Zeitschrift-Artikel: Packer: Auf den Spuren des Heiligen Geistes

Zeitschrift: 55 (zur Zeitschrift)
Titel: Packer: Auf den Spuren des Heiligen Geistes
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 1217

Titel

Packer: Auf den Spuren des Heiligen Geistes

Vortext

Im Spannungsfeld zwischen Orthodoxie und Charismatik

Text

Dieses Werk des bekannten amerikanischen Theologen ist sicherlich bedeutsam genug, um sowohl von Cha­rismatikern als auch von ihren Gegenern gelesen und ernstgenommen zu werden.

Packer versucht - bei aller Sympathie für die Charis­matiker - objektiv die Stärken und Schwächen der Charismatischen Bewegung darzustellen und auf Defi­zite bei den Nichtcharisrnatikern hinzuweisen.

Stärken dieses Buches:

1. Die aufgeschlossene Haltung des Autors zur Cha­rismatischen Bewegung wird es den Charismatikern leichter machen, sich den kritischen Fragen zu stellen.
2. Das sehr interessante Kapitel über das Heili­gungsverständnis von Augustinus, Wesley, der Kes­wick-Bewegung usw. wirft für deutsche Leser neues Licht auf die Wurzeln der Pfingst- und Charismatischen Bewegung.
3. Packer hat die grundsätzlichen Mängel und Fehl­entwicklungen der Charismatiker, aber auch der Nichtcharismatiker, sehr deutlich herausgearbeitet.

Folgende Mängel fielen mir auf:

1. Offensichtlich hat Packer nur den gemäßigten Flügel der Charismatischen Bewegung untersucht, denn die Bewegung insgesamt entspricht leider nicht dem Bild, welches Packer von ihr gezeichnet hat.
2. Einige Schlußfolgerungen - wie z.B. dein Zungen­reden die Rolle einer "Lockerung der verstandes­mäßigen Kontrolle" zuzugestehen und sie mit dem "Singen in der Badewanne" (S. 234) zu vergleichen - kann ich nicht nachvollziehen. Ebensowenig sein positives Urteil über das "Gebet zum Heiligen Geist" (S. 286). 

Nachtext

Quellenangaben

Brunnen, Pb., 287 S., DM 29.80