LOGO fest & treu
Benutzername:

Passwort:

Passwort vergessen?

Zeitschrift - Nummer 72:

VKZ: 1D11661
Ort: Meinerzhagen 2
Nummer: 72
Jahrgang: 1995
Ausgabe: 4
Dateien:
Keine Dateien gefunden!

Text Titelseite

Mit Ausharren laufen den vor uns liegenden Wettlauf.

Hebräer 12,1

Vorwort

Liebe Leser,

dieses Mal ist es das Jahr 1995, das seinem Ende entgegen geht. Ein Jahr, in dem es wieder einmal viele Turbulenzen, viel Hoffen und Bangen gegeben hat. Korruption in bisher nicht gekanntem Ausmaß kommt zum Vorschein — bis in die Verwaltung, Politik und das allgemeine gesellschaft­liche Leben. Die Verhältnisse werden allgemein instabiler, wenngleich der Krieg im ehemaligen Jugoslawien zu seinem Ende zu kommen scheint. Man hört viel von Krieg und viel von Frieden: Nichts Neues unter der Sonne — mal abgesehen vom Ausmaß.

Eine Tendenz ist allerdings beobachtbar, die Kulturwissenschaftler zunehmend wahrnehmen und vor der sie warnen. Barry Sanders hat vor kurzem in seinem Buch »Der Verlust der Sprach­kultur« darauf hingewiesen, daß allgemein weniger gelesen wird, daß eine Abkehr vom geschrie­benen Wort zu beobachten ist. »Sega« und »Nintendo« sind in aller Munde, Computerspiele wie »Doom« sind inzwischen so brutal, daß sie indiziert worden sind. Fernsehen ist oft Ersatz für feh­lende Kindererziehung. Heran wächst zunehmend eine Generation, die passiv ihre Informationen und Eindrücke aufnimmt und vereinsamt. Wachsende Gewaltbereitschaft und Enthemmung ist eine Folge davon. Fehlende kritische Distanz zur Umwelt eine andere. Sucht nach Erfahrung und .Spirituellem prägt zunehmend unsere Kultur. Die Sprache, mit der wir unser Inneres artiku­lieren, tritt immer mehr in den Schatten der Erfahrung. Wir werden zunehmend »sprachlos«.
Aber — zum Glück betrifft das ja nicht »uns Christen«. Denn wir haben ja das Wort Gottes, und das ist doch schließlich auch prägend. Unser Glaube ist doch auf das geschriebene Wort gestützt. Sicher — aber macht deshalb die Prägung unserer Umwelt vor uns halt? Unsere Prägung durch das Wort hängt davon ab, ob wir es tatsächlich zur Hand nehmen und ihm seinen prägenden Ein­fluß gestatten.

Mit einem Artikel zu einer Veranstaltung von Rodney Howard-Browne, einem Vertreter des »To­ronto-Segens«, wollen wir darauf hinweisen, daß es sich dabei keinesfalls um eine Randerschei­nung mehr handelt, sondern um ein ernst zu nehmendes Phänomen, mit dem wir alle in Berüh­rung kommen können. Mich beschleicht Trauer über die Absurdität einer Bewegung, die im Na­men des Heiligen Geistes diese Person der Gottheit auf eine Weise verunehrt, die geradezu grotesk ist. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß das »Lachen im Geiste« ein Lachen aus an­derer Quelle ist — ein Lachen über die Christen, die sich dabei der Lächerlichkeit preisgeben. Die uns umgebende Welt merkt das, der »Stern« ordnet anhand von Beispielen der Charismatik Chri­sten dem Schreckgespenst des Fundamentalismus zu, Hollywood macht Filme darüber mit der er­sten Garde seiner Komiker. In ihren Augen hat das Christentum als Sinninhalt und die Kirche als Sinnagentur versagt.

Sollte es da nicht die Aufgabe jedes gläubigen Christen sein, wieder mehr am Wort orientiert mis­sionarisch zu leben? Zu zeigen, daß der Herr Jesus durch sein Wort dem Leben Sinn gibt? Das können wir erleben, Dazu möchten wir auch wieder mit diesem Heft ermutigen und dabei den Se­gen des Herrn wünschen.

Herzlich grüßt
                             Ralf Müller

Inhaltsübersicht

Jim Elliot  -  "Stumpf, schlaff und trübäugig..."  -  S.3

Benedikt Peters  -  Salamo, der Geliebte des Herrn  -  S.4

J.G. Fjnvandraat  -  Wir und die Menschen  -  S.6

M.+H. Tüfekci  -  Mission mit einer Zeitschrift  -  S.10

Wolfgang Bühne  -  "Bruder Rodney" pfiff und alle tanzten  -  S.12

Armin Lindenfelser  -  Maria - die Mutter Jesu  -  S.16

Lieschen Weiß  -  "In einem Ziegenstall erblickte ich das Licht der Welt..."  -  S.19

Die Bücherecke  -  S.21

Erfasste Artikel:

Artikel - Jim Elliot (1927-1956) "Stumpf, schlaff und trübäugig ."
Artikel - Jim Elliot (1927 - 1956) "Stumpf, schlaff und trübäugig ."
Artikel - Freizeittermine
Artikel Wolfgang - "Bruder Rodney" pfiff und alle tanzten...
Artikel J.G. - Wir und die Menschen
Artikel Armin - Maria die Mutter Jesu
Artikel Benedikt - Salomo, der Geliebte des Herrn
Artikel Margot und Hüseyin - Mission mit einer Zeitschrift
Artikel Lieschen - "In einem Ziegenstall erblickte ich das Licht der Welt..."
Buchbesprechung Wolfgang - Erwin Hilbert: Völlig abgedreht - Ich war Udo Ls "Geheimrat"
Buchbesprechung Wolfgang - Rudolf Ebertshäuser: Die Charismatische Bewegung im Licht der Bibel
Buchbesprechung Wolfgang - T. Davis Bunn: Gefährliches Erbe
Buchbesprechung Wolfgang - Heinz Böhm: Ein Ausbrecher kehrt heim - Vom Geldfälscher zum Zeugen Jesu
Buchbesprechung Walter - Roger Steer: Georg Müller - Vertraut mit Gott
Buchbesprechung Herbert - William MacDonald: Das tat Gott
Buchbesprechung Rudolf - H.C. Hendricks: Bibellesen mit Gewinn Handbuch für persönliches Bibelstudium
Buchbesprechung Herbert - Rudolf Gerhardt : Komm zum Leben!
Buchbesprechung Ralf - Willem J. Ouweneel: Das Buch der Offenbarung
Buchbesprechung Brunhilde - Irmgard Linder: Ich will aber, daß ihr wißt ... Gedanken zu 1. Korinther 11,2-16
Buchbesprechung Ralf - Willem J. Ouweneel: Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt

Text Rückseite

VERLOREN:

Gestern,
auf dem Weg zur Ewigkeit,
irgendwo
zwischen Sonnenaufgang
und Sonnenuntergang:

Zwei goldene Stunden,
jede eingefasst
in sechzig
diamantene
Minuten.

Ein Finderlohn
wird nicht ausgesetzt -
sie sind
unwiederbringlich
verloren.