Zeitschrift-Artikel: Roger Liebi: Sprachenreden oder Zungenreden?

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Titel: Roger Liebi: Sprachenreden oder Zungenreden?
Typ: Buchbesprechung
Autor: Wolfgang Bühne
Autor (Anmerkung):

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Titel

Roger Liebi: Sprachenreden oder Zungenreden?

Vortext

Text

R. Liebi hat als Bibellehrer und Sprachwissenschaftler mit diesem Buch eine ausgezeichnete, leicht verständliche und nachvollziehbare Hilfe gegeben, die ursprüngliche Bedeutung und den Zweck der biblischen Sprachenrede zu verstehen und das „Zungenreden” der Pfingstler und Charismatiker richtig einzuordnen.
Er zeigt, dass das biblische Sprachenreden eine von Gott gegebene Fähigkeit ist, um die eigenen Gedanken in einer Sprache auszudrücken, welche man vorher nicht erlernt hat, die man aber selbst versteht und daher auch in die eigene Muttersprache übersetzen kann.
Außerdem zeigt und belegt der Autor, dass die in Pfingst- und Charismatischen Gemeinden praktizierte „Zungenrede“ in keiner Weise den biblischen Kriterien der Sprachenrede entspricht, denn im allgemeinen geben Zungenredner unverständliche Laute von sich, die sie selbst nicht verstehen und keine übersetzbaren Silben.
Selbst wenn sie – was selten geschieht – eine existierende, nicht selbst erlernte Fremdsprache aussprechen, verstehen sie selbst das Gesagte nicht, sondern funktionieren in diesem Moment unbewusst und sicher auch ohne Absicht als Medium.
Mit seinen Ausführungen beantwortet Roger Liebi viele Fragen, die beim Lesen von 1Kor 14 auftauchen und ebenso solche, die bei der Lektüre von charismatischer Literatur zu diesem Thema entstehen.
Da dieses Buch sehr sachlich und ohne Polemik geschrieben wurde, kann man es nicht nur zur eigenen Orientierung benutzen, sondern es auch Geschwistern empfehlen, die von sich behaupten, diese Gabe zu besitzen oder aber danach streben, sie zu bekommen.

Nachtext

Quellenangaben

CLV, Tb., 96 S., € 2,90