Zeitschrift-Artikel: Das Kreuz stellt uns in die Entscheidung

Zeitschrift: 114 (zur Zeitschrift)
Titel: Das Kreuz stellt uns in die Entscheidung
Typ: Artikel
Autor: Warren W. Wiersbe
Autor (Anmerkung):

online gelesen: 1123

Titel

Das Kreuz stellt uns in die Entscheidung

Vortext

Text

Er sprach aber zu allen:
Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst
und nehme sein Kreuz auf täglich und folge mir nach.   Lukas 9,23

Heute ist das Kreuz ein allgemeines Symbol für Liebe und Opferbereitschaft. Zu Jesu Zeiten aber war es ein grausames Instrument zur Bestrafung von Schwerverbrechern.

Die Höflichkeit verbot es, einem Bürger Roms gegenüber das Kreuz auch nur zu erwähnen. Laut Gesetz durfte kein Bürger von Rom gekreuzigt werden – dieser fürchterliche Tod war für die Feinde Roms vorbehalten.

Jesus Christus kündigte an, dass er gekreuzigt werden würde (Mt 20,17-19). In vielen seiner Lehren rückte er das Kreuz in den Mittelpunkt. Seine Jünger stellte Jesus vor die folgende Alternative:

• sich selbst zu verleugnen oder für sich zu selbst leben
• sein Kreuz auf sich zu nehmen oder das Kreuz zu ignorieren
• unsere Seele zu bewahren oder unsere Seele zu verlieren
• unser Leben um seinetwillen zu verlieren oder unser Leben um unseretwillen zu bewahren
• Christus zu folgen oder der Welt nachzujagen
• die Welt zu verlieren oder die Welt zu gewinnen
• an seinem Lohn und seiner Herrlichkeit teilzuhaben oder seinen Lohn und seine Herrlichkeit zu verlieren.

Sich selbst zu verleugnen heißt nicht, die Dinge zu verleugnen. Es bedeutet, sich völlig in die Hand
Christi zu begeben und an seiner Schande und seinem Tod teilzuhaben.

Sein Kreuz auf sich zu nehmen heißt nicht, eine Last mit sich herumzutragen oder mit Problemen beladen zu sein.

Eine Frau erzählte mir einmal, ihr Asthma sei ihr Kreuz, das sie zu tragen habe!

Sein Kreuz auf sich nehmen heißt, sich mit Christus in seiner Zurückgewiesenheit und Schande, sich mit seinen Leiden und seinem Tod zu identifizieren. 

Nachtext

Quellenangaben

Aus: »durchs Jahr« – Andachten von Warren W. Wiersbe;
31. März; Christliche Verlagsgesellschaft Dillenburg