Zeitschrift-Artikel: Tod

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Titel: Tod
Typ: Artikel
Autor: Andreas Fett
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 1353

Titel

Tod

Vortext

Text

Die Sterblichkeitsrate in Deutschland konnte
noch immer nicht unter 100% gesenkt werden.
Trotz aller medizinischen Fortschritte stimmt
noch immer das spanische Sprichwort: „Después
de la partida, el peón y el Rey, ambos, vuelven
a la misma caja!“ – „Ob Bauer oder König: nach
dem Schachspiel landen beide in der gleichen
Schachtel!“ Wie wir alle – unfreiwilliger Weise –
in diese Welt geboren wurden, werden wir nach
dem „Spiel unseres Lebens“ dem Tod begegnen.
Todsicher!
Der Tod hält uns alle in Schach!
Dort landet nach der Partie der unbedeutende
„Bauer“, der sein ganzes Leben keine großen
Sprünge machen konnte. Den andere immer
nur vor sich her schubsten, weil er doch nur eine
Randfigur war. Dort landet ebenso der wichtige
„König“, der machtbewusst jedem Risiko aus
dem Weg ging und sich immer hinter Geringeren
zu verschanzen wusste.
Der Tod ist der große Gleichmacher!
In einem Pariser Auto-Tunnel stieß er den
betrunkenen Chauffeur – das „Bauernopfer“ –
den „Springer“ Dodi Al-Fayed und die „Dame“
Lady Di vom Schachbrett des Lebens! Da macht
er keinen Unterschied. Nur Dianas Leibwächter
kam mit dem Leben davon. Vorübergehend!
v.i.p. – very important person?
Die Inschrift: „v.i.p.“ (Bedeutende Persönlichkeit)
findet man auf keinem Grabstein. Angesichts
des Todes versinkt jede Prominenz in Bedeutungslosigkeit.
Nach dem „Spiel des Lebens“ spielt unser
gesellschaftlicher Status absolut keine Rolle
mehr. Darüber kann keine Marmor-Einfassung
und kein Mausoleum hinwegtäuschen: Erde
zu Erde, Staub zu Staub, Asche zu Asche. Der
Schlund des Grabes verschlingt alle gleichermaßen.
Todsicher!
Das Who-is-who des Himmels
„Ich sah einen großen weißen Thron … und die
Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem
Thron stehen.“

So sagt es die Bibel auf ihren letzten Blättern.
Ob groß oder klein, ob prominent oder unbedeutend
– das spielt vor Gottes Angesicht keine
Rolle mehr. „Und Bücher wurden geöffnet; und ein anderes
Buch wurde geöffnet, welches das des Lebens
ist. Und die Toten wurden gerichtet nach
dem, was in den Büchern geschrieben war,
nach ihren Werken. Und wenn jemand nicht
geschrieben gefunden wurde in dem Buch des
Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen.“

(Offb 20,12.15)
Jeder bekommt seinen fairen Prozess! Es wird
nach Aktenlage entschieden. Gott wird ohne
Ansehen der Person sein gerechtes Urteil fällen.
Findet sich Dein Name im „Buch des Lebens“,
dem Who-is-who des Himmels? Nur das spielt
dann noch eine Rolle!
Nicht im Trüben fischen …
Nur in der Bibel lässt Gott uns über die Schwelle
des Todes blicken. Dort finden wir die einzig
verlässliche Quelle – die Antwort auf die Frage
nach der Ewigkeit. Oder können wir aus anderen
Quellen Informationen beziehen? Sterbeforschung?
Spiritismus? Spekulationen? Sciencefiction?
Vorsicht! Gott hat unmissverständlich
davor gewarnt:
„Es soll unter dir kein Zauberer oder Beschwörer
oder Magier oder Totenbeschwörer oder
Wahrsager gefunden werden, oder einer der die
Toten befragt. Denn ein Greuel für den HERRN
ist jeder, der diese Dinge tut. So etwas hat dein
Gott dir nicht gestattet!“
(5Mo 18,10-12.14)
Der Mond
Was können wir über die erdabgewandte Seite
des Mondes sagen? Lange Zeit gar nichts! Der
Mond zeigte uns nur seine Vorderseite. Die
andere Hälfte war uns seit jeher völlig unzugänglich
und verborgen. Aber dann gab es
ein Weltraumprojekt, das uns Aufschluss gab.
Jemand war dort! Die Raumsonde Luna 3 brachte
Licht. Sie fotografierte am 4.10.1959 diese „terra
incógnita“.
Was können wir über das Weiterexistieren
nach dem Tod sagen? Nichts! Der Blick über die
Todeslinie war uns seit jeher völlig unzugänglich
und verborgen. Aber es gibt einen, der uns
Aufschluss gab. Er hat uns nach drei Tagen im
Tod darüber Licht – Luna – gebracht (2Tim 1,10).
Jesus Christus überschritt die Todeslinie:
„Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von
Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des
Todes und des Totenreiches.“
(Offb 1,18). Der Blick durch’s Schlüsselloch …
Jesus ist die „Schlüsselfigur“ in der Frage nach
dem Jenseits. Er ist „der treue Zeuge, der Auferstandene!
Er, der uns liebt und uns von unseren
Sünden erlöst hat durch sein Blut.“ (Offb 1,5) Wer
sonst sprach so viel über Sünde und ihre Folge –
den Tod – und über Ewigkeit, Himmel und Hölle
wie Jesus, der Sohn Gottes? Er nahm unseren
todsicheren Tod todernst. Seine Liebe zu uns
Sündern kostete ihn das Leben.
Die Bibel – die „Stimme aus dem Jenseits“
An dutzenden Stellen versichert die Bibel: Es
gibt ein Fortbestehen unserer Persönlichkeit,
die Weiterexistenz nach dem physischen Tod.
Und damit ist nicht ein Fortdauern im Gedenken
der Hinterbliebenen gemeint. Die Bibel schildert
kein ideelles Weiterbestehen in Erinnerungen,
kein kosmisches Bewusstsein, sondern eine
konkrete Daseinsform in nur zwei möglichen
Dimensionen: Himmel oder Hölle. Todsicher!
Schlimmeres als der Tod?
Vorsicht: Die Seele kann „sterben“ (1Mo 17,14;
Hi 36,14). Die Bibel kennt „den zweiten Tod“
(Offb 2,11;20,6). Gott hat alle Macht: „Fürchtet
euch nicht vor denen, die den Leib töten, die
Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet
aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib zu
verderben vermag in der Hölle!“
warnt Jesus
Christus in Mt 10,28 eindringlich. Es gibt also
Schlimmeres als den Tod!
Gott allein besitzt Unsterblichkeit!
Unsterblichkeit ist ein Wesensmerkmal, das nur
Gott in dieser Form besitzt (1Tims 6,16). Niemand
hat sie Ihm gegeben. Er ist aus sich der
„immer Seiende“ und „ewige Gott“ (2Mo 3,13.14;
Röm 16,26). Nur Er schenkt Leben über den Tod
hinaus. Todesüberdauerung haben wir nicht aus
uns: „Der HERR tötet und macht lebendig; er
führt ins Totenreich hinab und wieder herauf.“

(1Sam 2,6)
Gerade, Vektor oder Strecke
Lebt der Mensch also doch nicht ewig? Ein
Vergleich aus der Geometrie kann zum besseren
Verständnis dienen: Gott allein ist unbegrenzt!
Er ist der Erste und der Letzte, das Alpha
und Omega. Er hat weder Anfang noch Ende
(Jes 44,6).
Geometrisch ausgedrückt gleicht seine Zeitlosigkeit
einer Geraden, die sich ohne Anfang
und ohne Ende nach beiden Seiten in die Unbegrenztheit
erstreckt.
Der Mensch hingegen gleicht einem Vektor:
Er hat einen fest definierten Ausgangspunkt
(die Zeugung) und von da an erstreckt sich sein Leben (über den Tod hinaus) in die Unendlichkeit.
Das Tier gleicht einer Strecke, die durch zwei
Endpunkte fest definiert ist: Zeugung und Tod.
Die moderne Naturwissenschaft stellt den Menschen
auf eine Stufe mit der Tierwelt und leugnet
folglich eine Weiterexistenz nach dem Tod.
Ein fataler Kategorie-Fehler: „Als ich so dachte
war ich dumm und verstand nicht und war wie
ein Tier …“
(Ps 73,22)
Ewigkeits-Ahnung in allen Epochen und Ethnien
Gott schuf den Menschen aus Erde (Materie)
und gab ihm seinen Atem (Geist). So wurde er
ein beseeltes Lebewesen – eine lebendige Seele
(1Mo 2,7). Und damit hat Gott „die Ewigkeit in
das Herz der Menschen gelegt.“ (Pred 3,11) Bei
Tieren ist es anders. Tiere haben weder Geist
noch geistliches Interesse. Menschen schon.
Irgendwie, in leiser Ahnung, in stiller Sehnsucht,
quer durch alle Epochen und Ethnien ist sich
der Mensch (s)einer Ewigkeit bewusst. Nach
dem Tod – der Trennung von Materie und Geist
– besteht das personenhafte Wesen des Menschen
fort.
„Der Staub kehrt zur Erde zurück …, und der
Geist kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben
hat.“
(Pred 12,7)
Also doch Ewiges Leben für jeden?
Braucht der Mensch dann noch „Ewiges Leben“,
wenn er ohnehin ein ewiges Dasein hat? Das ist
die alles entscheidende Frage. Der Mensch hat
zwar eine ewige Existenz, aber das ist eine ewige
Existenz ohne Gott. Lebt er ein Leben ohne Gott,
wird er auch ohne Gott sterben und ohne Gott
in die Ewigkeit gehen. Hölle bedeutet: Abwesenheit
von Glaube, Liebe und Hoffnung. Hölle
bedeutet Gottesferne. Es geht also nicht nur um
die Frage, ob der Mensch ewig existiert, sondern
in welcher Beziehung zu Gott er ewig existiert.
„Ringt danach, durch die enge Tür hineinzugehen;
denn viele, sage ich euch, werden hineinzugehen
suchen und werden es nicht können.
Sobald der Hausherr aufgestanden ist und die
Tür verschlossen hat und ihr anfangen werdet,
draußen zu stehen und an der Tür zu klopfen
und zu sagen: Herr, öffne uns! wird er antworten
und zu euch sagen: Ich kenne euch nicht
und weiß nicht, woher ihr seid. Weicht von mir,
ihr Übeltäter! Da wird das Weinen und das Zähneknirschen
sein … draußen hinausgeworfen.“

(Lk 13,24-28)
Und was hat nun Jesus damit zu tun?
Menschen sind sterblich – Gott allein ist
unsterblich. Und Jesus? Er hatte ewiges Leben
aus sich selbst! (Joh 5,26) „Wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat
er auch dem Sohn gegeben, Leben zu haben in
sich selbst.“
Er besitzt göttliche Unsterblichkeit.
Deshalb musste er Mensch werden um sterben
zu können! „Darum liebt mich der Vater, weil
ich mein Leben lasse, um es wiederzunehmen.
Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse
es von mir selbst. Ich habe Vollmacht, es zu lassen,
und habe Vollmacht, es wiederzunehmen.“

(Joh 10,17-18)
„Meine Schafe hören meine Stimme, und ich
kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe
ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren
in Ewigkeit, und niemand wird sie aus meiner
Hand rauben.“
(Joh 10,27-28)
„Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht,
so wird er errettet werden.“
(Joh 10,9)
Fazit
1. Der Mensch empfängt vom Schöpfer bei
seiner Zeugung eine Existenz ohne Ende.
„Der Staub kehrt zur Erde zurück, … und der Geist kehrt zu Gott zurück, der ihn gegeben
hat.“
(Pred 12,7)
„Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren
und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!“

(Ps 90,3)
2. Der Mensch empfängt durch eine neue
Geburt aus Gottes Geist das ewige Leben.
„Wenn jemand nicht von neuem geboren
wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen.
Was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch,
und was aus dem Geist geboren ist, ist
Geist. Wundere dich nicht, dass ich sagte:
Ihr müsst von neuem geboren werden!“

(Joh 3,3.6-7)
3. Der Mensch empfängt bei der Auferstehung
einen neuen Leib in Unsterblichkeit.
„So ist auch die Auferstehung der Toten. Es
wird gesät in Vergänglichkeit, es wird auferweckt
in Unvergänglichkeit.“
(1Kor 15,42)
„Denn dieses Vergängliche muss Unvergänglichkeit
anziehen und dieses Sterbliche
Unsterblichkeit anziehen.“
(1Kor 15,53)

Nachtext

„Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt,
wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt
und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.“

Quellenangaben