Artikel: Wann ist ein Mann ein wahrer Mann (Byron Forrest Yawn)

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Titel: Wann ist ein Mann ein wahrer Mann (Byron Forrest Yawn)
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Wann ist ein Mann ein wahrer Mann (Byron Forrest Yawn)

Vortext

Text

Ein ungewöhnlich interessantes, aufwühlendes, beschämendes, anregendes und sehr intelligent geschriebenes Buch für Männer, Väter und Söhne. Der Autor – von einem Stiefvater geprägt und erzogen – zeigt, was die Bibel zum Thema Männlichkeit zu sagen hat und wie sie unsere Werte und unseren Lebensstil als gute Väter und wahre Jünger Christi prägen möchte. Er stellt heraus, dass „das Wesen der perfekten Männlichkeit kein erfundener Charakter aus einem Gladiatorenfilm ist; kein weicher, geschlechtsloser Trendsetter mit übertriebener postmoderner Sensibilität; und auch kein herumschreiender Tyrann, der Einschüchterung mit Autorität verwechselt.“ Manche bekannte Begriffe definiert der Autor provozierend neu und zwingt damit den Leser zum Nachdenken. Dazu zwei von zahlreichen Beispielen: „Selbstvertrauen ist nicht einfaches Selbstbewusstsein. Es ist im positivsten Sinne naive Demut ... Ein Mann mit Selbstvertrauen gibt zu, dass ihm in manchen Dingen die Fertigkeiten fehlen und tut nicht so, als würde er sie besitzen. Er fühlt sich wohl mit seinen Grenzen ... Beides, Komplimente und Verurteilungen machen ihn demütig.“ (S. 109) „Ehrgeiz ist keine schlechte Sache ... Es gibt genügend abstoßende Versionen davon. Aber es gibt auch diesen Typ von Ehrgeiz, der gesund und demütig daherkommt. Er ist das Ergebnis aus einer einzigartigen Kombination von Bestandteilen: persönliche Klarheit, Selbstbewusstsein, Beherrschung, Leidenschaft und Überzeugung. Junge Männer brauchen diese Art von Ehrgeiz, um produktive Mitglieder der Gesellschaft zu sein. Sie müssen einen göttlichen Ehrgeiz kultivieren, um ihren Weg zu finden.“ (S. 77) Mit viel Humor, ungeschminkt, mit hilfreichen Erlebnissen und Zitaten trifft er punktgenau die „schwarzen“ Stellen im Leben eines Mannes und weist auf Jesus Christus als das einzig vollkommene Vorbild hin. „Wenn ich will, dass meine Söhne die Grundbotschaft der Pornographie verachten, muss ich sie der Herrlichkeit der aufopfernden Liebe, wie sie am Kreuz Christi erscheint, aussetzen. Echte Freude und Erfüllung finden sich im Dienst an anderen, nicht im Ausnutzen anderer.“ (S. 183) Bisher gibt es nur wenige hilfreiche und biblisch fundierte Bücher zum Thema „Mann sein“ und „Vater sein“. Dieses Buch kann man nur wärmsten empfehlen. Es demütigt zutiefst, macht an manchen Stellen die Augen feucht, zeigt biblische Ideale und weckt den Wunsch, als Sohn, Vater und Ehemann dem Vorbild unseres Herrn ähnlicher zu werden. Es gibt Bücher, da muss man sich quälen weiterzulesen. Bei der Lektüre dieses Buches musste ich mich zwingen nicht weiterzulesen, sondern nach jedem Kapitel einen Tag Denkpause einzulegen ...

Nachtext

Quellenangaben

3L, Pb., 248 S., € 14,50