Zeitschrift-Artikel: Ernst-August Bremicker: Der Christ im Spannungsfeld dieser Welt - 1. Mose 38 im Licht unserer Zeit

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Titel: Ernst-August Bremicker: Der Christ im Spannungsfeld dieser Welt - 1. Mose 38 im Licht unserer Zeit
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Ernst-August Bremicker: Der Christ im Spannungsfeld dieser Welt - 1. Mose 38 im Licht unserer Zeit

Vortext

Text

Hinter dem etwas allgemein gehaltenen Titel dieses Buches verbirgt sich ein spezielles und sehr aktuelles Thema: Das Sexualverhalten und die moralischen Maßstäbe von Kindern gläubiger Eltern - und zwar in der dritten Generation.
Als Grundlage für die 15 Lektionen dieses Buches hat der Autor 1. Mose 38 gewählt, das äußerst interessante und erschütternde Kapitel über Juda, seine Unmoral, seinen Einfluss auf seine Söhne, seine ungezügelte Sexualität – getarnt unter einem selbstgerechten, pharisäischen Mantel, der für Nachkommen gläubiger Vorfahren leider so typisch ist.
Meist verschwiegene oder verdrängte Probleme und Fragen junger und älterer Christen auf dem Gebiet der Sexualität werden taktvoll und doch sehr offen angesprochen. Es werden biblische Antworten und praktische, seelsorgerliche Hilfen gegeben, wobei z.B. auch das Thema der Selbstbefriedigung mit allen Nebenwirkungen sehr hilfreich behandelt wird.
Aus dem Verhalten Tamars - neben Juda eine Hauptfigur in 1. Mose 38 - werden auch praktische Hinweise für das Verhalten von Frauen gegeben, wie sie durch ihr Auftreten den Männern entweder eine Hilfe oder ein Fallstrick sein können im Kampf um sexuelle Reinheit.
Auch konservativ geprägte Christen sollten dieses Buch lesen und weitergeben, weil der Autor besonders ihr Verhalten und ihre oft verzerrte und nicht selten unbiblische Haltung zur Sexualität sehr deutlich anspricht und an Hand der Bibel korrigiert.
Das Buch ist aktuell und leicht verständlich geschrieben. Es wendet sich in erster Linie an junge Christen, die „besonders im Visier des Teufels sind“, aber auch an Christen im mittleren Alter und an solche die alt geworden sind, denn „... kein Christ ist immun gegen das, was Satan uns auf silbernem Tablett zu servieren versucht - was auf den ersten Blick so schillernd und begehrenswert aussieht“ (S. 3). Das Buch wird dazu noch zu einem günstigen Preis angeboten, so dass man es gerne und mit Nachdruck weiter empfehlen kann.

Nachtext

Quellenangaben

CSV, Tb., 202 S., € 5,90